Das RTL-Dschungelcamp ist am Wochenende gut angelaufen, auch wenn der Auftakt weniger Fernsehzuschauer vor den Bildschirm lockte als vor einem Jahr.
Berlin (dpa) - Das RTL-Dschungelcamp ist am Wochenende gut angelaufen, auch wenn der Auftakt weniger Fernsehzuschauer vor den Bildschirm lockte als vor einem Jahr.
In der Erfolgsreihe «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» scheint auch 2012 alles wie gehabt - mit Ekelprüfungen, elend aussehenden Promis und ersten Skandälchen nach kurzer Zeit. Der neue «Dschungelkönig» wird im Finale am 28. Januar gekürt. Vergangenes Jahr hatte Moderator Peer Kusmagk gewonnen.
In die ersten Dschungelprüfungen 2012 mussten das Nacktmodell Micaela Schäfer (28) sowie die Sängerin Kim Debkowski (19). Zur Sympathieträgerin wurde schnell die mit zahlreichen Schönheitsoperationen rundum erneuerte Blondine Brigitte Nielsen (48) mit ihrem «dänisen Deuts». Als «Unsympathen» erwiesen sich rasch der «The Next Uri Geller»-Magier Vincent Raven (45) und der Ex-DSDS-Kandidat Daniel Lopes (35), der zwischen himmelhochjauzend und zu Tode betrübt zu schwanken scheint.
Den fast dreistündigen Auftakt der RTL-Show sahen am Freitagabend ab 21.15 Uhr im Schnitt 6,88 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 24,7 Prozent entsprach. Im vergangenen Jahr sahen die erste Sendung der Urwald-Lästershow gut 7,3 Millionen Menschen (etwa 28 Prozent). Die zweite, nur noch einstündige Folge am Samstagabend (22.15 Uhr) verfolgten im Schnitt 6,22 Millionen Menschen (23,2 Prozent). Bei der Vergleichssendung des Vorjahres waren gut 5,8 Millionen Menschen dabei. Die Staffel im Januar 2011 sahen im Durchschnitt aller Ausgaben 7,62 Millionen Zuschauer.
In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam RTL diesmal am Freitagabend auf einen sensationell hohen Marktanteil von 36,1 Prozent und am Samstag auf 34,1 Prozent. Der durchschnittliche Marktanteil bei Leuten zwischen 14 und 49 liegt für RTL in diesem Jahr bislang bei 17,5 Prozent.
Die TV-Zuschauer, die per Telefon jeweils einen Urwald-Prüfling der Folge bestimmen, mögen es offenkundig, junge Frauen mit Hang zum Luxus leiden und sich ekeln zu sehen. Die erste Dschungelprüfung am Freitag musste Nacktmodell Micaela Schäfer absolvieren und unter anderem Emu-Blut trinken und einer Raupe den Kopf abbeißen. Schäfer ist bekannt aus Heidi Klums TV-Show «Germany's Next Topmodel». An ihrer Seite gackerte sich der Schauspieler und Uwe-Ochsenknecht-Sohn Rocco Stark (25) durch die Prüfung.
In der zweiten Dschungelprüfung am Samstag musste sich die frühere «Deutschland sucht den Superstar»-Kandidatin Kim Debkowski beweisen. Die 19-Jährige mit großer Liebe zur Schminke (Kim Gloss) kam in einen «Fahrstuhl zur Hölle», einen engen Käfig, der voll Wasser lief. Dort machte die Sängerin Bekanntschaft mit allerhand australischem Getier wie Kröten, Schlangen, Mini-Krokodilen und Flusskrebsen.
Die Dschungelcamp-Promis sind diesmal neben Debkowski, Schäfer und Stark sowie Nielsen, Lopes und Raven noch der bodenständige Castingshow-Teilnehmer Martin Kesici, die leicht ängstliche Schauspielerin Radost Bokel («Momo»), die überfordert wirkende TV-Moderatorin Ramona Leiß, die lockere Ex-Tic-Tac-Toe-Sängerin Marlene «Jazzy» Tackenberg und der nuschelnde und verkuschelte Ex-Fußballer Ailton. Jeder von ihnen bekommt laut unbestätigten Medienberichten mehrere zehntausend Euro für seine Teilnahme - der eine mehr, der andere weniger.
Was bereits für Furore sorgte? Micaela Schäfer kuschelte mit Ailton, Kim Debkowski mit Rocco Stark. Brigitte Nielsen erzählte freimütig von ihrem Ex-Mann, Hollywood-Star Sylvester Stallone, den sie einst in New York kennenlernte. «Ich weiß noch, er war sooo hübsch.» Er habe nur gesagt «Du bist so groooß.» Trotz Scheidung sagt Nielsen, die Ehe mit Stallone sei «eine wunderbare Erfahrung» gewesen.
Millionen Menschen gucken die umstrittene Show nur wegen der süffisanten Kommentare der Moderatoren Sonja Zietlow (43) und Dirk Bach (50). Die beiden legten fies vor: «Die Show ist der Star. Theoretisch könnten wir jeden nehmen», sagte Zietlow. Bach ergänzte herablassend: «Und genau nach diesem Prinzip haben wir die da unten auch ausgesucht.»
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