Film Constantin Film widmet Eichinger «Die drei Musketiere»

In diesem Herbst erobern «Die drei Musketiere» die Kinoleinwand zurück. Am 1. September startete der in Deutschland gedrehte 3D-Film - mit Christoph Waltz als Kardinal Richelieu und Orlando Bloom als Herzog von Buckingham.

Constantin Film widmet Eichinger «Die drei Musketiere» (Foto)
Constantin Film widmet Eichinger «Die drei Musketiere» Bild: dpa

München (dpa) - In diesem Herbst erobern «Die drei Musketiere» die Kinoleinwand zurück. Am 1. September startete der in Deutschland gedrehte 3D-Film - mit Christoph Waltz als Kardinal Richelieu und Orlando Bloom als Herzog von Buckingham.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa erklärt Constantin-Produzent Martin Moszkowicz, wie die Wahl auf die Hollywood-Stars fiel und warum der Film Bernd Eichinger gewidmet ist.

Die Charaktere in «Die drei Musketiere» sind anders als in früheren Verfilmungen keine unantastbaren Helden. Warum ist das so?

Moszkowicz: «Das war Teil des Konzeptes. Und wenn man sich das historisch anschaut, dann ist das auch akkurat. Die Zeit der Musketiere war eigentlich abgelaufen. Im Film sind sie kurz davor, wegrationalisiert zu werden. Und jetzt kommt dieser Jungspund vom Land und revitalisiert die Truppe. Und das fanden wir eine super Idee. Dass sie eigentlich schon fast im Ruhestand sind und ihnen der Zweck des Lebens nicht mehr so ganz klar ist.»

Wie fiel die Entscheidung für Stars wie Christoph Waltz als Kardinal Richelieu und Orlando Bloom als Herzog von Buckingham?

Moszkowicz: «Die Idee war, dass man die Bösewichter rund herum mit Stars besetzt und die drei Musketiere nicht von vornherein durch eine Starbesetzung in Schubladen versinken lässt. Dass Christoph Kardinal Richelieu spielen könnte war eine der ersten Ideen für die Besetzung. Ein Schauspieler wie er kann die Bedrohung spielen, ohne sie physisch zu verkörpern. Beim Herzog von Buckingham hatten wir am Anfang gar nicht gehofft, dass Orlando Bloom dafür infrage kommt. Schließlich ist es keine absolute Hauptrolle, wenn auch eine sehr wichtige. Er ist dann auf uns zugekommen und hat gesagt, dass er von dem Projekt gehört habe. Er wollte unbedingt mal einen Bösewicht spielen.»

Im Abspann des Films steht als erstes «For Bernd». Welchen Einfluss hatte Bernd Eichinger auf den Film?

Moszkowicz: «Mit dieser Widmung wollten wir uns vor Bernd verneigen. Er war für die Constantin unglaublich wichtig und ist unersetzlich. Und er war mit allen, die diesen Film maßgeblich gemacht haben nicht nur über 20 Jahre beruflich verbunden, sondern auch befreundet. Bernd hat sich über diesen Film wahnsinnig gefreut. Er fand das toll, wie der Film sich entwickelt hat. Aber es ist kein Projekt von ihm. Er war nicht involviert. Wir wollten uns einfach nur bei ihm bedanken. Schließlich ist es der erste große Constantin-Film nach seinem Tod.»

Sie waren im Januar in Los Angeles dabei, als er bei einem Abendessen einen Herzinfarkt erlitt...

Moszkowicz: «Wir sind am Abend angekommen und hatten für den nächsten Tag ein Meeting vorgesehen. Dann saßen wir in diesem Lokal und hatten gar nichts Großes zu besprechen. Das war ein richtig netter Abend, wie so oft. Und dann ging das ganz schnell. So ein Bild kriegt man nicht mehr heraus aus dem Kopf.»

Interview: Katia Rathsfeld, dpa

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news.de/dpa

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