«Schwul zu sein bedarf es wenig, ich bin schwul und heiß' Ralf König.» Das ist das fröhliche Selbstbekenntnis eines der bekanntesten Comiczeichner Deutschlands («Das Kondom des Grauens») im Filmporträt von Rosa von Praunheim, das in der Berlinale-Reihe Panorama läuft.
Berlin (dpa) - «Schwul zu sein bedarf es wenig, ich bin schwul und heiß' Ralf König.» Das ist das fröhliche Selbstbekenntnis eines der bekanntesten Comiczeichner Deutschlands («Das Kondom des Grauens») im Filmporträt von Rosa von Praunheim, das in der Berlinale-Reihe Panorama läuft.
Außerhalb der Schwulenszene wurde König vor allem durch den Kinofilm «Der bewegte Mann» mit Til Schweiger bekannt. Königs frivol-anarchischer Humor, der ganz bewusst auch manche schwule Klischees bedient, fand bald viele Anhänger. Praunheims Film unter anderem mit Joachim Król und Hella von Sinnen ist eine liebevolle Hommage.
In einem Dorf in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, wurde König das Zeichnen früh zur Coming-out-Hilfe. In Dortmund machte er später in der schwulen Szene als «Elvira Brunftschrei» Furore. Gerade 50 geworden, wird der Comiczeichner bald wieder auf der Leinwand zu sehen sein. Auf der Berlinale wurde bekannt, dass vier seiner Comics fürs Kino geplant sind.
news.de/dpa