«Sims: Einfach tierisch» Jetzt ist Muschi der Chef im Haus

Lange genug haben sich die menschlichen Sims allein austoben dürfen. Jetzt übernehmen die Haustiere das Zepter. In Die Sims 3: Einfach tierisch dreht sich alles um Hund und Katze. Was die Lebenssimulation sonst noch bietet? News.de verrät es.

Konsolenspiel «Die Sims 3 - Einfach tierisch» (Foto)
Nachdem Menschen ein ausschweifendes Doppelleben führen durften, können Spieler in Die Sims 3 - Einfach tierisch nicht nur Hundekarrieren erleben. Bild: Electronic Arts

Seit Jahren verleitet das Videospiel Die Sims Fans zum virtuellen Doppelleben. Was auf dem PC seine Heimat hat, eroberte unlängst auch die Konsolen - allen voran Nintendos tragbare Spielgefährten. Als jüngster im Bunde macht nun auch der Nintendo 3DS seine Bekanntschaft mit dem stressigen Alltagstrott der Avatare.

Doch in Die Sims 3: Einfach tierisch sind es nicht mehr nur die menschlichen Pendants der Spieler, die sich mit Job- und Partyalltag ein zweites Leben aufbauen. Pfiffi und Muschi - die geliebten häuslichen Vierbeiner - erobern den Handheld. Zumindest beinahe. Denn über Geschicke und Karriere seiner virtuellen Vierbeiner muss der Spieler schon noch selbst entscheiden.

«Sims 3: Einfach tierisch»: Fremdgehen für Haustiere

Jawohl, Karriere. Zwar müssen die Vierbeiner nicht selbst Geld verdienen, weshalb beim Spielstart zu einer Familie mit menschlichem Part geraten wird. Doch in einigen ihrer Lebensverläufe gehört es zu den Wünschen, den Menschen zum Job zu begleiten. Tiertypische Aktionen gibt es nebenbei natürlich en masse: Hydranten anpieseln, Kunststückchen lernen, im Müll stöbern - hier haben sich die Spielentwickler vieles aus der echten Lebenswelt abgeguckt.

Das muss am Karma liegen

Bei mangelnder Hygiene, fehlender Aufmerksamkeit und einem nicht ausgelebten Spieltrieb werden die Vierbeiner allerdings genauso missgelaunt wie ihre Menschen. Deshalb muss der Spieler auch in dieser Fortsetzung der Sims-Reihe die Bedürfnisse genau im Auge behalten. Hilfreich ist es dabei, Lebenszeitpunkte zu sammeln. Je zufriedener die Sims sind, desto mehr gibt es davon. Während des Spiels lassen sie sich immer wieder eintauschen - zum Beispiel gegen Effekte wie «kostenlose Unterhaltung», «Schmutzresistenz» oder gar «Weltberühmtheit».

«Sims 3: Einfach tierisch»: Da wird jedes Pferd verrückt
Video: Electronic Arts

Wer schneller vorankommen will, kann auf neuerdings verfügbare Karma-Kräfte zurückgreifen - darunter «Energieschub», «Gepriesene Simoleons» - die für einen Geldsegen sorgen -, oder der Effekt «Mr. Reparaturfix». Derlei gibt es jedoch nicht geschenkt. Hier werden die virtuellen Spielmünzen benötigt, die der Spieler sammelt, wenn dieser mit seiner Konsole im Standby-Modus spazieren geht. 

Eine echte Story fehlt dem Spiel für den Nintendo 3DS. Kenner überrascht das nicht. Immerhin waren die Spielziele - mit Ausnahme der Version Die Sims Mittelalter - nie einem größeren Ganzen untergeordnet. Abgesehen davon hat der Spieler meist alle Hände voll zu tun, damit seine Avatare nicht bewusstlos auf dem Boden zusammenbrechen.

Tastengewusel im Pixelrauschen

In Sachen Steuerung ist die Simulation auf dem Handheld gewöhnungsbedürftig: Statt effizienter Lösung muss der Spieler zusehen, wie er mit seinen nur zwei Händen zurecht kommt. Nicht nur, dass beinahe alle Tasten des Handhelds zum Einsatz kommen. Auch das Touchdisplay wird benötigt. Fehlgriffe sind zu Spielbeginn deshalb kaum zu vermeiden. Mit ein wenig Übung lässt sich das jedoch in den Griff bekommen.

Auch grafisch ist Die Sims 3: Einfach tierisch nicht überragend. In Sachen Details bleibt das Spiel auf einfachem Niveau: Gesichter sind nur wenig ausgeprägt, viele Strukturen bleiben pixelig und schnelle Bewegungsanimationen - zum Beispiels ein auf dem Laufband joggender Sim - wirken nicht flüssig und bleiben immer wieder hängen, sodass der verfügbare 3D-Effekt kaum überzeugt. Nintendos Simulation Nintendogs + Cats ist qualitativ hochwertiger, obgleich Die Sims grafisch auch in anderen Versionen nie wirklich überragende Qualitäten erreicht haben.

Fazit. Dass Nintendo im Sims-Universum endlich auch den Haustieren zu ihrem Recht verhilft, war längst überfällig. Damit gewinnt das Treiben der Avatare noch mehr Realität. Schade nur, dass die grafische Umsetzung dem dreidimensionalen Können des Nintendo 3DS nicht wirklich gerecht wird. Wer auf optisch Highlights verzichten kann, wird mit der Simulation viele Stunden verbringen - allein schon deshalb, weil es gar nicht so einfach ist, eine Balance in die Bedürfniserfüllung der Avatare zu bringen.

Titel: Die Sims 3: Einfach tierisch
Genre: Simulation
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Electronic Arts
Preis: zirka 40 Euro
Sprache: Deutsch
USK: freigegeben ab 6 Jahre
Altersempfehlung der Redaktion: ab 10 Jahre
Plattform: Nintendo 3DS (alternativ: PC/Mac, Playstation 3, Xbox 360)
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2011
Weiterspielen: Die Sims 3 (PC), Nintendogs + Cats (Nintendo 3DS)

sis/brc/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig