Museen Festakt zur Erweiterung des Deutschen Auswandererhauses

Bremerhaven - Mit einem Festakt ist am Samstag der Erweiterungsbau des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven eingeweiht worden.

Festakt zur Erweiterung des Deutschen Auswandererhauses (Foto)
Festakt zur Erweiterung des Deutschen Auswandererhauses Bild: dpa

Jetzt werde lebensnah und packend anhand von Einzelschicksalen auch 300 Jahre Einwanderung nach Deutschland gezeigt, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nach dem vorab verbreiteten Text seiner Rede.

«Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Integration.» In Deutschland lebten schon jetzt rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. «Ihre Integration ist eine Schlüsselaufgabe für die gesamte Gesellschaft», sagte Neumann. An dem Festakt nahmen auch Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) und Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) teil.

Für Besucher war der zweite Abschnitt des 2005 eröffneten Deutschen Auswandererhauses erstmals am Sonntag zu sehen. Dass ein Museum so erfolgreich privatwirtschaftlich betrieben werde, sei einzigartig in Deutschland, betonte Neumann. Dies habe den Ausschlag dafür gegeben, dass sich der Bund mit zwei Millionen Euro an den Gesamtkosten des Erweiterungsbaus von 4,5 Millionen Euro beteiligt habe.

«Das Deutsche Auswandererhaus hat sich in den sieben Jahren seines Bestehens einen ausgezeichneten Ruf erworben und wesentlich zur Steigerung der kulturellen Attraktivität Bremerhavens beigetragen», sagte der Staatsminister. Auszeichnungen wie der europäische Museumspreis und jährlich mehr als 200 000 Besucher machten die herausragende Stellung des Hauses in der deutschen Museumslandschaft deutlich.

Im älteren Teil des Deutschen Auswandererhauses können Besucher quasi in die Biografie eines echten Auswanderers schlüpfen und ihn in die USA begleiten. In verschiedenen Inszenierungen erleben sie die beschwerliche Reise vom Auswandererhafen in Bremerhaven bis zur Aufnahmestation auf Ellis Island in der Bucht von New York. Im neuen Teil tauchen sie dann in den Bahnhof Grand Central Terminal in New York ein und erfahren viel über das Leben der Auswanderer, die im neuen Land zu Einwanderern geworden sind.

Ein weiterer Abschnitt befasst sich mit der Geschichte von Einwanderern nach Deutschland. Dazu wurde eine Ladenzeile aus dem Jahr 1973, dem Jahr des Anwerbestopps, mit Originaleinrichtungen gestaltet. Mit der Erweiterung wird das Deutsche Auswandererhaus nach Angaben von Direktorin Simone Eick zum ersten Migrationsmuseum in Europa.

Deutsches Auswandererhaus

news.de/dpa

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