Fernsehen Ulrich Meyer: 20 Jahre Sat.1 - kein Ende in Sicht

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Ulrich Meyer: 20 Jahre Sat.1 - kein Ende in Sicht Bild: dpa

Berlin - 20 Jahre - im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind solche Jubiläen im Dienst einer Sache bereits ein Ereignis. Beim Privatfernsehen ist dieser Zeitraum schon eine halbe Ewigkeit.

20 Jahre arbeitet der TV-Journalist Ulrich Meyer nun schon für den Privatsender Sat.1, zwar nicht als fest angestellter Redakteur, sondern mit seiner Firma Meta Productions als Produzent und Moderator, vor allem in dem wöchentlichen Magazin «Akte», das seit 1995 auf Sendung ist.

Seine Premiere hatte Meyer, der mit der Journalistin Georgia Tornow (63) verheiratet ist, allerdings bei Sat.1 am 1. April 1992 mit der Show «Einspruch» - eine Sendung, die dem RTL-Format «Der heiße Stuhl» nachempfunden war, das Meyer selbst bis Dezember 1991 in Köln moderiert hatte. Meyer denkt mit gemischten Gefühlen an diesen 1. April 1992 zurück.

«Zu Beginn der Sendung funktionierte der Ton nicht», erinnerte sich Meyer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Unser Gast Irmgard Adam-Schwaetzer, damals Bundesbauministerin, war nicht so recht vorbereitet auf einen kämpferisch eingestellten Moderator, der angekündigt war als "Deutschlands härtester Talker". Also musste ich mindestens das aus ihr herausholen, wonach ich ziemlich beharrlich gefragt hatte. Das hat unser Verhältnis nicht belastet, aber zumindest geformt...»

Die Quote war auch nicht herausragend: 2,32 Millionen Zuschauer schalteten ein, das weiß Meyer auch heute noch. Die Sendung wurde 1994 beendet, im Jahr darauf kam das verbraucherfreundliche Magazin «Akte» auf Sendung, das bis heute zumeist am Dienstag ausgestrahlt wird. An ein Ende will Meyer nicht denken: «Wir wollen es mit Oliver Kahns Bayern-München-Philosophie halten: Wir machen einfach immer weiter. Die "Akte" wird es weiter geben. Auf Einzelschicksale muss dabei keine Rücksicht genommen werden.»

Wird er also eines Tages aufhören und die Sendung danach trotzdem weiterleben? «Die Betonung liegt dabei auf "eines Tages" - vielleicht geht es dann ja mit einem Doppelgänger weiter.»

news.de/dpa

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