Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist
Das farbenfrohe Animationsspektakel geht in eine neue Runde. Nach dem Oscarerfolg des ersten Teils glänzt auch Happy Feet 2 mit grandiosen 3D-Bildern und aberwitzigen Charakteren, zu denen diesmal nicht nur Pinguine gehören. News.de verlost drei Fanpakete.
Es war der Überraschungserfolg 2006: Mit der Geschichte des steppenden Kaiserpinguins Mumble in Happy Feet landete Regisseur George Miller nicht nur einen Kinohit, sondern strich ein Jahr später sogar einen Oscar für den besten animierten Spielfilm ein. Da musste es natürlich ein Sequel geben - und das ist noch süßer, dreidimensionaler und witziger als der erste Teil und bringt nicht nur die Pinguine, sondern auch zwei weniger ansehnliche, aber umso putzigere tierische Zeitgenossen ganz groß raus.
Mumble, der Star des ersten Films, spielt in Happy Feet 2 zunächst nur eine Nebenrolle. Er macht Platz für seinen kleinen Sohn Erik, der mit den Stepptanznummern in der Kolonie noch nicht ganz so viel anfangen kann. Sein erster Versuch zu tanzen geht mächtig schief. Gemeinsam mit seinen Freunden Bo und Atticus macht er sich aus dem Staub und folgt dem feurigen Adeliepinguin Ramon auf dem Weg zu dessen Artgenossen.
Dort staunt Erik nicht schlecht, als er auf Sven trifft, einen Pinguin, der fliegen kann. Da ist Papa Mumble schnell abgeschrieben. Als dieser mit den Babypinguinen den Heimweg antritt, sind jedoch Mut und Köpfchen gefragt. Denn ein Erdbeben hat die Eiswelt auf den Kopf gestellt und die Kaiserpinguin-Kolonie von der Außenwelt abgeschnitten. Wenn sie nicht bald einen Weg hinaus finden, müssen sie sterben. Kann der fliegende Sven helfen?
Schräge Charaktere zum Schmunzeln
Wie im Vorgängerfilm kommen auch in Happy Feet 2 die titelgebenden Tanznummern nicht zu kurz. Zu neu vertonten Songs wie Under Pressure und We Are The Champions von Queen oder Sexy Back von Justin Timberlake wippt da selbst beim Zuschauer schon mal der Fuß mit. Gesungen wird aus Glück, aus Verzweilfung und aus Langeweile. Dabei ist jeder mal dran, selbst Klein-Erik gibt mit Piepsstimme ein eigenes Lied zum Besten. Die Prise Kitsch, die solche Einlagen und so manche Wendung der Story verbreiten, kann man dem Film allerdings nicht übel nehmen.
Das Animationswunder in 3D hat noch viel mehr zu bieten, nämlich Action, Dramatik und Witz. Wurde die Existenz der Pinguine im ersten Teil noch durch überfischte Meere gefährdet, droht nun der Klimawandel, ihr Zuhause zu zerstören. Da müssen alle mit anpacken, egal ob Kaiser- oder Adeliepinguine, Seeelefanten oder Mini-Krebse. Von letzteren hat Happy Feet 2 zwei ganz besondere Exemplare zu bieten.
Der Krill Will hat es satt, am Ende der Nahrungskette zu stehen, und will sich von seinem Schwarm endlich als ernstzunehmendes Individuum emanzipieren. Kollege Bill versucht ihn vergebens davon abzuhalten. Die zwei Chaoten, deren Reise wie jene von Scrat in Ice Age parallel zur Haupthandlung verläuft und sich mit dieser immer wieder kreuzt, sorgen gemeinsam mit Möchtegern-Casanova Ramon (grandios synchronisiert von Rick Kavanian) für die größten Lacher und entpuppen sich als heimliche Stars des Films.
Gelungene Animationen mit Botschaft
In den filigran nachempfundenen Körpern der Mini-Krebse und den Gesichtern der Pinguine zeigt sich die Qualität der Animation ebenso wie in der Masse der Tiere. Egal ob Will und Bill mit ihren Glubschaugen direkt in die Kamera blicken oder im Schwarm mit 600.000 anderen Krebsen schwimmen - sie wirken so echt, dass man als Zuschauer meinen könnte, selbst in der nicht minder beeindruckend animierten Unterwasserwelt zu schweben.
Gleiches gilt für die Eiswelt der Pinguine, die fotorealistisch umgesetzt wurde und in der sich, dem Grundtenor des Films entsprechend, mehr und mehr bedrohliche Grünflächen auftun. Ihre Bewohner möchte man - je kleiner und flauschiger sie sind - einfach nur knuddeln. Folglich bangt man um sie umso mehr, wenn sie von Seelöwen gejagt und von Raubvögeln umringt werden. Da hat sich der 3D-Effekt tatsächlich einmal ausgezahlt.
All das lässt über die insgesamt sehr simple, vor allem kindgerechte Geschichte hinwegsehen. Dafür werden Erwachsene mit zum Teil recht tiefsinnigen und urkomischen Dialogen zwischen den Krills entschädigt, die wiederum nicht jedes Kind verstehen dürfte. Dennoch kommen große und kleine Kinogänger bei Happy Feet 2 gleichermaßen auf ihre Kosten. Und die Botschaft ist gerade zu Weihnachten auch nicht die schlechteste: Mit ein wenig Gemeinschaftssinn können selbst Außenseiter wie Erik, Ramon oder Will zu Helden werden.
V E R L O S U N G: Tickets und Plüschtiere
Zum Kinostart von Happy Feet 2 verlost news.de drei Fanpakete mit je einem Plüschpinguin und zwei Kinotickets. Wer gewinnen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit dem Stichwort «Happy Feet» bis Dienstag, 6. Dezember 2011, 12 Uhr, an redaktion@news.de. Bitte die Postadresse nicht vergessen. Die Gewinne werden unter den Einsendern verlost. Die Gewinner werden umgehend per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bestes Zitat: «Babypinguine. Sie sind süß, aber gnadenlos.» (Ramon)
Titel: Happy Feet 2
Regie: George Miller
Deutsche Stimmen: Rick Kavanian, Ben Becker
Filmlänge: 99 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Verleih: Warner
Kinostart: 1. Dezember 2011