Fernsehen Jaecki Schwarz: «Man muss irgendwann aufhören»

Leipzig/Halle - Der Schauspieler Jaecki Schwarz (66) sieht sein Aus als «Polizeiruf»-Kommissar «mit einem lachenden und einem weinenden Auge».

Jaecki Schwarz: «Man muss irgendwann aufhören» (Foto)
Jaecki Schwarz: «Man muss irgendwann aufhören» Bild: dpa

«16 Jahre sind schon eine lange Zeit. Aber wir hätten gern noch ein, zwei Jahre weitergemacht», sagte Schwarz am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Leipzig. «Wir fühlen uns noch nicht so alt, dass wir zum alten Eisen gepackt werden müssen.»

Schwarz ermittelt seit 1996 als Kommissar Herbert Schmücke zusammen mit Wolfgang Winkler (69) als Kommissar Herbert Schneider im ARD-«Polizeiruf 110» aus Halle. Mit der 50. Folge soll im Sommer Schluss sein. Der MDR habe das Ende nicht weiter begründet, sagte Schwarz. «Wir denken aber, dass wir unter den Verjüngungswahn fallen», sagte der Schauspieler.

Der MDR reformiert unter der neuen Intendantin Karola Wille sein Fernsehprogramm. Zwei andere bekannte Sender-Gesichter wurden nach langjähriger Zusammenarbeit bereits verabschiedet: Petra Kusch-Lück («Alles Gute») und Hans-Joachim Wolfram («Außenseiter, Spitzenreiter»).

Schmücke und Schneider waren als eher gemütliches Polizisten-Duo in Halle unterwegs. «Wir haben uns selbst nicht so ernst genommen, als Figuren nicht und auch nicht als Schauspieler. Wir haben immer mit einem Schmunzeln gespielt», sagte Schwarz. In den letzten Rollen sei der spezielle Schmücke-Schneider-Humor aber immer mehr weggefallen. «Das wollte man nicht mehr.»

Schwarz scheidet nicht im Groll aus dem «Polizeiruf 110» aus. «Wenn man das so lange gemacht hat, gewöhnt man sich dran. Aber Herrgott, man muss auch irgendwann mal aufhören.»

Wie es mit dem «Polizeiruf» aus Sachsen-Anhalt weitergeht, ist noch offen. Die «Bild»-Zeitung berichtete am Montag, neben dem personellen Wechsel stehe auch ein Umzug von Halle in die Landeshauptstadt Magdeburg an. Vom MDR war dazu zunächst keine Bestätigung zu bekommen.

Gespräch: Birgit Zimmermann, dpa

«Polizeiruf 110»

news.de/dpa

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