Jan Josef Liefers prüft noch, ob er Karl-Theodor zu Guttenberg spielen soll. Für die Verfilmung der Affäre um den Ex-Verteidigungsministers hat Produzent Nico Hofmann jetzt weitere Wunschkandidaten genannt: Anja Kling soll Stefanie spielen.
Jan Josef Liefers soll den Ex-Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg spielen, Anja Kling seine Frau Stefanie und Henning Baum den Spindoktor: Über den von Produzent Nico Hofmann geplanten Film über das Leben des CSU-Politikers werden immer mehr Details bekannt.
Wie die Produktionsfirma Teamworx und der Privatsender Sat.1, die den Film gemeinsam umsetzen wollen, jetzt mitteilten, wünscht sich Hofmann auch die beiden Schauspieler Annette Frier und Hans-Werner Meyer, der gerade als Ehemann von Beate Uhse in dem ZDF-Film über die Sex-Unternehmerin zu sehen war, für das Projekt. Für diese Schauspielerinnen und Schauspieler werde der Film exklusiv entwickelt. Man setze ausschließlich auf Qualität, sagte Hofmann. «Die satirische Überhöhung auf gelungene Weise filmisch umzusetzen, gehört schließlich zur Königsdisziplin.»
Produzent Hofmann (Hindenburg, Dschungelkind) will den Aufstieg und Fall von Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg als Komödie verfilmen. Arbeitstitel: Der Große Bruder. Wie kürzlich berichtet, wünscht er sich Liefers als Hauptdarsteller. Die beiden hätten bereits miteinander gesprochen, Liefers sei interessiert, hieß es bei der Produktionsfirma Teamworx.
Das Management des Schauspielers teilte indes mit, Liefers wolle - wie üblich - erst nach Vorlage des Drehbuchs über seine Mitwirkung an dem Film entscheiden. Er finde das Projekt interessant und spannend. Der 47-Jährige steht derzeit in Münster für den ARD-Tatort vor der Kamera.
Für das Drehbuch wurde Grimme-Preisträgerin Dorothee Schön gewonnen, die Regie übernimmt Oscar-Gewinner Jochen Alexander Freydank. Autorin Schön habe bereits ein ausführliches Konzept vorgelegt und arbeite mit Hochdruck an dem endgültigen Script, sagte eine Teamworx-Sprecherin.
Was zu Guttenberg zu den Plänen sagt, ist nicht bekannt. Wegen der Affäre um seine Doktorarbeit war er Anfang März von seinen politischen Ämtern in Deutschland zurückgetreten und ist kürzlich mit seiner Familie in die USA gezogen. Dort arbeitet der 39-Jährige nun in einer US-Denkfabrik, also einer Art Beratergremium.