Die kanadische Schriftstellerin Donna Morrissey hat inzwischen auch in Deutschland ihre Fangemeinde. «Der Geruch von Salz», eine Liebesgeschichte vor der herb-schönen Kulisse Neufundlands und seiner niedergehenden Fischindustrie, war ein bemerkenswerter Erfolg.
München (dpa) - Die kanadische Schriftstellerin Donna Morrissey hat inzwischen auch in Deutschland ihre Fangemeinde. «Der Geruch von Salz», eine Liebesgeschichte vor der herb-schönen Kulisse Neufundlands und seiner niedergehenden Fischindustrie, war ein bemerkenswerter Erfolg.
Morrisseys neues Buch «Leuchtfeuer» knüpft inhaltlich daran an. Standen in «Der Geruch von Salz» der Fischer Sylvanus und die schöne Adelaide im Mittelpunkt, so sind es diesmal ihre Kinder Sylvie und Chris. Der Fokus verschiebt sich von der Küste Neufundlands nach Alberta, das mit seiner boomenden Ölindustrie lockt. Auch Chris kann sich zum Bedauern seiner Schwester den Verheißungen des schnellen Geldes nicht entziehen, obwohl er über große zeichnerische Begabung verfügt.
Morrisseys Kunst besteht in der feinen Ausleuchtung der verschiedenen Charaktere und der zwischenmenschlichen Beziehungen. Besonders viel Herzblut steckt dabei in der Romanfigur Sylvie, einer Art Alter Ego der Schriftstellerin.
Donna Morrissey: Leuchtfeuer. Deutscher Taschenbuchverlag, München, 400 Seiten, 14,90 Euro, ISBN 978-3-423-24900-3
news.de/dpa