Von news.de-Redakteur Martin Walter
Auf Radikaldiät folgt Schönheitsoperation: Bei Extrem schön braucht Kandidatin Heike nach 70 Kilo Gewichtsverlust erst einmal eine Generalüberholung. Leidensgenossin Martina haben dagegen fünf Schwangerschaften zum Aussehen einer «Hexe» verdammt.
All den medialen Diskussionen um Schönheitspapst Prof. Dr. Werner Mang zum Trotz: Das Gewerbe der Schönheitschirurgen in Deutschland boomt. Immer breitere Schichten geben sich beim Streben nach ewiger Jugend und makelloser Schönheit dem Messer der Körperästheten hin - meist erfüllt von einem grenzenlosen Vertrauen in die göttergleichen Kittelträger. Nicht alle Fälle sind dabei optisch so erschreckend wie bei RTL2. Aber um Extrem schön werden zu können, muss man zuvor eben auch extrem hässlich gewesen sein - nur so funktioniert eine optisch fernsehtaugliche Verwandlung.
Dieses Mal kommen die beiden hässlichen Entlein aus Hamburg. Martina ist zwar erst 33 Jahre alt, doch das würde wohl keiner glauben, der sie nicht kennt. Fünf Schwangerschaften, die erste davon mit 16 Jahren, haben bei der ehemaligen Teeniemama Spuren hinterlassen. Physisch und psychisch. «Am liebsten einschlafen und nicht mehr aufwachen», würde Martina, so sehr hat ihre Familie sie gezeichnet. Der Mund weist kaum noch Zähne auf; Gesicht, Brust und Beine spotten ihrem eigentlichen Alter. Es wundert nicht, dass Martina oft zehn Jahre älter geschätzt wird.
Deshalb ab zur Verjüngungskur. Für die sorgt in erster Linie Dr. Lars Schumacher - von der Mang Medical One Klinik in Stuttgart. Martinas Oberlider werden gestrafft, Fettabsaugungen und Hautstraffungen sorgen bei der vorgealterten 33-Jährigen für eine optische Alterskorrektur. Den Rest erledigen Zahnprothese und neues Styling. Fertig ist ein im gelben Kleid leuchtender Schwan.
Doch was ist der Lohn für die körperliche Tortur? Mann Holger wirft ihr Egoismus vor. Die Kinderbetreuung ist ihm zu Hause über den Kopf gewachsen. So erwartet Martina statt eines freudigen Empfangs ein tutendes Handy. Holger nimmt einfach nicht ab. Martina gibt sich tapfer und ist dank OP voller neuem Elan. Doch der Zuschauer fragt sich: Hat sich bei diesem privaten Desaster der äußere Wandel wirklich gelohnt?
Auf Radikaldiät folgt Komplettrenovierung
Auch Heike stammt aus Hamburg. Und könnte eigentlich sehr stolz auf sich sein. Fast 70 Kilo hat die 47-Jährige abgenommen, eine Erfolgsgeschichte möchte man meinen. Doch es gab unangenehme Nebenwirkungen. Heike leidet nun unter einer Bindegewebeschwäche, die Haut an Körper und Gesicht hängt einfach nur schlaff nach unten. Nicht sehr appetitlich. Und zu allem Überfluss haben sich während der Diät nicht nur die Kilos, sondern auch die Beißerchen reihenweise verabschiedet. Noch weniger schön.
«Es gibt Momente, wo man gar nicht mehr da sein möchte», stammelt Heike unter Tränen, so groß ist ihre Selbstverachtung. Dr. Lukas Walgenbach vom Uniklinikum Bonn will ihr zu neuem Lebensglück verhelfen. Ein Lifting und eine Oberlidplastik straffen Heikes Gesicht. Die sehr unförmige «Rüsselbrust», wird mit Implantaten neu und feminin geformt. Auch Oberarme, der Bauch und die Beine werden gestrafft. Für Implantante im Mund ist es allerdings schon zu spät, hier muss eine Teleskop-Prothese helfen.
Die Eingriffe laufen komplikationslos - ganz im Gegensatz zu Heikes Privatleben. Zweimal muss sie die Behandlung abbrechen. Erst läuft ihr der Lebenspartner davon und sie muss sich um die Kinder kümmern. Dann wirft sie eine Lungenentzündung zurück. Doch unbeirrt geht die 47-Jährige ihren Weg weiter und wird belohnt. «Wilkommen im neuen Leben», begrüßt sie Styling-Expertin Astrid Jerschitz nach dem letzten Feinschliff. Und zu dem gehört auch ein neuer Mann. Noch nie war Heike so glücklich wie mit Michael. Sagt sie. Bleibt zu hoffen, dass dieses private Glück anhält. Im Idealfall länger als die äußerlichen Segnungen.
Bestes Zitat: «Du siehst aus wie ne Hexe.» Martina beim Betrachten ihres Spiegelbilds.
Die aktuelle Folge Extrem Schön.
beu/news.de
Ich hab es nicht gesehen, aber allein als ich das gelesen habe, dachte ich mir, wer hier der Egoist ist, ist doch er. Und es lohnt sich für beide Frauen auf alle Fälle, denn es ist schlimm, wenn man unter solcher "Hässlichkeit" leidet. Jede Frau möchte doch schön sein. Es muß nicht unbedingt perfekt sein, aber ich wünsche mir, daß die Sendung weiter geht, damit wenigsten noch ein paar andere Frauen glücklich werden. Denn wenn man zufrieden ist, mit sich selbst, dann braucht es keinen Mann dazu, der nicht versteht, daß man auch schön sein will.
Kommentar meldenIch fand beide Frauen schlimm resp. deren Familien. Der Mann von Martina ging mir total auf die Nerven. Kinder konnte er zeugen, aber nach ihnen schauen ging im zu weit. So ein Trottel.
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