Mi., 22.05.13

«Gottschalk Live» Langeweile mit Thomas

Thomas Gottschalk und Bully Herbig (Foto)
Thomas Gottschalk ging schon bei seiner ersten Sendung in die Knie. Bild: news.de-screenshot (ARD)

Ina BongartzVon news.de-Redakteurin
Da muss noch viel nachgebessert werden: Thomas Gottschalk bot am Abend mit seiner neuen Sendung im Ersten chaotische Laberei unterbrochen von nervigen Werbeblöcken. Am Ende flehte der einstige ZDF-Quotengarant gar um Zuschauer.

Wen soll das denn interessieren? Viermal pro Woche will Thomas Gottschalk nun mit 30-minütigem Palaver bei Gottschalk Live den Vorabend im Ersten retten? Die Premiere am Abend war so etwas wie eine schlechte Generalprobe: Das Konzept der Sendung scheint reichlich improvisiert, dafür dass dieses neue Format das Vorzeigeprojekt im Ersten sein soll. Es gibt sehr viel Platz für Optimierung.

Da ist kein Rhythmus drin, keine Struktur. Gottschalk wirkt schlecht vorbereitet - meinte gar im Interview mit Michael Bully Herbig, dass dessen Film Der Schuh des Manitu von 1982 sei (da war Bully 14). Passend allein ist das neue Studio für Gottschalk: betont extravagant und auf cool getrimmt - so wie seine Anzüge zu Wetten, dass..?-Zeiten.

Gottschalk Live
Laaaaaaaangweilig!

Gottschalk versprach gleich zu Beginn sehr viel: Bei ihm werde es eine halbe Happy Hour geben, völlig Wulff-frei und garantiert ohne Euro-Rettungsschirme. Es wird auch nicht gekocht und der Moderator wird vernünftig gekleidet sein. Es sollen auch keine Gäste eingeladen werden, die nur Werbung für einen neuen Film machen und nach ein paar Minuten zum Flieger müssen.

Gottschalk redet über Gottschalk              

Aber die erste Sendung wurde wie ein sehr kurzes Wetten, dass..? - Gottschalk hievt Gottschalk in den Mittelpunkt. Erst stellt er eine Tratschgeschichte über sich in einer Illustrierten richtig, später mokiert er sich über Paparazzi-Bilder von sich und seiner Sekretärin beim Essen in einem Restaurant. Gottschalk Live wollte ja Softnews präsentieren. In der Tat: seichter und weicher geht es kaum noch.

Dann schwadroniert Gottschalk auch noch über die Gründe für die Trennung von Heidi Klum und Seal. Nicht, ohne zu betonten, dass er ja mit beiden befreundet sei: «Der Seal ist ein ganz netter und ruhiger Mensch, die Heidi hat schon immer eine große Welle vor sich hergetrieben.»  Diese Ehe habe nicht funktionieren können - Gottschalk gibt den Promi-Experten. 

Erster Gast bei Gottschalk Live war Schauspieler und Regisseur Michael Bully Herbig. Leider kam der Arme vor lauter Werbeunterbrechungen gar nicht zum Erzählen. Dreimal in zwölf Minuten. Bei der zweiten Unterbrechung scheint selbst Gottschalk irritiert. Er schafft es kaum, schnell noch den Werbeblock anzumoderieren. Die Zuschauer sind spätestens jetzt enorm genervt.  

Interaktiv ist so ein schönes Wort

Stichwort: interaktives Fernsehen. Damit wollte Gottschalk eine neue Ebene in der Fernsehunterhaltung betreten. Via Facebook und Twitter können die Zuschauer live auf die Sendung reagieren.

Schön gedacht, die Umsetzung ist jedoch mies. Lediglich eine Facebook-Frage ging an Bully Herbig. Dessen Antwort wurde dann gleich wieder durch Werbung samt Wetterbericht jäh unterbrochen. Und so mancher Zuschauer fragte sich: Wozu bezahle ich eigentlich GEZ? 

Gottschalk will nach jeder Show noch je eine halbe Stunde für Live-Chats im Internet zur Verfügung stehen. Die Zuschauer dürfen ihm und seinem jungen Social-Media-Team dann Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Dass Gottschalk die Dimensionen des World Wide Webs noch nicht völlig erfasst hat, zeigte sich daran, dass sich der Entertainer über «unglaubliche 1600 Klicks» wegen einer Krawattenverlosung freute.

In seiner Sendung heute Abend wird Armin Rohde über seinen neuen Film sprechen. Wie war das mit Versprechen? Keine Gäste, die Werbung für ihre Filme machen? Außerdem soll es um den Halbbruder von Eisbär Knut gehen. «Schalten Sie ein! Wenn nicht wegen mir, dann wenigstens wegen dieses niedlichen Tierchens. Ich brauche jeden Zuschauer.»

Gottschalk ist tatsächlich bei dieser Bitte auf die Knie gegangen. Bevor das die Fremdschämgrenze der Menschen vor den Fernsehgeräten überschreiten kann, ist es auch schon vorbei. Und tschüss. Wenigstens das: Überziehen kann Gottschalk jetzt nicht mehr.

Bestes Zitat: «Ich dachte mir: Wir nehmen mal keine Ausländer. Wir nehmen Bully Herbig.» (Thomas Gottschalk begründet seine Gastauswahl.)

cvd/news.de

Leserkommentare (14) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Liebl
  • Kommentar 14
  • 17.04.2012 19:31
 

Ist Thomas Gottschalk so teuer, weil während der Sendung soviel Werbung ist.

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  • LUTZ -PETER SCHMITZ
  • Kommentar 13
  • 28.02.2012 15:18
 

Diese sogenannte Gottschalk live Sendung ist eine Katastrophe, in England würde man jetzt Wetten abschließen, wann die Sendung nur noch 2 Zuschauer hat, ihn den Thomas und seine Frau. WETTEN DASS.............

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  • Pumpernickl
  • Kommentar 12
  • 16.02.2012 18:24
 

Es wird höchste Zeit, dass die deutsche Medienlandschaft mal Flurbereinigung betreibt, denn es gilt mehr Personen den Laufpass zu geben. Diese Typen haben lang genug "Massen-Verblödung" betrieben! Gotschalk hat lange Zeit sein Bestes getan u für Jeden ist mal der Glanz unwiederruflich verblasst! Aber nicht vergessen; wenn Gotschalk verabschiedet wird, dann unedingt einen STEFAN RAAB sofort mit in die Wüste!

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  • tom
  • Kommentar 11
  • 25.01.2012 13:50
 

Von dieser selbstverliebten Laberbacke, die auf mich abstossend wirkt, nichts anderes erwartet. Müssen wir den Lebensstil von diesem Verpeilten mit unseren Gebühren finanzieren? Diese arrogante Gestalt wird immer widerlicher! Wen interessieren seine "Freundschaften" zu irgendwelchen - Klumgeschichten - usw., wie billig ist das alles,oder wie das pubertierende Verhalten eines Minderjährigen. Kein Mensch braucht solche banale Peinlichkeit !!!

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  • Ursula Heidelbeer
  • Kommentar 10
  • 25.01.2012 11:59
 

Für solchen Bödsinn soll man noch Geld bezahlen. Diese Sendung ist unmöglich.Warum gibt sich Gottschalk für so etwas her, hat er das nötig? Warum hat man die Rätselsendung mit Jorg Pilawa abgesetzt. Da habe ich mich jeden Tag darauf gefreut. Den Sendern geht es wie der Politik, die Menschen verdummen.Wo sind wir bloss gelandet, wann werden die Menschen mal wach.

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  • Gudrun
  • Kommentar 9
  • 24.01.2012 21:18
 

Nein die Sendung ist eine Zumutung. Die Werbung stört. Gudrun

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  • Micha
  • Kommentar 8
  • 24.01.2012 18:29
 

Es ist eine Frechheit was hier dem Gebührenzahler und Zuschauer eines öffentlich, rechtlichen Senders geboten wird. Mehr Werbeunterbrechungen als im Privatfernsehen, eine langweilige, unstrukturierte Show. Show????? Weniger geht einfach nicht und dafür zahlt man dem "Showmaster der der Langeweile" noch ein unfassbares Honorar. Am Besten wäre, die Sendung sofort wieder abzusetzen. Ansonsten sollte der Gebührenzahler einmal über einen Gebührenboykott nachdenken. Werbung muss zwar sein, aber nicht während einer laufenden Sendung, sondern nur am Anfang und Ende.

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  • Wolfgang Helth
  • Kommentar 7
  • 24.01.2012 17:52
 

Ich habe mir mehr erwartet,fand es langweilig und habe in der zweiten Werbepause wieder in "Kulturzeit" von 3 Sat geschaltet . Kam mir vor wie im Privatfernsehen durch die Werbepausen,aber irgendwie muß ja das Geld für Herrn Gottschalk wieder reinkommen !

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  • Detlef Dechant
  • Kommentar 6
  • 24.01.2012 16:18
 

Was hat sich denn durch den Wechsel vom ZDF zur ARD geändert? Wetten werden durch Werbung ersetzt, nur noch ein Gast, keine Überziehung möglich. Was ist gleich geblieben? Gottschalks oberflächliches Blabla! Und alles aus Zwangsgebühren bezahlt!!!!!!Es wird Zeit, dass der Zuschauer dies gebührentechnisch abschalten darf!

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  • Martin7er
  • Kommentar 5
  • 24.01.2012 14:35
 

Absolute Enttäuschung! Es ist nicht zu fassen, wie unprofessionell hier zu Werke gegangen wird! Man möchte meinen, hier sind blutige Anfänger in einem regionalen Sender am werkeln! Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, Thomas Gottschalk habe sich nicht vorbereitet! Nach dem Motto: Diese halbe Stunde reiß' ich auch so runter! Das bisschen Talk wird dann auch noch permanent von Werbespots unterbrochen! Schlimmer wie bei den Privaten, die sich nicht über Gebühren finanzieren!!! Eine Zumutung!

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  • Christine
  • Kommentar 4
  • 24.01.2012 13:32
 

Gottschalk hatte doch wenn wir ehrlich sind gar keine Chance eine gute Sendung zu machen. Immer wenn er einen Satz gesagt hat, kam Werbung. Was das ARD da gestern geliefert hat ist eine Frechheit. Da kann ich doch gleich die privaten Sender einschalten, dann hab ich auch nicht mehr Werbung. Unsere Öffentlich rechtlichen Sender werden langsam eine Zumutung. Christine

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  • inchier
  • Kommentar 3
  • 24.01.2012 13:19
 

Musste mich immer wieder vergewissern, nicht doch einen privaten Sender eingeschaltet zu haben. Die dauernde Werbung macht alles kaputt - das nervt gewaltig. Die Sendung selbst, na ja, reißt einen nicht vom Hocker, aber vielleicht kommt sie ja noch in Schwung, aller Anfang ist schwer. Mich wird's nicht veranlassen, den Fernseher zu einer Zeit, zu der ich eh nicht gucke, einzuschalten.

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  • Margot Müller
  • Kommentar 2
  • 24.01.2012 13:11
 

Satz mit x, das war wohl nix ... wenn es so langweilig weiter geht, werde ich das perfekte Dinner schauen! Drei Mal hab ich mich gefragt, ist die Sendung jetzt aus oder nicht, aufgrund der ständigen Werbeeinblendungen! Lieber Thomas, worauf hast Du Dich da bloss eingelassen?

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  • helli
  • Kommentar 1
  • 24.01.2012 12:36
 

Gähnende Langeweile !! Ich vermute stark das Gottschalk mit der Sendung von ARD übers Ohr gehauen wurde!!!! Mit dieser Sendung wollten sie Thomas bestimmt nur in den Vorruhestand schicken ! Was aber auch noch eine Frechheit ist,das ein Öffentlich Rechtlicher Sender der ganz schön Zuschuss durch unsere Steuergelder absahnt seine eh schwache Sendung noch mit Werbemüll so stark kürzen darf !!!!!!!!!!!!!!!

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