Nicolas Steno Fossilien-Doodle für dänischen Geologen

Nicolas Steno würde heute 374 Jahre alt. Google ehrt  den «Vater der Geologie», Medici-Leibarzt, Forscher, Theologen, Asketen und Priester darum heute mit einem gestalteten Logo - einem Google Doodle.

Google Doodle für Nicolas Steno (Foto)
Der Universalgelehrte Nicolas Steno alias Niels Stesen würde heute 374. Google ehrt den Seligen mit einem Doodle. Bild: screenshot

Das erste Google Doodle im Jahr 2012 widmet der Suchmaschinengigant Nicolas Steno alias Niels Stensen. Und weil Wilhelm von Humboldt ihn als «Vater der Geologie» bezeichnete, zeigt sich der Google Schriftzug heute in 3-D und versinnbildlicht die verschiedenen Schichten der Erde. Klickt man das Doodle erhält man alle Ergebnisse zur Suchanfrage Nicolas Steno.

Der dänische Forscher und Theologe erblickte am 11. Januar 1638 - also heute vor 374 Jahren - in Kopenhagen das Licht der Welt. Dort besuchte er nach der Schule die Universität und studierte Medizin. Auf seine Studien- und Vortragsreisen von Leiden bis hinunter nach Pisa und Montpellier begegnete er unter anderem dem Philosophen Baruch Spinoza und führenden Medizinern seiner Zeit. Durch seine Vorlesungen und anatomischen Demonstrationen wurden Gelehrte in ganz Europa auf ihn aufmerksam. Er beschrieb unter anderem das Ausführungsgangsystem der Ohrspeicheldrüse, den Ductus parotideus. Dieser wird noch heute als «Ductus stenonianus» (Stensen-Gang oder Stenon-Gang) bezeichnet.

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Vom Medici-Leibarzt zum Vater der Geologie

1666 ging Steno nach Florenz. Dort wurde er Leibarzt von Ferdinand II. von Medici, der ihn auch bei seinen Forschungen großzügig unterstützte. So konnte Steno sein Interesse auf geologische und paläontologische Themen ausweiten. Ab 1668 unternahm Steno eine dreijährige geologische Forschungsreise durch Südeuropa und kehrte schließlich nach Florenz zurück. Auf Steno geht die Einsicht über die biologische Herkunft der Fossilien als Überreste von Lebewesen zurück, die bis dahin als natürliche Gesteinsauswüchse betrachtet worden waren.

Vom Bischof zum Seligen 

Wegen der Zersplitterung der reformierten Kirchen in den Niederlanden und Italien beschäftigte sich der Universalgelehrte zunehmend auch mit theologischen Fragen. Er konvertierte schließlich zum katholischen Glauben. In Florenz verfasste Steno seine ersten theologischen Schriften. Ostern 1675 feierte er als Niels Stensen in Florenz seine erste heilige Messe und wurde nun auch der Seelsorger und Beichtvater der Medici. Bereits zwei Jahre später empfing Stensen in Rom die Bischofsweihe und wurde als Apostolischer Vikar nach Norddeutschland und Skandinavien geschickt.

Durch religiöse Machtkämpfe landete er in verschiedenen Gemeinden von Münster über Hamburg schließlich in Schwerin, wo er sich als einfacher Priester um die kleine Gemeinde kümmerte. Nach einer kurzen, mit schweren Koliken verbundenen Krankheit starb Niels Stensen 48-jährig in Schwerin. Beigesetzt wurde er in der Grabkapelle der Basilika San Lorenzo in Florenz. Dreihundert Jahre später, am 23. Oktober 1988, wurde Nicolaus Steno durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Sein kirchlicher Gedenktag ist alljährlich der 25. November. Google feiert den großen Gelehrten heute - an seinem 374. Geburtstag.

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kls/bok/news.de

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