Im Sci-Fi-Thriller Source Code schlüpft Jake Gyllenhaal per Zeitreise in den Körper eines Terroropfers, um den Täter zu finden, bevor er erneut zuschlägt. News.de verlost zum DVD-Start drei Fanpakete.
Ein Mann erwacht in einem fahrenden Zug. Ihm gegenüber sitzt eine hübsche Frau, die ihn anspricht und augenscheinlich kennt. Und im spiegelnden Fenster blickt ihn fassungslos ein Wildfremder an. Kampfpilot Colter, dessen letzte Erinnerung sein Hubschrauberabsturz im Afghanistankrieg ist, hat keine Ahnung, wo er ist, und nicht viel Zeit, um sich zu wundern: Nach einigen Minuten explodiert der voll besetzte Zug. Colter findet sich in einer hermetischen Kapsel wieder. Und eine uniformierte Frau auf einem Monitor fragt ihn, was er gesehen hat.
Klar, dass Coulter zunächst nur Bahnhof versteht: In dem Cyberthriller Source Code wird der Held in eine Sphäre geworfen, die nicht mehr existiert, eigentlich. Er ist Teil eines Anti-Terror-Experiments, bei dem er mithilfe eines ominösen Quellcodes in die letzten sensorischen Wahrnehmungen eines Attentatopfers versetzt wird. Im Klartext: Er bewegt sich durch die Erinnerungen eines Toten. Der Vorortzug aus Chicago ist längst explodiert. Doch weil ein weiterer, weit schlimmerer Anschlag droht, muss Colter dem Bombenleger auf die Spur kommen.
Und ewig grüßt das Déjà-vu
Um Hinweise auf den Attentäter zu finden, muss er stets aufs Neue die letzten acht Minuten des Zugreisenden durchleben. Das erinnert an den Zeitschleifen-Kassenknüller Und ewig grüßt das Murmeltier, doch Colters virtuelle Ehrenrunden in einem Zug voller Todgeweihter stellen eine weit morbidere und tiefgründigere Fantasie dar.
Regisseur Duncan Jones, Sohn von David Bowie, hat sich bereits in seinem gefeierten Filmdebüt, dem Science-Fiction-Drama Moon, mit parallelen Welten und Identitäten befasst. Die Handlung seines zweiten Films ist ähnlich verzwickt. Allerdings sollte man sich angesichts zahlreicher logischer Ungereimtheiten nicht mit Nachdenken aufhalten.
Nach eigenem Bekunden sind Jones die wissenschaftlichen Erklärungen für das Erleben von Colter, dessen Dasein an den «völlig losgelösten» Major Tom in Bowies Erfolgssong Space Oddity erinnert, ziemlich wurst. Stattdessen lässt er den Helden, der nach der «Trial and Error»-Methode allmählich das Puzzle des Attentats zusammensetzt, über die Anweisungen der Geheimzentrale hinauswachsen. Denn seine Betreuer gehen davon aus, dass sich die Vergangenheit nicht ändern lässt. Doch in Sci-Fi-Filmen haben die Helden noch stets ein Hightech-Hintertürchen gefunden, um dem Schicksal ins Handwerk zu pfuschen.
So verzichtet auch dieser kurzweilige Reißer nicht auf ein erlösendes Happy End, in dem sich mittels metaphysischer Kurzschlüsse Krimi und Romanze versöhnen. Michelle Monaghan als Colters Flirt Christina hat wenig mehr zu tun, als liebreizend zu sein und dem seltsamen Typ blind zu vertrauen. Mehr zu sagen hat Vera Farmiga als Domina am Schalthebel, die Colter per Video Anweisungen gibt und allmählich Gefühle entwickelt. Jake Gyllenhaal gibt mit feuchten Welpenaugen den lässigen Hauptdarsteller, der ein falsches Leben dem Tod vorzieht. Wie dieses aussieht, erfährt jedoch nur, wer den Film bis ganz zum Schluss anschaut.
V E R L O S U N G: drei Fanpakete
Zum DVD- und Blu-ray-Start von Source Code verlost news.de drei Fanpakete aus je einer DVD und einer Wetterstation. Wer gewinnen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit dem Stichwort «Source Code» bis Donnerstag, 17. November 2011, 12 Uhr, an redaktion@news.de. Bitte die Postadresse nicht vergessen. Die Gewinne werden unter den Einsendern verlost. Die Gewinner werden umgehend per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Titel: Source Code
Regie: Duncan Jones
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright
Filmlänge: rund 90 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Verleih: Studiocanal
Extras: Interviews, Audiokommentar mit dem Regisseur und Jake Gyllenhaal, Informationen zu den Charakteren, Hintergründe
Preis: rund 13 Euro
DVD-/Blu-ray-Start: bereits erschienen