Musik NRJ Music Awards in Cannes

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NRJ Music Awards in Cannes Bild: dpa

LMFAO sind die Spaßmacher des Jahres, Adele ist die Musikerin des Jahres. So einfach lassen sich die 13. NRJ Music Awards zusammenfassen, die am Samstagabend im südfranzösischen Cannes vergeben wurden.

Cannes (dpa) - LMFAO sind die Spaßmacher des Jahres, Adele ist die Musikerin des Jahres. So einfach lassen sich die 13. NRJ Music Awards zusammenfassen, die am Samstagabend im südfranzösischen Cannes vergeben wurden.

Das amerikanische Elektro-Pop-Duo LMFAO räumte bei der ersten großen Popgala des Jahres zwei Trophäen ab. Die Hörer des europäischen Radionetzwerkes NRJ, das in 16 Ländern vertreten ist, wählten die Musiker zur besten Gruppe und ihr Hit-Video «Party Rock Anthem» zum besten Musikclip.

Die Britin Adele - die mit «21» schon das erfolgreichste Album 2011 abgeliefert hat - wurde zur Newcomerin des Jahres gekürt und lieferte mit «Someone Like You» den besten Song ab, erschien jedoch nicht persönlich zur Preisverleihung an der Côte d'Azur.

Aber den Jungs von LMFAO («Laughing My Fucking Ass Off» (dt: «Ich lache mir meinen verdammten Arsch ab»)) gebührt eigentlich noch ein - wenn auch inoffizieller - Preis: für die seit langem spaßigste Auslegung des Mottos «sex sells». Am Ende eines Hit-Medleys, das die rund 2000 Fans im Palais des Festivals am Samstagabend restlos begeisterte, rissen sich Sänger Redfoo und seine Tänzer die Hosen von den Beinen. Ganz nach dem Motto ihres Song «Sexy And I Know It» glänzte er im engen silbernen Glitzer-Slip, während seine Nebenmänner in Comic-Boxershorts oder Baumwollschlüpfern posierten. Redfoos Musikpartner und Neffe Sky Blu konnte an dem Abend leider nicht blankziehen - er musste krank das Bett hüten.

Dafür machte die französische Sängerin Shy'm ernst mit «sex sells»: Sie erschien im durchsichtigen, hautengen Plastikkorsett, den Rock bis zur Hüfte geschlitzt - da blieb bei der Live-Show im französischen Fernsehen sicher nicht nur Moderator Nikos Aliagas kurz die Luft weg. Später zeigte sie sich in einem weiteren Kunststoffkorsett, diesmal jedoch in pechschwarz, und nahm den Preis als beste französischsprachige Sängerin entgegen.

Für eine Überraschung bei Fans und TV-Zuschauern sorgte Seal: Eine Woche nach Bekanntgabe der Trennung von Heidi Klum stand der Brite am Samstag auf der großen Bühne und sang im Duett mit der Französin Nolwenn Leroy den Al-Green-Klassiker «Let's Stay Together» - seine aktuelle Single.

Das kolumbianische Energiebündel Shakira glänzte mit der ruhigen französischen Ballade «Je l'aime à mourir» zum Auftakt der Show und nahm aus der Hand von Altstar Johnny Hallyday einen Ehrenpreis entgegen - im vergangenen Jahr hatte sie als Doppelsiegerin in zwei Kategorien triumphiert, darunter als beste Sängerin. Diesen Titel holte sich diesmal Rihanna. Bester Sänger wurde Mika.

Einen weiteren Ehrenpreis erhielt Teenie-Schwarm Justin Bieber, für den die weiblichen Fans wieder in schier endlosen Kreischalarm verfielen, obwohl er überhaupt nicht zum Singen gekommen war, sondern nur zum Preis-Abstauben. Anders Coldplay, Pitbull oder David Guetta - die gaben auf der Bühne Gas und gingen ohne Preis nach Hause.

NRJ Music Awards

news.de/dpa

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