Von news.de-Redakteur Martin Walter
Bahnfahren ohne Ticket «gefällt mir»: Schwarzfahrer in Deutschlands Großstädten organisieren sich über Facebook und Twitter und warnen vor Fahrkartenkontrolleuren. Die Verkehrsbetriebe sprechen von «Schmarotzertum».
Die Verkehrsbetriebe in Deutschlands Großstädten haben mit einem neuen Phänomen zu kämpfen: Im Internet warnen sich die Fahrgäste von öffentlichen Verkehrsmitteln gegenseitig vor Fahrkartenkontrolleuren. Auf speziellen Seiten wie «Schwarzfahren Hamburg» oder «MVV Blitzer» in München werden die betroffenen Linien von Bus und Bahn gepostet.
«Kontrollen in der S2 Erding, Höhe Laim. Letzter Waggon» twittert etwa @silber_blatt an die Schwarzfahrergemeinschaft in München. Auch die Personenbeschreibung der Kontrollettis gibt es oft gratis dazu. «4 Kontroleure von der hochbahn an der u Bahn Station Kellinghusenstrasse in Uniform hellblaues Hemd dunkelblaue Hose in Richtung barmbek!» schreibt Giannis Delioniatis auf «Schwarzfahren Hamburg».
Wer ohne Ticket, aber mit internetfähigem Smartphone in der Bahn sitzt, dem bleibt so unter Umständen genügend Zeit, dem drohenden Unheil aus dem Weg zu gehen. Bei den Usern erfreut sich der Dienst großer Beliebtheit, auch dank der Berichterstattung in den lokalen Medien. 5600 Facebook-Usern «gefällt» Schwarzfahren Hamburg, in München freut sich der MVV-Blitzer über knapp 14.000 Fans. Viele beteiligen sich aus Ärger über die überteuerten Fahrkartenpreise.
Bei den Verkehrsbetrieben ist man über die Schwarzfahr-Community naturgemäß weniger begeistert. Als «Modernes Schmarotzertum» bezeichnet Maja Weihgold, Sprecherin der Hamburger Verkehrsbetriebe (HVV), die Aktion gegenüber dem Medienportal Meedia: «Wir hoffen, dass die Nutzer erkennen, dass sie mit ihrem Verhalten anderen Menschen und den Steuerzahlern schaden». Zumal Schwarzfahren kein Kavaliersdelikt sei, wie HVV-Pressesprecherin Gisela Becker ergänzt.
Viel mehr als Ruhe bewahren bleibt den Dienstleistern allerdings auch nicht übrig. Denn: Rechtlich lässt sich gegen die Initiatoren und Mitglieder der Schwarzfahrer-Gruppen nicht vorgehen. Ähnlich wie die Warnungen vor Auto-Blitzern im Radio bewegen sich die Schwarzfahrer-Initiativen im Netz in einer rechtlichen Grauzone. Werden allerdings Handybilder von den Kontrolleuren online gestellt, ist die Schwelle zur Persönlichkeitsrechtsverletzung schnell überschritten.
ruk/news.de
also ich bezahl in münchen 64 € fürs monatsticket beim mvv--dass au nur für 10 monate--komm damit quer durch die stadt--hab zur arbeit knapp 26 km--wer schafft das mit dem auto??? zu mal quer durch die stadt nicht mal schneller bin mit dem auto--nerven tun nur die ständigen Ausfälle u Verspätungen--aber ansonsten find ich di 64 € ok--zu mal ich das ticket au in der Freizeit ja au noch nutzen kann
jetzt antwortenKommentar meldenRecht hast du, ganz meine meinung. Auto fahren ist um einiges günstiger als mit der verdammten bahn
jetzt antwortenKommentar meldenfakt ist, dass die verkehrsbetriebe heftig überteuert sind. nicht wegen den angestellten (die verdienen wirklich nicht viel) sondern wegen den managern und den aktionären. die werbung, dass die bahn günstiger ist als autofahren ist eine glatte lüge und man ist nicht halb so flexibel! es kann nicht sein, dass gering verdiener fast nur für das bahn bzw. busticket arbeiten um zu ihrem job zukommen! da wundert es wirklich niemandem, dass es schwarzfahrer gibt, ausser die reichen penner, die noch reicher werden wollen!!!
jetzt antwortenKommentar meldenWas verstehst du unter kostenlos? Du löhnst nicht mehr am Automaten, sondern monatlich auf deinem Gehaltsstreifen, gelle? Wer bezahlt denn die Beschäftigten? Von den Sachausgaben ganz zu schweigen, he? Verdammt nochmal, soviel Kurzsichtigkeit macht aber wirklich böse!!
jetzt antwortenKommentar meldenDer Ehrliche soll der Dumme sein? Schwarzfahrer sind in meinen Augen Steuerhinterzieher auf piff-Niveau mit aufgeblasener Ego-Moral und selbst geschnitzten Dussel-Argumenten. Wieso zum Teufel klappt ds Schmarotzer-Vermeiden eigentlich in so vielen anderen Großstädten auf allen Erdteilen??
jetzt antwortenKommentar meldenÜber kurz oder lang werden Öffentliche Verkehrsmittel kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen - Benzin kann sich bald eh kein Normalverdiener mehr leisten...
jetzt antwortenKommentar meldendie größten Schmarotzer sind die Verkehrsbetriebe, mit ihren überteuerten Fahrpreisen,Ihr seit nicht nur Schmarotzer, ihr seit auch ASOZIAL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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