«Tim & Struppi» Wii-sionalisierte Schatzjagd

«Tim & Struppi: Das Geheimnis der Einhorn» (Foto)
Geheimnisse haben Tim schon immer in Schwierigkeiten gebracht. Beim Rätsel um das Geheimnis der Einhorn geht es nicht ruhiger zu. Bild: Ubisoft

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Vom Kino auf die Konsole: Lang ist der Name von Tim und Struppis jüngstem Abenteuer. Dafür ist das auf der Wii umso kürzer. News.de hat sich hüpfend und prügelnd durch das Spiel gekämpft.

Bis auf Platz drei der Kinocharts hat es Steven Spielbergs Verfilmung von Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn gebracht. Immerhin und trotz des langen Namens. Doch nicht nur auf der Leinwand sind der ursprünglich aus einem Comic stammende Reporter und sein Terrier unterwegs. Die Schatzsuche hat auch diverse Spieleplattformen erobert.

Auf der Wii zeigt sich die Geschichte des belgischen Schnüfflerduos als Jump'n'run-Abenteuer mit Action-Elementen. Während die eigentliche Story in kurzen Videosequenzen erzählt wird, muss Tim durch die 2D-Spielszenen klettern, hangeln, schwimmen, springen und gelegentlich Apparate aktivieren. Auftauchende Widersacher schaltet er aus, indem er sich hinterrücks an sie anschleicht oder solange die direkte Konfrontation mit den Fäusten sucht, bis den Gegnern zwitschernd Sterne um die Köpfe kreiseln. Alternativ helfen Strandbälle oder Kürbisse, bisweilen sogar Bananenschalen, dank derer die Kontrahenten die Orientierung verlieren.

«Tim und Struppi»
Wilde Jagd und lahmer Schnüffler
Videospiel «Tim und Struppi» (Foto) Zur Fotostrecke

Später wird auf den neugierigen jungenMannauch noch geschossen. Allerdings sind die Spielszenen so konstruiert, dass der Spieler mit ein wenig Taktik die Gegner austricksen und anschließend ausschalten kann. In den seltenen Fällen des Storymodus, in denen sich Tim nicht durch engste Gänge quetschen kann, hilft Struppi aus.

Geradlinige Story, kniffligerer Koop-Modus

Im ersten Abschnitt des Spiels wird die Aufgabe schnell recht eintönig, weil sich die Rennerei in der Villa und auf dem Schiff lang hinzieht. Obendrein ändert sich auch an der Suche nach Schlüsseln oder dem Ausschalten der Gegner nichts, da Tim im Storymodus keine Spezialfähigkeiten entwickeln muss.

Die Schauplätze wirken zwar labyrinthisch. Tatsächlich verlaufen kann sich Tim aber nicht. Die Wege sind vorgegeben, Abweichungen oder gar Abkürzungen gibt es nicht. Etwas Abwechslung kommt erst mit einer Verfolgungsjagd durch die Wüste und einem Hindernisflug durch ein Gewittergebiet ins Spiel. 

«Tim & Struppi»
Angriffslustiger belgischer Schnüffler
Video: YouTube

Ist die Story geschafft, ist Das Geheimnis der Einhorn aber noch lange nicht vorbei. Im Koop-Modus können Spieler allein oder zu zweit ein Traumabenteuer von Kapitän Haddock miterleben, neue Figuren, Kostüme und Fähigkeiten freischalten. Lustig wird die Sache, weil einer allein nicht zum Ziel kommt. Ausprobieren, knobeln - das macht Laune. Außerdem vorhanden: der Wettkampfmodus, in dem sich unter anderem wilde Motorradfahrten losgelöst von der Story erleben lassen.

Schlichte Steuerung, schlichte Grafik

Die Steuerung ist trotz Kombination aus Nunchuck und Remote schnell zu begreifen. Während der der Control-Stick des Nunchuck dazu dient, die Richtung zu wechseln, werden über denA- undB-Knopf der Remote verschiedene Aktionen ausgeführt. Nur gelegentlich darf der Spieler die Bewegungssteuerung der Wii nutzen: ein Schütteln, um eine Truhe zu öffnen, ein Kreiseln, um einen Enterhaken in Schwung zu versetzen, eine Richtungsänderung mit dem Arm Kapitän Haddocks - viel mehr lässt das Spiel nicht zu. Schade, denn gerade bei den Flugmanövern hätte die Bewegungssteuerung mehr Spaß gebracht als der Nunchuck.

In Sachen Grafik gibt es wenig zu mosern. Da die Schauplätze einfach gehalten sind, fallen Ecken an den Figuren kaum auf. Dafür wirken die Farben bisweilen, als ob ein leichter Grauschleier über sie gelegt wurde. Beim Spielen stört das aber wohl nur eingefleischte Zocker. Kindern und Freizeitspielern wird das kaum auffallen..

Fazit. Außergewöhnlich ist Das Geheimnis der Einhorn sicherlich nicht, dafür zeigt sich das Lizenzspiel für die Wii als solides Jump'n'run-Abenteuer mit Action-Elementen. Die Mischung aus Videosequenzen und Spielszenen ist gut gelungen. Dennoch könnten letztere - auch bei der Gestaltung - etwas mehr Abwechslung bieten. Erprobte Zocker finden zu wenig Herausforderung. Kinder, die nur gelegentlich spielen, kommen gut durch die Story. Zudem ist das Spiel nicht allzu umfangreich, lässt sich aber dank des Koop-Modus immer wieder herausholen. Die Abenteuer von Tim und Struppi sind also solide Kurzunterhaltung.

Titel: Die Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn
Genre: Action/Jump'n'run
Publisher:Als Publisher wird ein Unternehmen bezeichnet, unter dessen Namen neu entwickelte Spiele veröffentlicht werden. Ubisoft
Entwickler: Paramount Digital Entertainment
Preis: zirka 40 Euro
Sprache: Deutsch
USK:Die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) ist die verantwortliche Stelle, die Videospiele auf ihre Inhalte überprüft und entsprechende Altersfreigaben erteilt. freigegeben ab 12 Jahre
Altersempfehlung der Redaktion: ab 12 Jahre
Plattform: Wii (alternativ: Playstation 3, Xbox 360, PC, Nintendo 3DS)
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2011
Weiterspielen: Tinkerbell (Nintendo DS), Green Lantern (Xbox 360)

sca/eia/news.de

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