Die erste Woche Gottschalk Live in der ARD ist vorbei. Das Medienecho und die Quoten sind ernüchternd. Sogar Thomas Gottschalk gibt sich selbstkritisch und fordert Zeit und Geduld, um in Form zu kommen. Das Erste will die Zahlen nicht überbewerten und einen langen Atem beweisen.
Thomas Gottschalk ist nach der ersten Woche mit seiner neuen ARD-Show Gottschalk Live nicht zufrieden. «Ja, es holpert noch», schrieb er in einem Beitrag für die Bild-Zeitung. «Nein, wir haben unsere Form noch nicht gefunden.» Er bat das Publikum um Geduld und die Medien um Nachsicht. Am Donnerstagabend ging die Einschaltquote noch weiter zurück und rutschte unter die Zwei-Millionen-Marke. 1,83 Millionen sahen im Durchschnitt zu, der Marktanteil lag bei 6,7 Prozent.
Die Premiere am Montag hatten 4,34 Millionen gesehen, am Dienstag waren es 2,43 und am Mittwoch 2,20. Gottschalk schrieb, die Zahlen seien nicht so, wie er sie sich wünsche: «Aber nur eines ist mir wirklich wichtig: dass das Publikum mir die Zeit gibt, auf einem neuen Sendeplatz zu einer neuen Form zu finden. Das wird nicht von heute auf morgen klappen, aber ich weiß, dass ich das hinkriegen kann.»
Gottschalk Richtung Kritiker: «Da trennt sich Freund und Feind»
Der Entertainer könne nur vor Publikum seine Form suchen und finden, heißt es in Gottschalks Beitrag weiter. «Das geht nicht anders, auch wenn er sich dabei zwei- bis dreimal blamiert.» An die Adresse der Kritiker schrieb der langjährige Wetten, dass..?-Moderator: «Dass die einen noch hämisch grinsen, während die anderen bereits hektisch verkünden, dass das nichts mehr werden kann, nehme ich zur Kenntnis. Da trennt sich dann auch Freund und Feind.» Ermutigung bekam er von Joachim Fuchsberger. Der Anruf des greisen und weisen Kollegen rühre ihn, schrieb Gottschalk.
Zu den sinkenden Einschaltquoten sagte die Sprecherin der Redaktion von Gottschalk Live, Bibo Loebnau, das durch die Medienberichte gesteigerte Interesse habe der ersten Sendung die große Aufmerksamkeit eingetragen. Nun seien die Stammzuschauer auf diesem Sendeplatz geblieben. «Zahlen sagen nicht viel aus», meinte Loebnau. Die Redaktion arbeite daran, jeden Tag eine Sendung zu machen, die das Publikum interessiere. ARD-Sprecher Lars Jacob erklärte: «Das Format muss sich auch erst mal entwickeln.»
Der Marktanteil des Vorabends im Ersten liegt nach Senderangaben seit Mitte Oktober 2011 montags bis freitags zwischen 19.20 Uhr und 19.50 Uhr bei 7,2 Prozent. Die Zuschauerzahl beträgt dabei im Durchschnitt 1,91 Millionen. Zwischen 18.50 Uhr und 19.45 Uhr sahen seit Mitte Oktober im Schnitt 2,09 Millionen Zuschauer zu, der Marktanteil lag bei 8,2 Prozent. Im ZDF erzielten die 19.25-Uhr-Serien im vergangenen Jahr im Durchschnitt 3,59 Millionen Zuschauer und 14 Prozent Marktanteil.
ARD-Programmdirektor: «Wir haben einen langen Atem»
Gottschalk hatte seinen Sendeplatz als «Fernsehfriedhof» und «Todeszone» bezeichnet. Er will Zuschauer mit einer «Wohlfühlhalbestunde» locken. ARD-Programmdirektor Volker Herres hatte keine Quotenerwartung an Gottschalk geäußert. «Wir haben am Vorabend auf jeden Fall einen langen Atem.»
Die Sendung wird produziert von Grundy light Entertainment im Auftrag der ARD-Werbung unter redaktioneller Federführung des WDR und der WDR mediagroup. Gottschalk Live gibt es vier Mal in der Woche, montags bis donnerstags zwischen 19.20 und 19.50 Uhr. Am Montag, 30. Januar, werden im Studio in Berlin-Mitte Anke Engelke und Duran Duran erwartet.
phs/wam/news.de/dapd
Nun wer's wissen will . Ein Looping sieht folgendermaßen aus . Gottschalk im Sinkflug NEIN !- Er holt nur richtig Schwung. Damit es bald rund geht :)
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