Madness
Zuhause in der Nostalgie

Männer, die niemals tanzen, tanzen bei Madness. Männer, die niemals weinen, weinen bei Madness. Eine Werkschau mit drei CDs und einer DVD zeichnet die Karriere der Band jetzt nach. Und zeigt: Madness wurden so sehr unterschätzt, dass sie sogar Maggie Thatcher stürzen konnten.

Das Konzert der Konzerte. Die historische Show, von der später jeder behauptet, er sei dabei gewesen. Quasi jede legendäre britische Band der Ära nach Punk hatte so einen Moment, der eine ganze Karriere definierte. Oasis hatten Knebworth (1996), Queen hatten das Wembleystadion (1986) die Stone Roses hatten Spike Island (1990), Blur hatten den Hyde Park (2009). Madness hatten Madstock. Es war 1992, es kamen 75.000 Menschen, und es machte aus einer großen Band eine legendäre Band. Nun liegt der Konzertmitschnitt erstmals auf DVD vor, als Teil des famosen Boxsets A Guided Tour Of Madness.

Madstock war ein ebenso merkwürdiger wie unerwarteter Triumph. Madness waren die absolut prägende musikalische Kraft der Achtziger in England. Insgesamt 214 Wochen standen ihre Singles in diesem Jahrzehnt in den Charts. Doch ab etwa 1984, als Keyboarder Mike Barson die Band verließ, ging es bergab mit der Popularität. 1986 löste sich die Band auf – im selben Jahr wie Wham, Kajagoogoo und Boney M. Nichts deutete darauf hin, dass ausgerechnet Madness es schaffen sollten, wenige Jahre später plötzlich wieder eine Riesennummer zu sein.

Tanzen bis zum Erdbeben

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