Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist
Aus zwölf mach' fünf: Nach einem Dutzend Castingshows entscheiden beim ersten Halbfinale von Das Supertalent erstmals die Zuschauer. Sie wählten zwei Gesangstalente, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Eines kann man dem Supertalent nicht vorwerfen: Eintönigkeit. Unter den 24 Halbfinalkandidaten, die in zwei Liveshows um den Einzug ins Finale buhlen, ist alles, was das Herz begehrt. Große und kleine Musiker, Akrobaten, Tänzer und Freaks, die mal komisch, mal gruselig sind. Zwölf von ihnen stellten sich im ersten Halbfinale nicht nur dem Urteil der Jury, sondern auch und vor allem der Zuschauer. Denn deren Anrufe entscheiden künftig in bekannter Manier darüber, wer weiterkommt und wer nicht.
Für das Halbfinale ist RTL in ein neues, größeres Studio mit DSDS-Ausmaßen umgezogen und hat seine Moderatoren Marco Schreyl und Daniel Hartwich in schnieke Sakkos gesteckt, von denen das auffälligste allerdings Juror Dieter Bohlen in bonbonpink zur Schau stellte. Naja, über Geschmack lässt sich sprichwörtlich nicht streiten. Und so muss man jedem der zwölf Acts an diesem Showabend ein gewisses Talent zugestehen.
Constantin Bellum etwa, der das erste Supertalent-Halbfinale eröffnet, steht die rote Badehose, die er zu seiner Trampolinnummer trägt, nicht minder gut wie David Hasselhoff. Zwei hübsche Badenixen in Gestalt von Micaela Schäfer und Modelkollegin, die sich in den Castings erfolglos als Sängerinnen versucht hatten, hat er außerdem im Gepäck. Viel gebracht hat es dem Akrobaten dennoch nicht. Ohne ein Prophet sein zu müssen, konnte man absehen, dass er es nicht unter die Fünf schaffen würde, die weiterkommen.
Auch Körperkomiker Kai Eikermann und die Glamrock-Tanzcombo True Fame dienten wohl eher der Abwechslung, denn tatsächliche Chancen auf einen Finaleinzug hatten sie ebenso wenig wie Garry Turner, der Mann mit der Gummihaut, und Daniel Wurtzel, der noch einmal seine Tücher tanzen ließ. Bei der hohen Auslese und der Konkurrenz - vor allem aus dem Gesangslager - ist das auch nicht weiter verwunderlich. Wer die Italienerin Desire Capaldo hat singen hören, dem war klar, dass es schon mit dem Teufel zugehen müsste, würde sie es nicht ins Finale schaffen - ob man Opern nun mag oder nicht.
Gesangstalente liegen vorn
Die Frau, die schon mit Andrea Bocelli zusammenarbeitete, hat eigentlich alles, was ein Superstar braucht: Sie singt mit einer Hammerstimme, sieht gut aus und wirkt auch noch sympathisch. Für Desire gibt es zum einzigen Mal in diesem Halbfinale von allen drei Juroren deshalb auch Standing Ovations. «Traumhaft. Wie ein Engel», bescheinigt ihr Motsi. «Man kann kaum glauben, dass das live war», lautet Dieters Fazit. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht irgendwann heißt, Desiree sei zu perfekt, wie man es aus anderen Castingshows zur Genüge kennt.
Die Gefahr dürfte bei Sven Müller nicht bestehen. Der pummelige Sänger schaut sich selbst nicht gern im Spiegel an, doch wenn er auf der Bühne steht, interessiert das nicht. Mit seiner Interpretation von Halleluja zieht er erfolgreich die Gefühlskarte, die nicht nur beim Publikum, sondern auch bei der Jury ankommt. «Du bist 'ne Flasche, und zwar 'ne Wärmflasche für unsere Herzen und Ohren», lobt Dieter den Auftritt. Der hatte ja schon immer ein Faible für Außenseiter mit Stimme.
Ebenfalls von den Zuschauern weitergewählt wurden Wunderkind Ricky Kam am Klavier und Sänger Julian Pecher, dem man wegen seines Dauergrinsens einen gewissen Nervfaktor allerdings nicht absprechen kann. Damit hat sich das Publikum ausschließlich für musikalische Talente entschieden. Und das, wo es in Deutschland so viele reine Musikcastingshows gibt. Schade eigentlich, dass es daher nur Dergin Tokmak, der wegen einer Kinderlähmung auf Krücken tanzt, durch einen Juryjoker als bisher einziger Akrobat ins Finale geschafft hat.
Für das Schattentheater Die Mobiles und den 13-jährigen Sänger Cihan Karaca hat es nicht gereicht. Ob sie darüber wirklich traurig sein müssen? DSDS-Sieger Pietro Lombardi und Freundin Sarah Engels, die vor der wie immer unnötig in die Länge gezogenen Entscheidung noch ihren Weihnachtssong zum Besten gaben, taugen nur bedingt als leuchtendes Vorbild. Spielen sie doch derzeit vor halbleeren Hallen. Die Halbwertszeit von Castingshowgewinnern ist eben oft kurz. Aber 100.000 Euro Siegerprämie wie beim Supertalent sind ja auch was wert.
Bestes Zitat: «Talent ist ein dehnbarer Begriff.» (Dieter Bohlen gegenüber Gummimann Garry Turner)
Das zweite Halbfinale von Das Supertalent zeigt RTL am kommenden Samstag, 10. Dezember 2011, um 20.15 Uhr.
cvd/news.de
wirklich gefreut für Julian kleinen Rikki Kikiriki ist bewiesen noch dass Supertalent und Voice of Germany zwei verschiedene Welten sind platz 1 für Supertalent immer noch hatt mich überzeugt der Sven und ohne weiteres für Dancer Allien Tittel passte auf seinem Auftritt noch ja verbittert war ich wegen Cihan nun was diesen Samstag nichtwar kann vielleicht nächstes jahr werden.Nur nicht Aufgeben niemals Für Gabaldo schöne Stimme aber ich bin keine Klassifan. Danke
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