Loriots Vermächtnis «Bitte sagen Sie jetzt nichts»

Nach dem Tod von Loriot waren Weggefährten und Politiker sich einig: Sein Humor wird weiterleben. Der Diogenes Verlag veröffentlicht im September Loriots letztes Buch. Es ist der 115. Loriot-Band und enthält Gespräche des Grandseigneurs aus vier Jahrzehnten.

Loriot (Foto)
Im September erscheint Loriots 115. und letztes Buch. Bild: dpa

«Das war der Wunsch von Loriot», sagte Verlagssprecherin Ruth Geiger in Zürich zu dem Vorhaben, einen Gesprächsband herauszugeben. «Das war ihm ein großes Anliegen.» Ursprünglich sollte das Buch, das zum Teil bereits veröffentlichte Gespräche enthält, zum 88. Geburtstag Vicco von Bülows im November auf den Markt kommen. Nach seinem Tod wird die Veröffentlichung nun vorgezogen. Das letzte Buch von Loriot mit dem Titel Bitte sagen Sie jetzt nichts soll schon im September erscheinen. Es enthält nach Verlagsangaben «Gespräche mit Loriot aus vier Jahrzehnten».

Loriots Auf den Hund gekommen war im Jahr 1954 eins der ersten Bücher, das vom Diogenes Verlag veröffentlicht wurde. In fast sechzig Jahren erschienen 114 verschiedene Bände von Loriot-Büchern bei Diogenes, in einer Gesamtauflage von mehreren Millionen Exemplaren.

Am Mittwoch kondolierte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) der Witwe des Komikers, der am Montag im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See gestorben war. «Mit großer Trauer, mit Wehmut und mit Abschiedsschmerz haben wir vom Tod Ihres Mannes erfahren», schrieb er und sprach ihr und den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Loriot war seit 1951 mit seiner Frau Rose-Marie - genannt Romi - verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter.

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Bereits am Dienstag hatten zahlreiche Prominente, Politiker und Weggefährten Loriots sich betroffen vom Tod des großen Komödianten gezeigt. Bundespräsident Christian Wulff sagte, Loriots Tod sei ein «unersetzlicher Verlust». Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte Loriot als «großen Künstler und wunderbaren Menschen».

Bei einer Preisverleihung am Dienstagabend in Berlin lobten einige Prominente Loriots intelligenten und pointierten Humor. Die Schauspielerin Heike Makatsch schwärmte: «Ich habe ihn schon als Kind oft im Fernsehen gesehen mit meinen Eltern - wie ihm die Nudel an der Nase klebte. Den Lottogewinner-Sketch fand ich immer sehr, sehr witzig.» Und Kollegin Veronica Ferres sagte: «Deutschland ist um einen großen Humoristen, ich möchte fast sagen Philosophen, ärmer geworden.»

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Video: news.de

Wann und wo Loriot beigesetzt werden soll, will die Familie nicht bekanntgeben, wie der Diogenes Verlag betonte. «Und sie bittet, das zu respektieren.» Die Trauerfeier soll im engsten Familienkreis stattfinden.

zij/pfj/news.de/dpa

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Elfi Schwarz
  • Kommentar 1
  • 25.08.2011 09:58

Mein herzlichstes Beileid!!!!!!!!!!!!!!! Das ist ein großer Verlust.Habe ihn sehr gerne gesehen und über ihn gelacht.Er war einzigartig. Na,wo laufen sie denn hin? Ach ist der Rasen schön grün!!!!!!!

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