Fernsehen 20 Jahre Kabel eins

20 Jahre Kabel eins (Foto)
20 Jahre Kabel eins Bild: dpa

Berlin - Der 29. Februar 1992 war die Geburtsstunde eines neuen Fernsehsenders, der sich bis heute im Haifischbecken TV-Markt gehalten hat: der Kabelkanal ging um 10.

15 Uhr mit dem Film «Ein neuer Geist auf Schloss Rathbarney» auf Sendung.

An diesem Mittwoch wird der Sender aus Unterföhring bei München 20 Jahre alt und heißt nicht mehr schlicht Kabelkanal, sondern ein wenig besser Kabel eins. In den ersten Jahren stand die Fernsehstation, die 1994 in Kabel 1 umgetauft wurde, für Serien- und Filmklassiker und für witzige Eigenproduktionen, vornehmlich im Kinderbereich, darunter die Shows «Bim Bam Bino». Beliebt war auch die virtuelle Figur Hugo, die vom TV-Zuschauer telefonisch ihre Kommandos entgegennahm. 1997 wurde Kabel 1 - später auch ausgeschrieben Kabel eins - als Vollprogramm anerkannt.

In 20 Jahren waren beim Sender, der früher zur Kirchgruppe und heute zur ProSiebenSat.1 Media AG gehört, acht Geschäftsführer beschäftigt. Derzeit heißt der Boss Karl König. Für manche der Chefs ist Kabel eins auch ein gutes Sprungbrett zu ProSieben gewesen. Nicolas Paalzow, Andreas Bartl und Jürgen Hörner landeten beim größeren Bruder, Guido Bolten schaffte den Sprung zu Sat.1, musste dort aber vor rund zwei Jahren abdanken.

Viel Ärger gab es nie um den klassischen Vertreter der zweiten Reihe - nur die ARD legte sich mit dem stärker werdenden Konkurrenten aus der Privatwirtschaft in einem Gerichtsstreit an, in dem es um das Logo ging, weil beide Sendersysteme eine «1» für sich beanspruchten. Schließlich durfte Kabel eins seine «1» behalten. Mittlerweile hat Kabel eins mit Kabel eins classics einen digitalen Ableger bekommen.

Für die Zuschauer gibt es schon seit einigen Tagen Sonderprogramme rund um den Geburtstag. Am Mittwoch wird als Filmklassik-Highlight die Komödie «Mrs. Doubtfire - Das stachlige Kindermädchen» gezeigt. Doch das schönste Geburtstagsgeschenk machte sich der Sender, der seit 2010 immer mal wieder Spiele der Europa-League zeigen darf, am vergangenen Donnerstag, als bei der Begegnung Schalke 04 gegen Viktoria Pilsen die Zuschauerquote erstmals in der Senderhistorie über die Vier-Millionen-Marke sprang.

news.de/dpa

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