Fernsehen «Tatort»-Zuschauer verschwinden im Bermuda-Dreieck

«Tatort»-Zuschauer verschwinden im Bermuda-Dreieck (Foto)
«Tatort»-Zuschauer verschwinden im Bermuda-Dreieck Bild: dpa

Der Quotensieg des ARD-«Tatort»-Krimis am Sonntagabend gehört zur wöchentlichen Routine. Auch an diesem Sonntag lockte das Kölner Gespann mit den Kommissaren Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) mit 7,70 Millionen (Marktanteil: 22,0 Prozent) die meisten Zuschauer am Hauptabend um 20.15 Uhr vor die Bildschirme.

Berlin (dpa) - Der Quotensieg des ARD-«Tatort»-Krimis am Sonntagabend gehört zur wöchentlichen Routine. Auch an diesem Sonntag lockte das Kölner Gespann mit den Kommissaren Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) mit 7,70 Millionen (Marktanteil: 22,0 Prozent) die meisten Zuschauer am Hauptabend um 20.15 Uhr vor die Bildschirme.

Doch für einen «Tatort» fiel der Zuspruch relativ zurückhaltend aus, denn die Konkurrenz war stark. So erreichte der RTL-Thriller «Bermuda-Dreieck Nordsee» zeitgleich 5,00 Millionen Zuschauer (15,9 Prozent) und das Emilie-Richards-Melodram «Entscheidung des Herzens» im ZDF 5,15 Millionen (14,7 Prozent). Die Sat.1-Krimiserie «Navy CIS» interessierte 3,11 Millionen Menschen (9,0 Prozent) und die anschließende Serie «The Mentalist» 3,22 Millionen (9,7 Prozent). Das ProSieben-Science-fiction-Abenteuer «Star Trek» verbuchte 2,60 Millionen Zuschauer (8,1 Prozent). Die Vox-Castingshow «X Factor» sahen 2,11 Millionen Zuschauer (6,2 Prozent).

ARD-Talker Günther Jauch kam mit seinem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ab 21.45 Uhr auf 4,29 Millionen Zuschauer - das war seit seinem Start am 11. September die schwächste Resonanz auf die neue Gesprächssendung am Sonntagabend. Bei der Premiere schalteten 5,10 Millionen Zuschauer ein, bei der zweiten Ausgabe waren es noch 4,60 Millionen gewesen.

Der Papstbesuch in Deutschland klang am Sonntag mit mäßigen Einschaltquoten aus. Den Gottesdienst mit Benedikt XVI. verfolgten im ZDF zwischen 9.30 und 12.30 Uhr noch 1,22 Millionen Zuschauer (11,9 Prozent), sein Treffen mit Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz und Bundesverfassungsrichtern von 16.45 bis 18.05 Uhr in der ARD 940 000 (7,1 Prozent). Schon am Samstag hatte es der Papst in der ARD am Vormittag lediglich auf 720 000 Zuschauer (8,3 Prozent) und im ZDF auf 1,60 Millionen (7,9 Prozent) am Nachmittag gebracht.

In der Jahreswertung 2011 liegt der Vorjahressieger und Marktführer RTL weiter vorn: Der Kölner Privatsender rangiert mit 14,0 Prozent vor den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD (12,6) und ZDF (12,2). Die Privatsender Sat.1 (10,1), ProSieben (6,1) und Vox (5,6) folgen mit etwas mehr Abstand. Dahinter liegen Kabel eins (3,9), RTL II (3,6) und Super RTL (2,2). In der jüngeren Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) führt RTL mit großem Vorsprung (18,5 Prozent) vor ProSieben (11,6), Sat.1 (10,6) und Vox (7,5 Prozent).

news.de/dpa

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