Bewegende Trauerfeier für die Soul-Diva: Stars wie Kevin Costner, Aretha Franklin und Stevie Wonder haben Whitney Houston die letzte Ehre erwiesen. Fans waren bei der Gedenkfeier unerwünscht, konnten den Gottesdienst aber über das Internet und im TV verfolgen.
Mit trauerndem Gedenken, aber auch optimistischen Tönen hat die schwarze Gemeinde von Newark am Samstag Abschied von Whitney Houston genommen. Zusammen mit zahlreichen Prominenten erinnerten Redner an das Leben der Sängerin, die eine Woche zuvor in Kalifornien gestorben war. «Es ist keine Trauerfeier, wir feiern ihr Leben» sagte ein Geistlicher. In der Kirche in der New Yorker Industrievorstadt hatte Houston vor mehr als 30 Jahren ihre ersten Auftritte.
Unter anderem waren Kevin Costner, Aretha Franklin, Stevie Wonder und R. Kelly unter den Trauergästen. Auch Bobby Brown, der umstrittene Ex-Mann Houstons, war dabei. Er galt lange als schlechter Einfluss auf die Sängerin und wird von vielen für ihre Alkohol- und Drogensucht verantwortlich gemacht.
Die Umgebung um die «New Hope»-Baptistenkirche in Newark bei New York war von der Polizei in einem Umkreis von hunderten Metern abgesperrt worden. Fans hatten aber am Abend zuvor Blumen und Dutzende bunte Luftballons vor der Kirche gelassen. Einen Blick auf die prominenten Gäste hatten sie nur von Ferne. «Das ist kein Konzert, es ist eine Trauerfeier», sagte der Radiomoderator und Houston-Freund Michael Eric Dyson. «Das ist keine Respektlosigkeit gegenüber den Fans, aber wir wollen Whitney in einer privaten Zeremonie in aller Würde verabschieden.»
Houston war am vergangenen Samstag in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills bei Los Angeles gestorben. Mitarbeiter hatten die 48 Jahre alte Sängerin leblos in der Badewanne gefunden. Bis zur Klärung der Todesursache können noch Wochen vergehen.
Vierstündiger Gottesdienst
Am Ende der emotionsgeladenen Trauerfeier für die verstorbene Popsängerin Whitney Houston erklang in der Kirche ihrer Kindheit noch einmal ihr wohl größter Hit: I Will Always Love You. Familienangehörige, Freunde und zahlreiche Weggefährten aus dem Musik- und Filmgeschäft hatten am Samstagabend zuvor in dem fast vierstündigen Gottesdienst Abschied von Houston genommen.«Sie war jemand, der ein bezauberndes und schönes Leben hatte, jedoch oft missverstanden wurde, auch von sich selbst», sagte ihre Stiefschwester und frühere Managerin Patricia Houston. «Aber trotz alledem war es ein Leben, das Millionen Menschen auf der ganzen Welt Freude, Begeisterung, Frieden und wunderschöne Musik brachte.»
Während des Gottesdiensts in der Baptistenkirche New Hope gedachten die rund 300 Trauernden auch der Schattenseiten im Leben der Whitney Houston. Trotz ihrer Schönheit und ihres Erfolgs habe sie sich immer noch nach der Anerkennung der Öffentlichkeit gesehnt und sei irgendwie unsicher gewesen, sagte Schauspieler Kevin Costner. Mit Houston hatte er 1992 den Kinohit Bodyguard gedreht.
Als Superstar habe sich Houston «immer noch gefragt: 'Bin ich gut genug? Bin ich schön genug? Werden sie mich mögen?'», sagte Costner. «Das ist ein Baum, an dem wir alle hängen könnten - die unerklärliche Last, die mit dem Ruhm einhergeht. Doch Whitney, du warst großartig. Du hast den ganzen verdammten Song ohne Band gesungen. Viele Männer hätten meine Rolle spielen können, aber du warst die einzige, die damals Rachel Marron spielen konnte.»
Viele Redner sprachen auch über Houstons christlichen Glauben, der sie durch einige ihrer schwierigsten Zeiten hindurchgetragen habe.
Keys und Wonder mit Songs für Whitney
Geladene Popgrößen ließen bei der Trauerfeier die Musik sprechen. Alicia Keys widmete ihren Song Send Me An Angel der verstorbenen Sängerin. Poplegende Stevie Wonder schreib eigens den Songtext von Ribbon In The Sky für Houston um. Sie habe viele Menschen berührt und sei ein wichtiges Vorbild für eine nachfolgende Generation von Sängerinnen gewesen, sagte Keys unter Tränen.
Auch der frühere Ehemann Houstons, Bobby Brown, erschien kurz, verließ die Trauerfeier aber wieder. Er ging zu dem mit Blumen bedeckten Sarg, berührte ihn und ging aus der Kirche. Später erklärte er in einer Stellungnahme, dass er und seine Kinder wiederholt dazu aufgefordert worden seien, sich auf einen anderen Platz zu setzen. So habe er es vorgezogen, lieber zu gehen, statt eine Szene zu machen, sagte er weiter.
Houston war vor genau einer Woche im Alter von 48 Jahren tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden worden. Sie soll am Sonntag neben ihrem Vater John Houston auf einem Friedhof in Westfield beerdigt werden.
ruk/boi/news.de/dpa/dapd
Es ist sehr schade, daß eine so geniale Sängerin und wunderschöne Frau so früh aus dem Leben scheiden mußte. Ihre gefühlvoll vorgetragenen Songs haben viele Menschen begeistert. Dennoch scheint ihr Leben nicht einfach gewesen zu sein. Wie sonst hätte sie diesen Spinner B.B. heiraten können. Ein Leben, immer auf der Überholspur lässt sicher die wenigsten ruhig schlafen, Drogen und Alkohol sind aber definitiv kein Ersatz für Ruhephasen und Erholung. Ich hätte ihr einen Partner gewünscht, der ihr das gegeben hätte.Ihre geniale Stimme und ihre Lieder werden die Zeit überdauern und immer in unseren
jetzt antwortenKommentar meldenSie war eine Legende,die keiner mehr vergessen wird. Sie war schön,eine Stimme die in die Herzen gehn. Trotz ihrer Schicksalsschläge ist sie so geblieben und auch gestorben.Ich war ein großer Fan von ihr, was mir so leid tut ist ihre Tochter,sie und ihre Lieder werden immer in meinen Herzen bleiben.
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