Wegen angeblicher gravierender Mängel beim Bau der Kölner Zentralmoschee hat die Bauherrin Ditib dem Architekten gekündigt.
Köln (dpa) - Wegen angeblicher gravierender Mängel beim Bau der Kölner Zentralmoschee hat die Bauherrin Ditib dem Architekten gekündigt.
Die Zusammenarbeit mit dem Kölner Architekturbüro Paul Böhm sei wegen steigender Kosten, Terminverfehlungen und mangelnder Qualität beendet worden, teilte eine Sprecherin der Türkisch Islamischen Union (Ditib) am Montag in Köln mit. Dagegen sagte Böhm der Nachrichtenagentur dpa, die Ditib sei lediglich einer von ihm bereits ausgesprochenen Kündigung zuvorgekommen. «Seit über einem halben Jahr sind Honorare nicht gezahlt worden», erklärte der Architekt. Die Baumängel seien lediglich ein vorgeschobener Grund.
Nach Protesten und langer politischer Diskussion hatte der Kölner Stadtrat im August 2008 den Moscheebau genehmigt, Richtfest war im vergangenen Februar. Das Bauwerk soll mit einer 37 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten eine der größten Moscheen in Deutschland werden. Die Bauherrin Ditib wird vom türkischen Staat mitfinanziert und ist in Deutschland der größte muslimische Verband.
Der Ditib zufolge werden die Arbeiten nun zunächst ohne Architekt fortgesetzt: «Der Bau geht in unverändertem Tempo weiter», sagte die Sprecherin.
news.de/dpa