Mit 52 Jahren steckt Victoria ganz tief in der Krise. Sie hat ihren Job verloren, ihr Mann hat sie wegen einer jüngeren Frau verlassen, ihre Mutter stirbt. Doch gerade der Tod der Mutter bringt ungeahnte Bewegung in ihr festgefahrenes, allzu kontrolliertes Leben.
Reinbek (dpa) - Mit 52 Jahren steckt Victoria ganz tief in der Krise. Sie hat ihren Job verloren, ihr Mann hat sie wegen einer jüngeren Frau verlassen, ihre Mutter stirbt. Doch gerade der Tod der Mutter bringt ungeahnte Bewegung in ihr festgefahrenes, allzu kontrolliertes Leben.
Beim Aufräumen des Hauses entdeckt sie eine uralte afrikanische Plastik und ein Fotoalbum mit den Bildern ihrer wahren, vor langer Zeit in Afrika verschollenen Eltern. Die überraschenden Entdeckungen werden zur Initialzündung für eine Reise in ihr Geburtsland Nigeria, wo eine aufregende Spurensuche beginnt.
Mit «Die kleine Göttin» legt Ilona Maria Hilliges einen weiteren ihrer beliebten Afrikaromane vor. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie hat selbst lange in Nigeria und anderen Ländern Westafrikas gelebt. Ihr Sprachstil ist erfrischend und durchaus amüsant, ohne allerdings in jene bemühte Witzigkeit zu verfallen, die viele Frauenromane auszeichnet. Gute Unterhaltungslektüre.
Ilona Maria Hilliges: Die kleine Göttin. Wunderlich Verlag, Reinbek, 352 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-8052-5005-4
news.de/dpa