Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Bei RTL bricht das Dschungelfieber aus: Zum sechsten Mal schickt der Sender elf Prominente in den australischen Busch und lässt sie in Ekelprüfungen um Geld und Anerkennung kämpfen. News.de erklärt die Spielregeln.
Der Ort des Schreckens:
Elf mehr oder weniger prominente Kandidaten leben zwei Wochen lang in einem Dschungelcamp nahe der Golden Coast im Osten Australiens unter ständiger Beobachtung - so wie es der Zuschauer von der TV-Show Big Brother kennt. Tagsüber herrschen derzeit Temperaturen von 40 Grad, nachts sollen sie laut RTL nie unter 20 Grad liegen. Nach Angaben des Senders handelt es sich um den «gefährlichsten Ort der Welt», giftige Pflanzen und Tiere seien dort zu Hause. Die Teilnehmer werden rund um die Uhr gefilmt, wozu sie ständig ein Mikrofon am Körper tragen. Die Höhepunkte ihres Treibens zeigt RTL täglich in einem einstündigen Zusammenschnitt.
Die Kandidaten:
Es ist ein bunt gemischtes Team, das vor den Augen von Millionen TV-Zuschauern versuchen wird, dem fest eingeplanten Lagerkoller zu entgehen und die gefürchteten Dschungelprüfungen zu überstehen. Vor allem ehemalige Teilnehmer von TV-Castingformaten trauen sich in den Busch: Martin Kesici (Star Search), Vincent Raven (The Next Uri Geller), Daniel Lopes (Deutschland sucht den Superstar, Das Supertalent), Kim Debkowski (Deutschland sucht den Superstar) und Erotikmodell Micaela Schäfer (Germany's Next Topmodel). Außerdem mischen die Schauspieler Brigitte Nielsen, Radost Bokel und Rocco Stark, die Exsängerin der Band Tic Tac Toe, Marlene Tackenberg, Moderatorin Ramona Leiß und Exprofitorhüter Ailton mit.
Moderatoren und medizinische Betreuung:
Sonja Zietlow und Dirk Bach sind wieder für die bissigen Kommentare zuständig. Wie man hört, haben sie ihre Lästerzungen für die sechste Staffel gründlich geschärft, nicht ein Kandidat soll geschont werden. Für das gesundheitliche Wohl der Teilnehmer sorgt Bob McCarron alias Dr. Bob und macht den Kandidaten, je nach Laune, ein bisschen Angst oder Mut vor krabbelnden, schlängelnden, beißenden und hackenden Tierchen. Der 61-jährige Australier ist von Beruf Spezialeffekt-Künstler, Maskenbildner und Rettungssanitäter und hat bereits erste Schreckensmeldungen verbreitet: Er befürchtet, dass sich aufgrund der schwülen Luft Bakterien unter den Silikonbrüsten von Brigitte Nielsen und Micaela Schäfer bilden könnten.
Ausstattung und Verpflegung:
Die Kandidaten erhalten nur das Notwendigste zum Überleben: eine Feuer- und Wasserstelle mit Geschirr, Feldbetten beziehungsweise Schlafsäcke und ein Plumpsklo, das der einzige unbeobachtete Ort ist. Zum Essen gibt es Reis und Bohnen - das ist nicht viel, aber die Teilnehmer haben die Chance, in Dschungelprüfungen weitere Leckereien zu erkämpfen.
Die Dschungelprüfungen:
Sie stehen täglich an und sind gefürchtet. Wer möchte schon gerne Tierhoden verspeisen oder in ein Bad von Maden, Käfern und Spinnen getaucht werden? Wer das nicht aushält, kann sich retten mit dem Ruf: «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» Ansonsten gilt es, während der Prüfung rote oder gelbe Sterne zu sammeln, die die Essensrationen im Camp erhöhen. In der ersten Hälfte der Show wird der Prüfling per Telefon oder SMS von den Zuschauern gewählt, in der zweiten Hälfte bestimmen ihn die Campbewohner durch eine geheime Abstimmung selbst.
Schatzsuche:
Täglich werden zwei Stars mit Kompass und Karte bewaffnet auf die Suche nach einer Schatztruhe geschickt. Finden sie die Truhe, müssen sie eine knifflige Frage beantworten. Bei richtiger Antwort gibt es eine hilfreiche Belohnung (Süßigkeiten oder Bier), bei falscher Antwort erhält das Team einen nutzlosen Preis (zum Beispiel eine Taucherbrille).
Ein bisschen Luxus ist erlaubt:
Die Kandidaten dürfen nur zwei «Luxusgegenstände» mit ins Camp nehmen. Brigitte Nielsen entschied sich zum Beispiel für ein Kopfkissen mit einem Foto ihres Ehemanns und ihrer zwei Hunde Joker und Tootsie sowie eine Decke zum Reinschlüpfen. Radost Bokel wählte laut RTL eine Pinzette und Make-up, Micaela Schäfer nahm Nippel-Pasties (Brustkäppchen) und ein elastisches Sportband mit. Und Daniel Lopes entschied sich für Haarwachs und einen Massageball.
Gagen und Verträge:
Alle Teilnehmer mussten einen Vertrag unterschreiben, in dem Spielregeln, Strafen und die Zahlungsweise der Gage festgehalten sind. Eigentlich sollte das Honorar der Kandidaten geheim bleiben, aber Bild am Sonntag (Bams) hat es aufgedeckt. Demnach erhält Brigitte Nielsen mit 150.000 Euro die größte Summe, gefolgt von Ramona Leiß (60.000 Euro) und Ailton (55.000 Euro). Die Gage richtet sich nach dem Bekanntsheitsgrad der Teilnehmer, die kleinste Summe erhält nach Schätzung der Bams Magier Vincent Raven mit 30.000 Euro. Allerdings drohen den Teilnehmern saftige Geldstrafen, wenn sie sich nicht an die Regeln halten - also beispielsweise in den Dschungel pinkeln oder mehr als fünf Zigaretten am Tag rauchen.
Was sonst noch verboten ist:
Jeglicher Kontakt zur Außenwelt ist den Teilnehmern untersagt: Uhren, Handys, Bücher und Zeitungen wurden ihnen bereits abgenommen. Im Camp sind sie vollkommen auf sich allein gestellt, das heißt: Sie müssen das Lagerfeuer selbst entzünden, Essen kochen und Wäsche waschen. Nicht verboten sind Zickereien und sonstige Auseinandersetzungen, schließlich bescheren sie dem Sender hohe Quoten und Schlagzeilen.
Die Dschungelkrone:
Ziel der Show ist es, als Teilnehmer die Gunst der Zuschauer zu gewinnen und so lange wie möglich im Camp zu bleiben, wodurch der Sieger zum Dschungelkönig wird und eine hübsche Summe Geld gewinnt. Der Titel der Sendung bezieht sich auf den Hilferuf, mit dem die Teilnehmer Dschungelprüfungen abbrechen oder auch direkt aus der Sendung aussteigen können.
Die Rolle der Zuschauer:
Die Zuschauer entscheiden per Telefonvoting nicht nur, wer in der ersten Woche jeweils die Dschungelprüfung absolvieren muss. Sie stimmen auch täglich darüber ab, wer das Camp verlassen soll - und krönen am Ende den Sieger. Spannend ist auch die Frage, wie viele Menschen sich vor die Bildschirme locken lassen. Die fünfte Staffel im vergangenen Jahr verfolgten nach RTL-Angaben im Durchschnitt 7,62 Millionen Zuschauer (Marktanteil 30 Prozent).
Die Sendetermine:
Am Freitag, 13. Januar, um 21.15 Uhr startet die neue Staffel bei RTL. Daraufhin läuft Ich bin ein Star - holt mich hier raus täglich ab 22.15 Uhr, am Sonntag um 22.10 Uhr. Am Samstag, 28. Januar, steht das große Finale ab 22.15 Uhr an. Und am Sonntag, 29. Januar, zeigt RTL ab 20.15 Uhr die Sondersendung Das große Wiedersehen (der Kandidaten).
zij/cvd/news.de
Exprfitorhüter Ailton - ich kann es nicht glauben. weisserrum
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