Film Neu auf DVD: Harry Potters Abschied

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Harry lässt die Klassen klingeln: Der zweite Teil von «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» spielte an den Kinokassen weltweit 1,3 Milliarden Dollar ein und ist damit einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Berlin (dpa) - Harry lässt die Klassen klingeln: Der zweite Teil von «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» spielte an den Kinokassen weltweit 1,3 Milliarden Dollar ein und ist damit einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Jetzt ist die letzte Folge der Fantasy-Reihe auf DVD/Blue-ray erschienen. Harry, Ron und Hermine aber leben weiter - in den Büchern, den Filmen und im Museum. In Sydney wurde Mitte November eine Potter-Ausstellung im Powerhouse Museum eröffnet und in den Londoner Warner-Studios gibt es bei einer Tour weiterhin die Original-Kulissen zu sehen.

Für alle Beteilgten aber aber waren die zehn gemeinsamen Jahre ein großes Abenteuer: Daniel Radliffe meinte, dass er die Action-Szenen vermissen werde, wie er dem Fernsehsender CBS sagte. «Aus einem von Feuer umgebenen See hervorzukommen oder von einem mehr als zehn Meter hohen Dach in die Tiefe zu stürzen: Das bringt Spaß. So was ist verrückt, unglaublich, toll und man hat als Schauspieler nicht oft die Gelegenheit dazu.»

In einem Interview mit der «Los Angeles Times» hat Emma Watson verraten, dass sie nach den «Harry Potter»-Filmen nichts mehr aus der Ruhe bringen könne. «Ich musste viele Sachen machen, die mich wirklich vorwärts gebracht haben: als Ron in meinen Armen lag, als ich von der grausamen Hexe Bellatrix gefoltert wurde, die vielen Stunts», erzählte sie. «Es war ein ziemlich gutes Training. Nichts kann mich jetzt mehr schocken.»

Und zum Schluss könnte es auch noch einmal einen großen Preisregen geben: Der zweite Teil von «Harry Potter und die Heiligtümer des Todes» geht mit neun Nominierungen als Favorit ins Rennen um die «People's Choice Awards». Die Zauberer-Saga hat unter anderem Gewinnchancen als bester Film und für die beste Besetzung. Am 11. Januar werden die Preisträger in einer Live-Show im Fernsehen bekanntgegeben.

Mit «Die Heiligtümer des Todes 2» verabschiedet sich Harry Potter mit viel Drama und Action. Dabei geht es stellenweise ziemlich heftig zu. Mehrere brutale Szenen machen den Film definitiv zu einem Abenteuer für Jugendliche und nicht mehr für Kinder. Professor Snape wird grausam von einer Schlange getötet. Ein Getreuer aus dem Gefolge des bösen Zauberers Voldemort wird gezeigt, wie er Blut aus dem Hals einer dem Tod geweihten Schülerin saugt.

Überhaupt ist der Tod allgegenwärtig. Wie auch im Buch ist die Auseinandersetzung mit dem Verlust von Freunden, Familienmitgliedern und dem eigenen Leben eines der großen Themen. Bei aller Nachdenklichkeit gibt es dabei aber auch Trost: So erfährt Harry, dass seine toten Eltern immer bei ihm sind, auch wenn er sie nicht sieht.

Wie in den Rowling-Büchern ist zum Abschluss noch ein weiteres Thema präsent: Der Sieg der Schwachen, die am Rande der Gesellschaft zu stehen scheinen, über die ach so mächtig Daherkommenden. Und die Kraft von Freundschaft und Zusammenhalt. Ohne sein Team guter Zauberer an der Seite wäre Super-Held Harry nämlich nichts. Mit erhobenem Zeigefinger oder allzu sentimental kommt der Film aber nicht daher.

Getragen wird er vor allem von der Leistung der Riege britischer Schauspielgrößen, von denen viele seit zehn Jahren dabei sind: Alan Rickmann als zweideutiger Professor Snape, Maggie Smith als Professorin Minerva McGonagall, Ralph Fiennes in der Rolle des bösen Zauberers Voldemort, Helena Bonham-Carter als böse Hexe Bellatrix Lestrange. Was bisher wohl beispiellos in der Filmgeschichte ist, haben die «Potter»-Macher außerdem hinbekommen: Die drei Hauptdarsteller Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine Granger) und Rupert Grint (Ron Weasley) waren von Anfang bis Ende dabei und sind zusammen mit den Filmen erwachsen geworden.

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news.de/dpa

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