Fernsehen Fonzier und die 50er: TV-Serie «Happy Days» auf DVD

Cool, cooler, Fonzie: Ein «Fonzie» ist ein cooler Typ und der US-Schauspieler Henry Winkler verkörperte perfekt diesen Typ. Mit leichter Tolle, Lederjacke, Motorrad und smarten Sprüchen war er eine Mischung aus James Dean und Marlon Brando - ohne selbstzerstörerische Zweifel allerdings.

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Fonzier und die 50er: TV-Serie «Happy Days» auf DVD Bild: dpa

Berlin (dpa) - Cool, cooler, Fonzie: Ein «Fonzie» ist ein cooler Typ und der US-Schauspieler Henry Winkler verkörperte perfekt diesen Typ. Mit leichter Tolle, Lederjacke, Motorrad und smarten Sprüchen war er eine Mischung aus James Dean und Marlon Brando - ohne selbstzerstörerische Zweifel allerdings.

Fonzie ist einer der Protagonisten der TV-Serie «Happy Days» (1974-1984), deren erste Season jetzt auf DVD erschienen ist. Gedreht in den 70er Jahren, in Deutschland in den Achtzigern ausgestrahlt, lässt diese zauberhafte Sitcom die 50er Jahre wieder lebendig werden.

Hier dreht sich alles um die erste Liebe, Knutschen, Autokino, Ballköniginnen und Autos. Treffpunkt einer Clique von Teenagern ist der Diner «Arnold's», in dem die «Abenteuer» starten. Wunderbar leicht inszeniert, hat diese Sitcom auch nach vielen Jahrzehnten nichts von ihrem Charme verloren. Irgendwo zwischen «American Graffiti» (1973) und «Die letzte Vorstellung» liefert «Happy Days» eine idealisierte Vorstellung der 50er Jahre. «Glückliche Zeiten» eben.

Erdacht wurde dieser Spaß von Garry Marshall, der sich später als Regisseur romantischer Komödien einen Namen machen sollte. Die Julia-Roberts-Filme «Pretty Woman» und «Die Braut, die sich nicht traut» gehen auf sein Konto.

Hauptdarsteller der Serie war eigentlich Richie Cunningham, ein College-Junge, dem man beim Erwachsenwerden zusieht. Ron Howard («American Graffiti») hat ihn gespielt, der später ebenfalls als Regisseur reüssieren sollte. «A Beautiful Mind» oder «The Da Vinci Code - Sakrileg» gehören zu seinen Hits.

Der eigentlich Star aber ist Henry Winkler, der als Arthur Herbert Fonzarelli Filmgeschichte geschrieben hat. So erweist ihm unter anderem Quentin Tarantino in «Pulp Fiction» seine Referenz. Vorerst eine Rolle in der zweiten Reihe, spielt sich Fonzie von Staffel zu Staffel immer mehr in den Vordergrund. Er ist ein Typ, der sich auskennt. Bei Frauen hat er einen Schlag. Er weiß immer Rat und hat nie Scherereien - da er so ein cooler Typ ist.

Und Henry Winkler wusste seinen Ruhm zu nutzen. Ein Angebot, bei «Grease» mitzuspielen lehnte er zwar ab, um nicht ewig Fonzie zu bleiben, stattdessen machte er sich einen Namen als Produzent hochkarätiger TV-Serien wie «MacGyver». Später hat er zwar seine «Grease»-Ablehnung bedauert - es wurde aber trotzdem alles gut.

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news.de/dpa

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