Fernsehen Sven Kuntze sucht seinen Glauben

Gibt es für mich einen Gott? Was kommt nach meinem Tod? Sven Kuntze sieht die Zeit gekommen, sich diesen drängenden Fragen des Lebens zu stellen. Um eine Antwort zu finden, begibt sich der 69-jährige Agnostiker auf eine überirdische Sinnsuche quer durch die Weltregionen. Unter dem Titel «Gläubig auf Probe» wird die Dokumentation an diesem Montag (22.45 Uhr), dem Reformationstag, in der ARD ausgestrahlt.

Sven Kuntze sucht seinen Glauben (Foto)
Sven Kuntze sucht seinen Glauben Bild: dpa

Köln (dpa) - Gibt es für mich einen Gott? Was kommt nach meinem Tod? Sven Kuntze sieht die Zeit gekommen, sich diesen drängenden Fragen des Lebens zu stellen. Um eine Antwort zu finden, begibt sich der 69-jährige Agnostiker auf eine überirdische Sinnsuche quer durch die Weltregionen. Unter dem Titel «Gläubig auf Probe» wird die Dokumentation an diesem Montag (22.45 Uhr), dem Reformationstag, in der ARD ausgestrahlt.

Kuntze und Glauben, das passte bisher nicht zusammen. «Ich brauchte das einfach nicht», sagt der 69-Jährige. Doch als er mit zunehmendem Alter über die Endlichkeit der Zeit nachdenkt, wollte er den Glauben auch haben - und spüren. Also macht er sich auf die Suche nach seinem Glauben. Ein konkretes Ziel hatten er und die Mitfilmemacher Ravi Karmalker und Gesine Endwaldt im Vorfeld nie vor Augen. «Die Reise war nicht vorgegeben», deshalb habe man nie gewusst, wo es ihn hintreiben würde, so Karmalker.

So startet Kuntze, der aus dem katholischen Milieu kommt, seine Glaubenssuche in einem katholischen Kloster. 14 Tage strikt geregelter Tagesablauf unter Klosterbrüdern - fernab der schnelllebigen Gesellschaft - lehrten ihn Enthaltsamkeit und Demut. Einfach mal schweigen, «das war sehr angenehm», sagte Kuntze der dpa. Der Besuch im Kloster war jedoch nur der Anfang.

Seine Suche nach Gott ging weiter und führt ihn an die ungewöhnlichsten Orte und zu den unterschiedlichsten Menschen. Er fastet mit einer muslimischen Familie während des Ramadans oder versucht über ein Medium mit Engeln zu sprechen. Egal wem er wo begegnet, alle eint die gleiche unsichtbare Kraft: ihr Glaube an eine höhere Macht. «Es ist weder peinlich noch skurril, sondern die Realität dieser Menschen und deshalb ganz normal», so Kuntze.

Nach «Alt sein auf Probe» und «Gut sein auf Probe» blickt Sven Kuntze in seinem dritten Film hinter die oftmals verschlossenen Türen von Klostern und Moscheen. Dabei liefert er interessante und zum Teil überraschende Einblicke in das Seelenleben gläubiger Menschen in Deutschland - egal welcher Glaubensrichtung.

news.de/dpa

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Heyfisch
  • Kommentar 3
  • 03.11.2011 12:15

Eine sehr beeindruckende Gottessuche. Ich kann den Beitrag von Linsener verstehen - Buddhismus geht von ganz anderen Grundlagen aus als Christentum, auch wenn viele das Gegenteil behaupten. Selbst war ich auch lange auf der Suche - habe meinen Weg in der christlichen Kontemplation gefunden, da muss man sich nicht verändern, sondern kann so sein wie man ist. Auf Herrn Kuntze bezogen, heißt dass er darf Skeptiker sein - seine Zweifel zulassen - aber auch seine Sehnsucht nach etwas größerem. Grüße, Heyfisch

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  • Linsner
  • Kommentar 2
  • 01.11.2011 16:01

es kam bei der reportage so rüber,als wäre hr.kuntze immerfort dabei gewesen,seinen gott zu suchen.das ist beim buddh.tor berlin begrenzt möglich,da buddhisten nicht an götter glauben.zudem haben buddhisten ein lockeres verhältnis zum glauben,weil glauben nichts anderes als annehmen eines sachverhaltes ist,und annahme ist nichtwissen.buddhisten wissen genau,dass gott sie nicht kreiert hat,vielmehr haben die menschen sich ihre götter selber erschaffen.buddhisten empfehlen suchenden,die veränderung der bedingungen nicht gott zu überlassen,sondern selbst ethisch zu handeln. michael.

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  • Leonie Leininger
  • Kommentar 1
  • 01.11.2011 12:08

Hallo Herr Kuntze! Jeder Mensch sucht letztlich sich selbst,seine unverwundete Seele!Guter Familienhintergrund wäre optimal,ist aber oft nicht vorhanden und dann entsteht eine große Leere,Angst und Einsamkeit. Aber wie viele Menschen leben in einer trostlosen Ehe?Lebenserfüllend ist echte seelische Nähe,gute Gespräche,liebevolle Zuwendung.Die gesunde Selbstliebe macht diese wechselseitige Leichtigkeit ja erst möglich!Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen diese Liebe.Tip:John O Donohue,Echo der Seele.Ich bin auch auf der Suche aber etwas habe ich kapiert,ohne Liebe geht nichts!Herzl.Grüße L.L.

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