Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz
Endlich ist es raus: Mit den Worten «Nein, ich möchte nicht» hat Hape Kerkeling am Abend live bei Wetten, dass..? die Nachfolge von Thomas Gottschalk abgelehnt. Justin Timberlake könnte eine Option sein. Und auch David Garrett taugt zum Showmaster.
Es hat so vielversprechend angefangen. Kurz nach 20.15 Uhr kam eben nicht Thomas Gottschalk ins Wetten, dass..?-Studio, sondern Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling und kündigte an: «Ich moderier' das Ding heute Abend einfach mal so weg. Denn der Thomas hat Steiß.» Das Publikum im Studio hatte Kerkeling damit schon voll auf seiner Seite. Nur Ko-Moderatorin Michelle Hunziker war ob der schnarch-röchelnden Würgelaute Schlämmers eher abgeneigt und wünschte sich ihren Thommy zurück.
Und den bekam sie dann auch schon fünf Minuten später. Aber vorher führte Schlämmer die Nachfolgerdebatte zu Wetten, dass..? auf einen erquicklichen Höhepunkt. Es würden ja so viele «Pappnasen» im Gespräch sein. «Als Favorit gilt ja dieser Kerkeling, die Hackfresse. Ich sag' Ihnen, der macht das nicht. Der wollte ja 5000 Mark pro Sendung.» Auch Daniela Katzenberger sei viel zu teuer fürs ZDF. Ja, Stefan Raab könne er sich vorstellen: «Er und ich haben schließlich denselben Zahnarzt.» Kerkeling sorgte für einen großartigen Showstart, und vielen war an dieser Stelle klar: Schlämmer hat Kerkelings Absage ernst gemeint. Punkt 22 Uhr sollte sich dies bestätigen.
Am Freitag vor der Sendung hatte Thomas Gottschalk während einer Pressekonferenz noch vermeldet, die Show in Leipzig werde seine beste überhaupt werden. Dass sie am Ende zumindest nicht zu seinen schlechtesten zählte, verdankte Gottschalk einmal mehr seinen Gästen.
Allerdings nicht seinem ersten Sofasitzer. Otto Waalkes kam, wie er selbst es beschrieb, als Mischung aus Justin Timberlake und Bauer sucht Frau. Leider mit eher alten denn guten Witzen im Gepäck. Da passte es ganz gut, dass er zur Strafe für die verlorene Wette einen Schlüssel aus einem Eisblock hacken musste. Denn auch das war wenig unterhaltsam.
Und plötzlich ist David Garrett Wettkandidat
Wladimir Klitschko und Andrea Sawatzki hielten sich tapfer bei Klobrillen- und Hunde-Wetten, bis Justin Timberlake ihnen die Show stahl. Er war gekommen, um seinen neuen Film vorzustellen. Auf den Smalltalk mit Thomas Gottschalk hatte der US-Star offenbar wenig Lust und speiste jenen mit einsilbigen Antworten ab. Doch mit seinen Deutschkenntnissen hielt Timberlake nicht hinterm Berg. Er könne «Apfelschorle» und «Schraubenschlüssel» sagen. Später bot er damit an, Gottschalks Nachfolge zu übernehmen. Schade eigentlich, dass dies keine wirkliche Option ist.
Dann endlich war bei Wetten, dass..? Kerkeling-Zeit. Um sein Musical Kein Pardon zu bewerben, sang und schunkelte der 46-Jährige mit viel Glitzer um ihn rum auf der Showbühne. Völlig zutreffend - «Das ganze Leben ist ein Quiz». Um 22 Uhr stellte Gottschalk die Frage des Abends: Möchtest du mein Nachfolger sein? Und Hape antwortet: Nö. Oder ausführlicher: «Nein, ich möchte nicht.» Er fühle sich geschmeichelt, habe aber viele andere schöne Projekte. Zudem wolle er Filme machen. Da bleibe keine Zeit für eine große Samstagabend-Show. Enttäuschung. Im Publikum und wohl auch ein bisschen bei Gottschalk.
Tja, und wer soll's nun machen? Dirk Bach vielleich? Nein, auch der lehnte am Samstagabend dankend ab. Dass er zumindest das Zeug zum Wettkandidaten hat, zeigte Stargeiger David Garrett. Er schaffte es, aus den verschiedenen Aufnahmen eines Beethovenstückes herauszuhören, welcher Musiker das Geigensolo spielte, welches Modell die Geige und welcher Dirigent am Werk war. Damit beeindruckte er selbst einen alten Showgeschäfthasen wie Thomas Gottschalk sichtbar.
Und weil es die vorletzte Wetten, dass..?-Sendung für Thomas Gottschalk war, hatte sich seine blonde Assistentin Michelle Hunziker zum Schluss noch eine Überraschung für ihn überlegt. Die Wetten, dass..?-Allstars - allen voran Udo Lindenberg und Cluseo - sangen ihm ein Liedchen, Dirk Bach schüttelte die Rassel, Andrea Sawatzki die Schellentrommel. Der Altmeister schien sichtlich gerührt. Alle feiern Thommy. Ja, das ist ganz nach Gottschalks Geschmack. Einmal darf er noch ran. Am 3. Dezember sagt Thomas Gottschalk dann endgültig «Tschüss» zu Wetten, dass..?.
Die Sendung aus Leipzig haben 9,93 Millionen Menschen verfolgt (Marktanteil: 32,2 Prozent). Deutlich besser war die Quote bei der Mallorca-Ausgabe im Juni mit 12,4 Millionen Zuschauern (Marktanteil: rund 43 Prozent).
Bestes Zitat: «Wir reichen die Sendung rum, und keiner will sie.» (Thomas Gottschalk, nachdem nach Hape Kerkeling auch Dirk Bach sein Übernahmeangebot dankend abgelehnt hat.)
cvd/news.deWollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?
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@Carcassi: Danke für den Hinweis.
jetzt antwortenKommentar meldenDer Verfasser dieses Texts sollte nochmals einen Deutsch-Intensivkurs absolvieren! Hat die Redaktion denn keinen Korrektor/Lektor??? Peinlich, peinlich.
jetzt antwortenKommentar meldenUnqualifizierter K.
jetzt antwortenKommentar meldensoviel zur Kulturkenntnis. Das war kein Mozart sondern das sehr berühmte Beethoven Violinkonzert, und den Solopart hat nicht die erste Geige sondern der Solist. Wenn mans nicht besser weiss kann man sich zumindest besser informieren!
jetzt antwortenKommentar meldenIch bin für ein völlig unbekanntes Gesicht als Moderator für "Wetten das". Der muss dann die Sendung nach seinem Geschmack und eigenen Ideen neu aufbauen. Was bleibt sind natürlich die Wetten. Mir kann keiner erzählen das es solche unverbrauchten Leute nicht gibt.
jetzt antwortenKommentar meldenGut, dass dieser Kerkeling nicht will. er ist null, für einen Wetten dass, und im hintern, ein Bluffer, vor allem arrogant in seinem Versteck. Dass ein Gottschalk nicht einfach ist um es besser zu können, ist ja klar. Also lieber aufhören mit diesem wetten, als ein Gesicht ,das niemand wünscht
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