Er kann es nicht lassen: Lars von Trier wird auch mit seinem jüngsten Filmprojekt wieder für Schlagzeilen sorgen. In Nymphomaniac will der dänische Skandalregisseur das Erotikleben einer Frau begleiten. Explizites inklusive.
Man kann ihm wirklich nicht unterstellen, er sei zartbesaitet: Der dänische Skandalregisseur hat in der Vergangenheit, so zuletzt in Antichrist, bewiesen, dass er auch vor expliziten Bildern in seinen Filmen nicht zurückschreckt. Dass sein neuer Film wohl ebenfalls die Gemüter erhitzen wird, obwohl er noch gar nicht gedreht ist, scheint von Trier aber schon jetzt bewusst zu sein. Deshalb wird es Nymphomaniac, so der Titel seines neues Werkes, in einer Hardcore- und einer Mainstreamversion geben.
Der Grund: In Nymphomaniac will von Trier das Erotikleben einer Frau von deren Geburt bis zu ihrem 50. Lebensjahr begleiten. Das berichtet unter anderem das Branchenblatt Entertainment Weekly. «Ich kann nicht einen Film über die sexuelle Entwicklung einer Frau machen, ohne eine Penetration zu zeigen», zitiert Entertainment Weekly den Regisseur. Dennoch will von Trier seinen Film nicht als Porno verstanden wissen, sondern als Film «mit einer Menge Sex und einer Menge Philosophie».
Die Dreharbeiten zu Nymphomaniac sollen im Sommer nächsten Jahres beginnen, berichtet das Filmportal Screen Daily. Wie explizit die sexuellen Darstellung letztendlich ausfallen werden, hinge auch von der Art der Finanzierung des Films ab. Lars von Trier sorgte in der Vergangenheit nicht nur durch seine Filme für Kontroversen, sondern auch durch seine Äußerungen, wie zuletzt auf dem Festival von Cannes als er schräge Sympathiebekundungen für Hitler anstellte.