Ende einer Rockband R.E.M. lösen sich auf

Die amerikanische Rockband R.E.M löst sich auf. Nach drei Jahrzehnten Rockgeschichte zieht sie einen Schlussstrich. Die Musiker um Frontmann Michael Stipe gaben auf ihrer Webseite die Auflösung bekannt. Die Band betonte, dass es kein Zerwürfnis zwischen den Musikern gab.

R.E.M. lösen sich auf (Foto)
2008 in Dresden: Die Musiker Michael Stipe (links) und Peter Buck bei einem Auftritt in Deutschland. Bild: dapd

«Ich hoffe, dass unsere Fans verstehen, dass dies keine einfache Entscheidung war», sagte Stipe. «Aber alle Dinge müssen enden, und wir wollten es richtig tun, auf unsere Weise». In einer gemeinsamen Erklärung hieß es: «Wir gehen fort mit einem tiefen Gefühl von Dankbarkeit, von Endgültigkeit und mit Erstaunen über all das, was wir erreicht haben. An jeden, der jemals von unserer Musik berührt wurde, unser tiefster Dank fürs Zuhören.»

Die Band aus dem US-Bundesstaat Georgia mit Stipe, Bassist Mike Mills und Gitarrist Peter Buck war durch Hits wie Losing My Religion, Everybody Hurts, Imitation Of Life und Man On The Moon berühmt geworden.

Ein Ende ohne Zerwürfnis

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Sie hätten sich stets wie Brüder geliebt und respektiert, teilte Mills mit. «Es gibt keine Missklänge, kein Zerwürfnis, keine Anwälte, die sich streiten. Wir haben diese Entscheidung zusammen getroffen, freundschaftlich und im besten Interesse für jeden von uns. Es ist einfach der richtige Zeitpunkt». Sie seien eine Gruppe von 19-Jährigen gewesen, die die Welt ändern wollten, schrieb Buck. In den Gründungsjahren war auch noch Schlagzeuger Bill Berry dabei, der der die Band aber 1997 verließ.

Die Alternativ-Rocker, die sich 1980Ab einer Verurteilung von über 90 Tagessätzen gilt man übrigens als Vorbestraft, dies wird im polizeilichen Führungszeugnis mit aufgenommen. als College-Band zusammenschlossen, nahmen im Laufe ihrer Musikkarriere mehrere Grammys und MTV-Music-Awards entgegen. 2007 wurden die Musiker in die legendäre Rock 'n' Roll Hall of Fame aufgenommen.

In diesem Jahr brachten sie mit Collapse Into Now ihr 15. Studioalbum heraus. Es stürmte im März auf Anhieb an die Spitze der deutschen Charts. Mit dem Song Überlin lieferte das Trio eine Hommage an die deutsche Hauptstadt. Stipe besingt darin seine Streifzüge durch das Nachtleben Berlins. In einem Interview des Musikfachblatts Rolling Stone nannte er Berlin «eine großartige Erfahrung».

cvd/news.de/dpa

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