Musik The Black Pony: Teenie-Rockband mit Anspruch

Berlin - Manche Bands finden sich in einer Garage zusammen, andere entstehen in der Schule oder werden schlicht gecastet. Im Internetzeitalter kann man eine Band auch per Web-Community gründen - genau das haben die Musiker von The Black Pony getan.

The Black Pony: Teenie-Rockband mit Anspruch (Foto)
The Black Pony: Teenie-Rockband mit Anspruch Bild: dpa

Viel mehr Optionen standen den Mitgliedern ohnehin nicht zur Verfügung.

Trevor Brown (Gesang und Gitarre) stammt aus Kalifornien, Ryan Belitsky (Schlagzeug) aus Kanada. Beide lernten sich in einem Musikcamp kennen. Über soziale Netzwerke kamen Eugen Flittner (Gitarre und Gesang) und Kevin Dollerschell (Bass) aus Deutschland mit den beiden in Kontakt, man tauschte sich über Musik aus und merkte schnell: da sind Gleichgesinnte am anderen Ende der Leitung. Der Produzent Volker Neumüller (Mark Medlock, Pietro Lombardi), früher mal DSDS-Juror, brachte Kevin und Eugen in die USA, wo in der Reality-Show «LAX - Follow the Black Pony» (Viva und Nickelodeon) aus der Internet-Band endgültig eine reale wurde.

Die Chance, die man ihnen gab, haben die Jungs ergriffen. Noch unter Anleitung und den Vorgaben ihrer Produzenten und Songschreiber nahmen sie die ersten Lieder auf und veröffentlichten im März 2011 «Launched In The Pool». Eine Grundlage für Konzerte, Gigs und Vergrößerung ihres Fankreises war geschaffen. Vor allem aber bot sich ihnen eine Basis, um einen eigenen Stil zu entwickeln.

Bei ihrem zweiten Album «Take Off», das gerade erschienen ist, hatten sie die Möglichkeit, sich aktiver an der Produktion zu beteiligen. «Das erste Album war, um ins Radio zu kommen und um gehört zu werden. Das zweite ist näher an dem, was wir tatsächlich tun wollen», sagt Trevor im dpa-Interview. Einer der Gründe, weshalb ihnen die neue Platte mehr am Herzen liegt als die vorherige.

Ebenfalls wichtig ist den jungen Musikern zwischen 18 und 20 Jahren der Kampf gegen Intoleranz - so engagierten sie sich kürzlich in Hamburg beim Konzert «Laut gegen Nazis»; keine Marketingstrategie ihres Managements, sondern ein echtes Anliegen, wie sie betonen.

Mit großen Träumen für die Zukunft, aber durchaus realistischen Erwartungen will sich die Band auf dem Markt etablieren, ohne sich verbiegen zu lassen. Ob Engagement und Enthusiasmus allerdings reichen, um die Musikwelt zu erobern? Der neue, mehr eigene Stil scheint nicht allen Fans zu schmecken, denn aktuell verpasste das zweite Album den Sprung in die deutschen Top 100.

Homepage der Band

news.de/dpa

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