So., 27.05.12

Kunst 07.02.2012 Schau zur Nachkriegskunst in Dresden

Schau zur Nachkriegskunst in Dresden (Foto)
Schau zur Nachkriegskunst in Dresden Bild: dpa

Von Lachnit bis Havekost: Deutsche Nachkriegs- und Gegenwartskunst aus eigenem Bestand zeigt die neue Sonderausstellung «geteilt ungeteilt - Kunst in Deutschland 1945 bis 2010» der Galerie Neue Meister in Dresden.

Dresden (dpa) - Von Lachnit bis Havekost: Deutsche Nachkriegs- und Gegenwartskunst aus eigenem Bestand zeigt die neue Sonderausstellung «geteilt ungeteilt - Kunst in Deutschland 1945 bis 2010» der Galerie Neue Meister in Dresden.

«Ein Drittel davon ist mehr oder minder erstmalig hier zu sehen», sagte Galeriedirektor Ulrich Bischoff am Dienstag. Bis Ende Januar 2013 sollen rund 120 Gemälde, Skulpturen und Plastiken sowie Fotografien und Videoarbeiten exemplarisch die Kunst in Ost- und Westdeutschland veranschaulichen. «Die Exposition zeigt nicht explizit deutsche Kunst, sondern Kunst in Deutschland», betonte Bischoff.

Dabei gibt es Begegnungen mit Bekanntem wie Walter Womackas Gemälde «Am Strand» (1962), das eine DDR-Briefmarke zierte, aber auch Unbekanntem. Das Spektrum reicht von Werken wie «Tod von Dresden« von Wilhelm Lachnit über ein expressiv-abstraktes Frühwerk von Karl Otto Götz oder A.R. Pencks «Denkmal für das geteilte Deutschland» bis zu Videoarbeiten der jüngeren Künstlergeneration. Auch Hans Grundig, Wols, Rupprecht Geiger, Hermann Glöckner, Max Uhlig, Eberhard Göschel, Annette Schröter, Cornelia Schlieme, Rosemarie Trockel oder Eberhard Havekost, Martin Kobe und Peter Krauskopf sind vertreten. Im Wechsel sollen weitere Erwerbungen vergangener Jahre gezeigt werden.

Umgestaltet wurde auch die Dauerausstellung im Albertinum. Mit vier Leihgaben aus der Sammlung Rheingold, ehemals Sammlung Speck, hat die Galerie einen eigenen Raum für Sigmar Polke (1941-2010) eingerichtet. «Liebespaar» (1967), «Blaue Küchenfiguren» (1992), «Weißer Raum» und «Schrott» (beide 1994) und das 1995 erworbene Werk «Druckfehler» zeigen einen Querschnitt seines Schaffens von 1966 bis zum Spätwerk. Mit Gerhard Richter, Georg Baselitz, Polke und Penck sind nun vier wichtige Gegenwartskünstler mit eigenen Sälen im Albertinum vertreten, dem 2010 als Haus der Moderne wiedereröffneten Ausstellungsgebäude der Staatlichen Kunstsammlungen.

Informationen zur Ausstellung

news.de/dpa
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