Kinozuschauer dürfen sich auf einen weiteren Comic-Superhelden freuen: Captain America kommt als 3D-Spektakel auf die große Leinwand. Woody Allen erkundet das nächtliche Paris und Steve Carell gerät in eine Liebes- und Lebenskrise.
Amüsantes Heldenepos
Steven Rogers (Chris Evans) ist zu schmächtig, um als Soldat in der US-Armee im Zweiten Weltkrieg für Frieden und Freiheit zu kämpfen. Also stellt er sich nach seiner Ausmusterung für einen mysteriösen Versuch zu Verfügung, der aus dem unscheinbaren Jüngling eine menschliche Wunderwaffe macht: Captain America ist geboren und zieht nach Europa, um den bösen Nazi-Agenten Red Skull (Hugo Weaving) zu besiegen - selbstverständlich stets in seinem blau-rot-weißen Kostüm samt Maske und Schild.
Zum 70. Geburtstag des Comic-Helden hat sich Regisseur und Produzent Joe Johnston (Jumanji, Wolfman) dem Prototyp des American Heroes angenommen und ein sehr amüsantes, absolut klischeehaftes, pathetisches Heldenepos geschaffen. Tiefsinnige Unterhaltung geht anders, actionreiches Kino voller Ironie genau so.
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Titel: Captain America Regie: Joe Johnston Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Hayley Atwell, Tommy Lee Jones und andere Filmlänge: 123 Minuten FSK: ab 12 Jahren Verleih: Paramount Kinostart: 18. August 2011
Allens Zeitreise in die Vergangenheit
Woody Allen ist ein Nostalgiker und Romantiker. In Midnight in Paris greift er wieder das Thema Flucht aus dem Alltag und der Wirklichkeit in eine märchenhafte Welt auf.
Gil (Owen Wilson) und Inez (Rachel McAdams) verbringen ihren Urlaub in Paris. Doch statt verliebt durch die Stadt der Lichter zu bummeln, begibt sich Gil auf die Suche nach seinen Träumen. Er entdeckt, dass Inez doch nicht die Frau seines Lebens ist und tritt allnächtlich eine Reise in das Paris der 1920er Jahre an. Dort trifft er auf Ernest Hemingway, Pablo Picasso und Salvador Dalí.
Die Besetzungsliste glänzt mit großen Namen wie Marion Cotillard und Adrien Brody. Und Carla Bruni-Sarkozy spielt die Nebenrolle einer Fremdenführerin.
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Titel: Midnight in Paris Regie: Woody Allen Darsteller: Owen Wilson, Rachel McAdams, Kathy Bates, Adrien Brody, Marion Cotillard und andere Filmlänge: 94 Minuten FSK: ohne Altersbegrenzung Verleih: Concorde Kinostart: 18. August 2011
Liebe in der Lebenskrise
Der Mittvierziger Cal (Steve Carell) ist mit seiner Jugendliebe Emily verheiratet, hat wohlgeratene Kinder und Erfolg im Job. Doch dann geht seine Frau (Julianne Moore) fremd und will sich von ihm scheiden lassen.
Voller Selbstmitleid stellt er seinen Kummer in einer Bar zur Schau und lernt dort den Schönling Jacob (Ryan Gosling) kennen. Der zeigt ihm, wie man in kurzer Zeit möglichst viele Frauen aufreißt. Mit modischen Jacketts und viel falschem Charme gelingen Cal bald erste Eroberungen. Schon scheint er an dem Egotrip Gefallen zu finden, da bringen ausgerechnet die pubertären Weisheiten seines 13-jährigen Sohnes seine neuen Denkweisen mächtig ins Wanken.
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Titel: Crazy Stupid Love Regie: Glen Ficarra und John Requa Darsteller: Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore, Emma Stone und andere Filmlänge: 118 Minuten FSK: ab 12 Jahren Verleih: Warner Bros Kinostart: 18. August 2011
Bhagwan und Bayern
Bhagwan-Jünger in der bayerischen Provinz - das sorgt für Aufsehen. Im idyllischen Talbichl will die Gruppe eine Kommune samt Therapie-Zentrum errichten. Während die Erwachsenen das Landleben genießen, fühlt sich die zwölf Jahre alte Lili überhaupt nicht wohl. In der Schule ist sie die Exotin und wird von allen ausgelacht.
Mit allen Mitteln versucht sie deshalb, sich anzupassen: Dirndl statt Pumphose, Blaskapelle statt Meditation und Würstchen statt Tofu. Trotzdem gibt es bald einigen Wirbel um die Kommune.
Sommer in Orange ist der neue Film von Marcus H. Rosenmüller - eine farbenfrohe Komödie, die allerdings nicht so richtig in Fahrt kommt. Dafür werden viele Klischees über Bhagwan-Anhänger bestätigt. Das ist manchmal zum Lachen, bisweilen aber auch recht plakativ.
Titel: Sommer in Orange Regie: Marcus H. Rosenmüller Darsteller: Petra Schmidt-Schaller, Oliver Korittke, Wiebke Puls und andere Filmlänge: 110 Minuten FSK: ab 12 Jahren Verleih: 20th Century Fox Kinostart: 18. August 2011
Jimi Blue als cooler Rapper
Marvin wächst in privilegierten Verhältnissen und einer Vorstadtvilla auf. Und seine Mutter, die als Immobilienmaklerin viel Geld scheffelt, weiß genau, wohin die Reise gehen soll für ihren 18-jährigen Sohn. Der aber träumt von einem anderen Weg: Als Rap-Musiker und ohne finanzielle Unterstützung von Zuhause möchte er sich beweisen.
Marvin trifft auf die Gruppe um den coolen Osman und die hübsche Stella - und sein Leben nimmt die entscheidende Wendung. Die Hauptrolle des Marvin wird gespielt von Jimi Blue Ochsenknecht. Der Sohn von Uwe Ochsenknecht ist vor allem bekannt durch seinen Part in der Filmreihe Die wilden Kerle.
Titel: Homies Regie: Adnan G. Köse Darsteller: Jimi Blue Ochsenknecht, Ann-Kathrin Kramer, Ismail Deniz und andere Filmlänge: 90 Minuten FSK: ohne Altersbegrenzung Verleih: Kinowelt Kinostart: 18. August 2011
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