Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist
Irrer, Trottel und Schlampe: Kurt, Dale und Nick werden von ihren Chefs in den Wahnsinn getrieben. Deshalb wollen sie die nervigen Vorgesetzten um die Ecke bringen. Damit beginnt eine aberwitzige Jagd, die in der schwarzen Komödie Kill The Boss für reichlich Lacher sorgt. Zum Kinostart verlost news.de Freikarten.
Der Eine kann es nicht lassen, seinem Mitarbeiter eine Zwei-Minuten-Verspätung aufs Butterbrot zu schmieren, kommt dann aber selbst fast eine Stunde zu spät zum Meeting. Der Zweite will sich mit seinem geerbten Chemiekonzern möglichst schnell und einfach bereichern, um sich in Thailand ein schönes Leben zu machen - und nimmt dafür ungeniert Menschenleben in Kauf. Und die Dritte hat so viel Notstand, dass sie keine Gelegenheit auslässt, ihren Assistenten zu begrapschen und schließlich zum Sex zu zwingen.
Die Kumpel Nick (Jason Bateman), Kurt (Jason Sudeikis) und Dale (Charlie Day) bringen es bei der Beschreibung ihrer Chefs auf den Punkt: Irrer, Trottel, Schlampe. Weil ihr Leben unter der Unerträglichkeit dieser Sklaventreiber und Psychopathen droht, den Bach runterzugehen, treffen sie einen folgenschweren Entschluss: Die Chefs müssen weg, und zwar für immer. Weil das mit dem Töten aber nicht so einfach ist, soll es ein anderer erledigen - ein Profi.
Schon die Suche nach einem Hitman geht allerdings gehörig nach hinten los. Möchtegern-Gangster Motherfucker Jones (Jamie Foxx, stets am Trinkhalm nuckelnd) hilft aus und rät den geplagten Freunden, ihre Bosse einfach gegenseitig umzubringen. Klingt logisch, denken sich die Drei und begeben sich auf irrwitzige Spionagetour, um erste Hinweise auf möglichst unverfängliche Todesarten zu finden. Doch dann dreht einer durch.
Die drei Hauptdarsteller harmonieren perfekt
In der schwarzen Komödie Kill The Boss hat jede der Figuren das eine oder andere Rad ab. Kurt ist ein Frauenheld vor dem Herrn, kann keinem kurzen Rock widerstehen und so Dales sexsüchtiger Chefin sogar noch etwas Gutes abgewinnen. Dieser will eigentlich nur eines sein: liebender Ehemann. Weil er damit aber kein Geld verdienen kann, ist er Zahnarztgehilfe und sieht sich sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Sein Verhalten erinnert oft an das eines 12-Jährigen, was den sympathisch-naiven Tollpatsch zur unsicheren Konstante im Feldzug gegen die Bosse macht.
Nick ist da noch der Normalste von allen, leidet aber unter einem weit verbreiteten Problem unter Angestellten: In Erwartung einer Beförderung, die er natürlich nicht bekommen wird, lässt er alles mit sich machen. Gegenüber den Mordplänen bleibt er stets skeptisch, oft mit Recht. Aus dieser Spannung zwischen den drei geplagten Freunden bezieht der Film ebenso seinen Reiz wie aus der immer skurriler werdenden Story.
Die Hauptdarsteller für das ungleiche Trio mit dem gleichen Problem hätte Regisseur Seth Gordon nicht besser wählen können. Jason Bateman als Bürohengst mit leidendem Gesichtsausdruck, Jason Sudeikis als Macho mit losem Mundwerk und Charlie Day als überdrehte treue Seele harmonieren perfekt miteinander. Übertroffen werden sie natürlich von ihren diktatorischen Chefs, deren Besetzung nicht minder prominent und gelungen ausfällt. Kevin Spacey mimt den selbstverliebten und intriganten Oberboss Dave Harken so widerwärtig wie kein anderer.
Eine Satire auf alle fiesen Chefs dieser Welt
Auch wer Colin Farrell schon immer mal als koksenden Soziopathen mit Halbglatze namens Bobby Pelitt und Jennifer Aniston als vulgäre Nymphomanin Dr. Julia Harris erleben wollte, sollte Kill The Boss nicht verpassen. Der muss sich allerdings auch auf reichlich Gefluche und Witze im Stile von Hangover gefasst machen. Diese werden allerdings nicht nur um ihrer selbst willen erzählt, sondern entwickeln sich im Sog der Story, in der Nick, Kurt und Dale schließlich mehr Glück als Verstand haben. Wie die Erzählung lebt der Film in seiner Komik von Übertreibungen.
Diese lässt ihn schließlich zur Satire werden, ohne sich selbst zu ernst oder zu sehr aufs Korn zu nehmen. Denn schikanierende oder gar inkompetente Chefs gibt es wirklich - wenn auch nicht halb so abgedrehte wie in Kill The Boss. Doch wer würde seinen Boss schon ernsthaft umbringen wollen? Anderen bei dem Vorhaben zuzuschauen, macht in diesem Fall aber höllischen Spaß.
Bestes Zitat: «Diese drei Scheißtypen sterben doch sowieso irgendwann. Wir helfen der natürlichen Entwicklung nur ein wenig nach.» (Kurt)
V E R L O S U N G: 3 x 2 Freikarten
News.de verlost zum Kinostart von Kill The Boss drei Filmpakete mit je zwei Kinokarten für die schwarze Komödie und einer Tasse mit Aufschrift. Wer gewinnen möchte, schickt bitte eine E-Mail mit dem Stichwort «Kill The Boss» bis Montag, 5. September 2011, 12 Uhr, an redaktion@news.de. Die Gewinner werden umgehend per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Titel: Kill The Boss
Regie: Seth Gordon
Darsteller: Jason Bateman, Jason Sudeikis, Charlie Day, Jennifer Aniston, Colin Farrell, Kevin Spacey, Jamie Foxx
Filmlänge: 100 Minuten
FSK: keine Altersbeschränkung
Verleih: Warner Bros. Pictures
Kinostart: 1. September 2011
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