Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist
Wie gut, dass das RTL-Dschungelcamp Brigitte Nielsen hat. Sonst würde bei Ich bin ein Star, holt mich hier raus! nur noch ums Essen gestritten werden. Dieses Mal packt der Hollywoodstar über berühmte Affären aus. Und Campkollege Ailton wird zum Choleriker.
Zu Beginn ein Vorschlag zur Güte: Vielleicht sollte der nächste Dschungelprüfling einfach gar keine Sterne holen. Dann gibt es wenigstens keinen Streit um die Essensrationierung. Die ist auch an Tag elf im australischen Dschungel Stein des Anstoßes für einen handfesten Streit zwischen den Busenfreundinnen Jazzy und Radost Bokel und Dschungel-Tarzan Rocco Stark. Dabei hatte dieser bei seiner Prüfung namens «Wenn die Gondeln Trauer tragen» alle acht Sterne ergattert und damit die bestmögliche Essensmenge erspielt.
Dafür musste der Ochsenknecht-Sohn in einer 20 Meter hohen Gondel in mit Krabbeltieren gefüllten Kisten nach Beute wühlen und außerhalb des Käfigs die restlichen Sterne entknoten, um sich schließlich wie aus dem Nichts in die Tiefe fallen zu lassen. Zuvor hatte ihm Dr. Bob noch bescheinigt, dies sei «eine der gefährlichsten Dschungelprüfungen, die wir haben», denn mit dieser Höhe sei bei Wind und Regen nicht zu spaßen. Und wie auf Knopfdruck setzt zum Anpfiff der achtminütigen Mutprobe ein heftiger Regenguss ein.
Für Rocco scheinbar kein Problem. Schade, denn spannend ist anders. So meistert er die Prüfung fast mühelos und witzelt dabei noch: «Ich hab' einen Ikea-Schrank komplett allein zusammengebaut - mit Schiebetüren. Da werd' ich auch das schaffen.» Nur als er am Ende der Prüfung über dem Tal baumelt, sieht man ihm einen kurzen Moment des Schreckens an. Er will runter, denn «das zwickt meine Eier zusammen, wenn ich das so sagen darf».
Drama-Queen Jazzy muss gehen
Die Freude über die gewonnenen Sterne währt nicht lange. Als sich Rocco erlaubt, die gerechte Verteilung der Portionen anzuzweifeln, fahren Jazzy und Radost aus der Haut. «Mach' doch jetzt nicht einen auf Essenspolizei», giftet Letztere. Er, der beobachtet habe, dass Brigitte Nielsen immer als letzte etwas bekomme und am wenigsten esse, stelle sich als Unschuldigslamm dar. Das sei nicht fair. Freundin Jazzy schießt in dieselbe Richtung: «Die Schauspielschule hat echt geholfen.»
Weil Radost handgreiflich werden könnte, wie sie selbst sagt, verziehen sich die beiden vor das Toilettenhäuschen, um sich weiter über Rocco auszulassen. Der teilt sein Essen derweil geschwisterlich mit Brigitte, die für die aufgeregte Diskussion nur tiefe Seufzer übrig hat. Die entfleuchen später der lästernden Radost noch aus ganz anderen Gründen. Zwischen ihr und Kumpanin Jazzy fällt die Entscheidung, wer gehen muss. Es ist Drama-Queen Jazzy - und Radost muss sich eine neue Verbündete suchen. Das Gespür der Zuschauer für jene Kandidaten mit dem unerträglichsten Nervpotenzial hat jedenfalls einmal mehr ins Schwarze getroffen.
Wilde Nächte für Brigitte und Micaela
Ganz und gar nicht nervig sind Brigitte und ihre Hollywood-Stories, von denen sie bereits einige zum Besten gab. Nachdem wir wissen, wie ihre Ehe mit Sylvester Stallone war und welches Martyrium sie mit einem ihrer Exfreunde durchlebte, packt die Schauspielerin nun über ihre Affären aus. Mit Arnold Schwarzenegger, bekanntermaßen kein Kind von Traurigkeit, drehte sie 1985 den Film Red Sonja und hatte auch eine Liaison mit ihm. Pikanterweise war er da allerdings schon mit Nochfrau Maria Shriver liiert.
«Er war so Spaß. So süß. Es war super, wir hatten so eine gute Zeit zusammen», beschreibt Brigitte diese Zeit. Dschungel-Nackedei Micaela Schäfer will es natürlich genauer wissen, denn über Männer mit Muskeln gebe es da ja so ein Gerücht. Eine Antwort auf die Frage nach der Größe von Arnies Gemächt bleibt der Hollywoodstar ihr aber schuldig - und offenbart stattdessen ein anderes Geheimnis. Ein One-Night-Stand mit dem Prädikat «never to forget». Brigitte war auch schon mit Sean Penn, seines Zeichens zweifacher Oscarpreisträger, im Bett. So, jetzt ist es raus.
Mit keinem geringeren als Ailton hat Micaela indes die Nacht verbracht. Die Schatzsuche entpuppt sich nämlich dieses Mal als Nachtwache. In einer Gruft sollen die beiden Campinginsassen eine Kerze am Brennen halten. Für den brasilianischen Kugelblitz zu viel: «Das ist Scheiße! Alles Scheiße», ruft er wutentbrannt und ist fest entschlossen, die Höhle zu verlassen. Doch dann wäre die Aufgabe verloren.
Was genau sein Problem ist, wird aus Ailtons wirrem Gestammel leider kaum ersichtlich. Nur Bruchstücke wie «Langeweile», «brauche Spaß» und «Körper geht noch, mental geht nix» lassen sich unter wildem Herumgefuchtel heraushören. Vielleicht hatte der Exfußballer auch einfach Angst, in der Nacht über die ausnahmsweise - man reibe sich die Augen - bekleidete Micaela herzufallen. Sie ist es schließlich, die den Großteil der Wache absolviert, während Ailton vor sich hindöst. Und da sage er noch einmal: «Du bist eine Frau. Das ist Problem.»
cvd/news.de