Frank Castorf, neuer Bayreuther «Ring»-Regisseur, sieht seiner Aufgabe optimistisch entgegen. «Ich mag solche Husarenstreiche, die eigentlich nicht zu schaffen sind», sagte der 60-jährige Berliner Volksbühnen-Intendant der «Süddeutschen Zeitung».
Berlin (dpa) - Frank Castorf, neuer Bayreuther «Ring»-Regisseur, sieht seiner Aufgabe optimistisch entgegen. «Ich mag solche Husarenstreiche, die eigentlich nicht zu schaffen sind», sagte der 60-jährige Berliner Volksbühnen-Intendant der «Süddeutschen Zeitung».
«Ich würde es nicht in Paris, nicht in Wien machen, aber in Bayreuth zum Jubeljahr, da haben die eine Torte von Castorf verdient.» Castorf soll im Jahr 2013 die mehr als 16-stündige Wagner-Tetralogie «Ring des Nibelungen» inszenieren. Die vier Opernabende gelten als Höhepunkt der Bayreuther Festspiele, die 2013 den 200. Geburtstag von Komponist Richard Wagner (1813-1883) feiern.
«Wo immer ich sonst als Regisseur hinkomme, heißt es: Mach's nicht so lang», meinte Castorf. «In Bayreuth darf ich zum ersten Mal nicht unter 17 Stunden sein. Das mach ich ja nun mit links.» Mit dem Serben Aleksandar Denic habe er einen großartigen Bühnenbildner. «Der ist ein ähnlicher postsozialistischer Beutelschneider wie ich», sagte der Regisseur der Zeitung. «Ich würde gerne mit ihm über Texas nachdenken, Wagner ist ja zum Teil großartige Filmmusik, ich sage nur "Apocalypse now".»
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