Musik Charts: Run auf Amy Winehouse hält an

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Die Soulsängerin Amy Winehouse ist mit ihren beiden Alben und sechs Singles zurück in den deutschen Charts.

Berlin (dpa) - Die Soulsängerin Amy Winehouse ist mit ihren beiden Alben und sechs Singles zurück in den deutschen Charts.

Gut eine Woche nach dem Tod der Britin schaffte ihr Erfolgsalbum «Back to Black» den Wiedereinstieg auf Platz zwei der Charts, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control am Dienstag mitteilte. Das 2006 erschienene Album hatte in Großbritannien sogar die Spitze der Albumcharts gestürmt. Winehouse' Debüt-Album «Frank» landete in Deutschland auf Platz zwölf.

In den Singlecharts war «Back to Black» der höchstplatzierte Wiedereinstieg auf Rang 18. Fünf weitere Singles, darunter ihr erster Deutschlanderfolg «Rehab» (Platz 27) aus dem Jahr 2006, schafften es erneut in die Charts.

Winehouse war am 23. Juli im Alter von 27 Jahren in ihrer Londoner Wohnung gestorben. Ein Sprecher der Plattenfirma HMV hatte erklärt, dass wegen der großen Nachfrage CDs nachproduziert werden mussten. Auch die Musik anderer herausragender Stars wie John Lennon und Michael Jackson wurde nach deren Tod wieder massenhaft gekauft.

«Das ist ein Phänomen, das man im Prinzip schon seit dem Tod von Elvis beobachten kann», sagte der stellvertretende Chefredakteur des «Rolling Stone»-Magazins, Joachim Henschel, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. «Das ist eben eine Mischung aus dieser Aufmerksamkeit und eben auch Nostalgie.»

Höchster Neueinsteiger in den deutschen Albumcharts ist das hessische Schlagerduo Amigos mit «Ein Himmel auf Erden». Die Platte schaffte es auf Anhieb an die Spitze. Vom Thron rutschte die britische Sängerin Adele mit «21» auf Platz drei ab. Für Take That hat sich die Europatournee offensichtlich auch gelohnt: Die Fans hievten «Progress» in Deutschland von Rang 71 auf 29.

An der Spitze der Singlecharts steht weiterhin Alexandra Stans «Mr. Saxobeat». Die 22-jährige Rumänin landete mit ihrem tanzbaren Ohrwurm den Sommerhit 2011. Um einen Rang verbesserte sich der Berliner Tim Bendzko, der mit «Nur noch kurz die Welt retten» nun auf dem zweiten Platz steht. Dahinter heizen Lucenzo feat. Don Omar mit «Danza Kuduro» ein. Latinostar Enrique Iglesias, Usher und Lil Wayne schafften mit «Dirty Dancer» auf Platz 17 den höchsten Neueinstieg.

Die kompletten Charts werden erst am Freitag veröffentlicht.

Media Control zu Charts

news.de/dpa

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