Die Ärzte Das ist noch Punkrock!

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Tobias RüsterVon news.de-Redakteur
Mit auch haben Die Ärzte mittlerweile ihr 13. Studioalbum veröffentlicht. Aber ist das wirklich noch Punkrock, was Bela B., Farin Urlaub und Rodrigo González da abliefern? Völlig egal, wie man es bezeichnen mag, auf alle Fälle rockt es gewaltig.

«Ist das noch Punkrock?», fragt Die Ärzte-Gitarrist Farin Urlaub im ersten Song des neuen Albums auch. Die Antwort ist äußerst pragmatisch und weit weniger philosophisch, als die Frage selbst. Ob das noch Punkrock ist? Völlig egal. Es gibt 16 Tondokumente mit Die-Ärzte-Siegel auf die Ohren.

Vielmehr sollte die eigentliche Frage lauten: War das jemals Punkrock? Oder besser: Wollte das jemals Punkrock sein? Eines steht fest: Die Ärzte interessiert das nicht. Hat es auch noch nie. Dafür mussten und müssen Bela, Farin und Rod ebenfalls bei auch, dem ersten Studioalbum seit fünf Jahren, die Kritik hinnehmen, sie würden sich in der Rolle der ewig Jugendlichen gefallen.

Und warum auch nicht: Denn Die Ärzte kommen auf auch so locker, fetzig, straight, eingängig und launisch daher, wie sie es schon in den vergangenen 30 Jahren waren. Dabei ist klar: Wer nach dieser halben Ewigkeit noch keinen Bezug zu den Ärzten gefunden hat, findet ihn auf auch ganz sicher nicht. Hier können Sie das Album direkt für 16,95 Euro bestellen.

Eingängig, schnörkellos, fies

Punkrock nach Lehrbuch hat für Die Ärzte noch nie als Maßstab hergehalten. Für das Trio ist und bleibt Punkrock eben das, was man daraus macht. Nicht ohne Grund lautet eine Zeile der ersten Single zeiDverschwÄndung: «Es gibt auch Schlechteres zu tun, als die Die Ärzte zu hören.» Besonders, wenn die in Spiellaune sind. Und das ist auf auch zweifelsohne der Fall.

Wer jedoch vom 13. Studioalbum der Berliner die Neuerfindung des Punkrock erwartet hat, hat wahrscheinlich die vergangenen 20 Jahre nicht sonderlich gut hingehört. Zugegeben, nicht alle der 16 Songs, die es auf auch geschafft haben, erreichen das gleiche hohe Level des eingängigen Auftaktkrachers Ist das noch Punkrock?, die schnörkellose Leichtigkeit von Waldspaziergang mit Folgen, die geradezu fiese Stilsicherheit von Miststück oder die Nackenbrecherqualität von Cpt. Metal.

Aber welches Ärzte-Album kam schon als in sich geschlossene Einheit daher? Konformität gibt es wirklich schon genug. Daher dürfte es volle Absicht sein, herauszuhören, wer der Schöpfer des Liedes war. Auch zeigt (zum Glück) die breite Palette der drei Die Ärzte-Charaktere Farin, Bela und Rod: teilweise sperrig, stets selbstreflektierend, oft komisch und albern, selten absurd, bei Bedarf auch lächerlich, traurig und böse. Nur eines klingt das Album auch nicht: gezwungen.

Hier können Sie das Ärzte-Album auch direkt bestellen.

Interpret: Die Ärzte
Album: auch
Plattenfirma: Hot Action Records (Universal)
Veröffentlichungsdatum: bereits erschienen

zij/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • andreas geier
  • Kommentar 2
  • 21.04.2012 17:42

Ich ,bin mit den Jungs(Ärzte) altgeworden und brauche nur gutten Punkrock,die"13"ist mehr gut und hoffentlich nicht die letzte! 14,15,16usw.

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  • Hans
  • Kommentar 1
  • 19.04.2012 12:11

Zitat: "Aber welches Ärzte-Album kam schon als in sich geschlossene Einheit daher?" Antwort: Die "13". Ohne Wenn und Aber.

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