Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist
Dieser Tweet war einer zu viel: Nachdem der Schauspieler äußerst unglücklich über einen gefeuerten Footballtrainer twitterte, will er seine Nachrichten künftig vom Management gegenlesen lassen. Es war nicht Kutchers erster Ausrutscher bei Twitter.
Er zählt zu den Promis, die über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter fast alles mit ihren Fans und Followern teilen. Doch jetzt macht Ashton Kutcher ernst. Private Mitteilungen waren nach den Affärengerüchten um die Partybekanntschaft Sara Leal ohnehin rar geworden. Jetzt will der Schauspieler sämtliche Nachrichten einer freiwilligen Zensur unterwerfen. Auslöser war eine unglückliche Äußerung über den Trainerrausschmiss an der Pennsylvania State University.
Kutcher hatte via Twitter gefragt, wie man den Footballtrainer Joe Paterno denn einfach so feuern könne. Er bezeichnete den Rauswurf als Beleidigung und geschmacklos, offenbar ohne zu wissen, warum Paterno gefeuert wurde. Der Trainer war in einen Missbrauchsskandal verwickelt, hatte einen ihm bekannten Fall nur dem Verein und nicht der Polizei gemeldet.
Dem Schauspieler war sein Tweet im Nachhinein so peinlich, dass er ihn löschte und sich umgehend dafür entschuldigte. Er selbst setze sich gegen Kindesmissbrauch ein und fühle mit den Opfern an der Pennsylvania State University. Nur einen Tweet später kündigte er an, nicht mehr zu twittern, bis er eine Lösung gefunden habe, solche Fehler künftig zu verhindern.
Diese liegt für ihn nun darin, seine Tweets von seinem Management prüfen zu lassen, bevor sie online gehen. Schreiben wird er sie aber immer noch selbst, wie er in einer Online-Mitteilung versichert. Die Plattform sei inzwischen zu groß, um alleine damit fertig zu werden, schreibt Kutcher dort und entschuldigt sich bei seinen fast 8,3 Millionen Follower noch einmal für den Fauxpas. Es war nicht der erste. Aus Freude über den Start der neuen Footballsaison hatte er getwittert: «Das ist ohne Zweifel der beste Tag des Jahres.» Dummerweise fiel der auf den 11. September 2011, an dem die USA der Terroropfer von vor zehn Jahren gedachten.
In seinem derzeit letzten Tweet schreibt der 33-jährige Schauspieler: «I'm just trying to be a good person.»
car/news.de/dapd