So., 27.05.12

Kasabian Live 15.11.2011 Diese Band gehört auf die Bühne!

Nichts weniger als ihre Musik (Foto)
Sergio Piozzorno und Tom Meighan von Kasabian Bild: dapd

Von news.de-Redakteurin Julia Pfeifer, Berlin

In Berlin haben Kasabian das erste Deutschland-Konzert ihrer Velociraptor!-Tour gespielt und die Zuschauer im Huxleys begeistert: Große Musik, eine Band, die perfekt harmoniert und ein Sänger, der Selbstinszenierung in Perfektion betreibt.

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Genauso muss ein Konzert sein: Begeisterte Fans, durchgeschwitzt, die Ohren leicht taub von der hämmernden Musik. Vollkommen euphorisiert von der Show, die ihnen gerade geboten wurde. Keine Frage, Kasabian haben mit ihrem Konzert im Berliner Huxleys alle Erwartungen übertroffen. Einzelne Höhepunkte zu benennen fällt schwer, weil ihr Auftritt ein einziger war.

20.30 Uhr betraten die vier Männer aus Leicester die Bühne. Eine Vorband gab es nicht. Im Nachhinein erscheint das logisch. Welche andere Band hätte es mit Kasabian aufnehmen können? Die Musiker heizten ihren Zuschauer von der allerersten Sekunde ein.

Ihre Musik, eine brachiale zwar aber auch absolut stimmige Mischung aus Rock, Sprech-Gesang und psychedelischen Elementen blies die Zuschauer einfach um. Im Vergleich zu dem, was Kasabian live zu bieten haben, klingt die Musik auf ihren Alben fast schon langweilig. Kasabian machen keine Musik fürs Studio, die Band gehört auf die Bühne. Man kann sie ohne Weiteres als eine der besten Live-Bands bezeichnen.

Wie Oasis in deren besten Zeiten

Bei Stücken wie Switchblad Smiles, Re-Wired vom aktuellen Album Velociraptor!, Vlad the Impaler oder Underdog zeigten sie, was sie am besten können: opulenten Rock mit harten Gitarrenriffs, langezogenen Bässen und großen Melodien. Die musikalischen Vorbilder wie die Rolling Stones, Led Zeppelin oder die Beatles steckten in jeder der 90-minütigen Show. An mancher Stelle erinnerten sie sogar an Oasis aus deren besten Zeiten.

Über all dem schwebten dann noch die außergewöhnlichen Stimmen von Frontman Tom Meighan und Gitarrist Serge Piozzorno. Tom Meighan versteht es wie kein anderer, sich selbst zu inszenieren. Sonnenbrille, Haartolle und immer wieder große Posen. Nur für La Fée Verte überließ er die Bühne seinem Bandkollegen Piozzorno und dessen Akustikgitarre.

Auf das oft nervende Geschwafel, das Bands bei Konzerten gern zwischen ihren Stücken einschieben, verzichtete Tom Meighan. Die Band ließ ihre Musik sprechen. Abgesehen von einer fast schon exzessiv eingesetzten Lichtshow verzichtete die Band auf jegliche Einlagen. Warum sollte sie sich damit auch den Auftritt ruinieren, wenn Kasabian doch nichts weniger als ihre Musik zu bieten haben?

roj/news.de
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