Von news.de-Redakteurin Julia Pfeifer
Auch zwei Tage nach dem Tod von Amy Winehouse bleibt die Ursache weiterhin ungeklärt - die Gerichtsmediziner benötigen weitere Tests. Heute soll die Soulsängerin im Kreise ihrer Familie und Freunde beigesetzt werden.
Die Todesursache bei Amy Winhouse bleibt nach wie vor offen. Eine Obduktion der Leiche am Montag habe keinen «offiziellen Grund» für den Tod der 27-Jährigen ergeben, teilte Scotland Yard mit. Deshalb warte man nun auf die Resultate der toxikologischen Untersuchungen, die in zwei bis vier Wochen vorliegen. Kurz nach dem Tod von Amy Winehouse hatte die Polizei das Haus der Sängerin, die jahrelang mit der Abhängigkeit von Alkohol und Drogen zu kämpfen hatte, auf illegale Substanzen durchsucht, allerdings wurde laut der britischen Daily Mail nichts gefunden.
Ihre Eltern bedanken sich für die Anteilnahme
Seit dem Bekanntwerden von Amy Winehouses Tod kamen hunderte Fans zu dem Haus der Sängerin im Nord-Londoner Stadtteil Camden, um zu trauern. Auch ihre Familie fand sich gestern dort ein. Amy Winehouses Vater, der am Samstag auf dem New Yorker Flughafen JFK vom Tod seiner Tochter erfahren hatte, wandte sich sichtlich ergriffen an die Anwesenden: «Ich kann nicht ausdrücken, wie viel es uns bedeutet, dass Ihr hier seid. Das macht es uns ein wenig leichter.»
Amy Winehouses Mutter Janice Winehouse hatte ihre Tochter einen Tag vor deren Tod besucht. Da soll sie in einem sehr schlechten Zustand gewesen sein. So schlecht, dass sie gedacht habe, Amys Tod sei nur noch eine Frage der Zeit, sagte Janice Winehouse gegenüber der Daily Mail. Nicht einmal 24 Stunden später wurde Amy Winehouse tatsächlich tot aufgefunden. Die letzten Worte an ihre Mutter waren: «Ich liebe Dich, Mum.» «Diese Worte werde ich für immer behalten. Ich bin so froh, sie am Freitag noch gesehen zu haben.»
Kelly Osbourne, eine enge Freundin von Amy Winehouse und eine der ersten, die sich über Twitter zum Tod der Sängerin äußerten, kam gestern in London an. In Tränen aufgelöst und ganz in Schwarz gekleidet, wurde sie am Flughafen gesehen. Amy Winehouse, die Jüdin ist, wird gemäß der jüdischen Tradition so schnell wie möglich beigesetzt. Ihre Eltern bestätigten der Daily Mail, dass die Beerdigung heute auf dem Friedhof Golders Green in Nord-London stattfinden wird.
Ex-Mann: «Meine Tränen werden nie versiegen»
Mittlerweile äußerte sich auch Blake Fielder-Civil, mit dem Amy Winehouse von 2007 bis 2009 eine mehr oder weniger turbulente Ehe geführt hatte. Fielder-Civil, der gerade wegen eines bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis sitzt, sagte: «Ich werde nie wieder diese Liebe fühlen, die ich für sie hatte. Jeder, der Amy und mich kannte, weiß, wie sehr wir uns geliebt haben. Ich kann nicht glauben, dass sie tot ist.»
In einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Sun spricht Reg Traviss, Amy Winehouses letzter Freund, über deren letzten Tage. «Sie war so voller Leben in den vergangenen Tagen. Sie hat jeden Tag Sport gemacht und ist zum Yoga gegangen. Ihr Tod muss ein Unfall gewesen sein.» Der Regisseur und Amy kannten sich zwei Jahre. Nachdem sie sich auf der Karibikinsel Saint Lucia 2009 eine Auszeit genommen hatte und nach London zurückgekehrt war, wurden beide immer öfter zusammen gesehen. Er soll einen guten Einfluss auf die Sängerin gehabt haben. Als er für Dreharbeiten zu seinem neuesten Film Srewed immer öfter längere Zeit weg war, soll sie allerdings wieder in ihre alten Gewohnheiten zurückgefallen sein.
Posthum ein neues Album?
Nach dem Bekanntwerden des Todes von Soulsängerin Amy Winehouse schießen die Verkaufszahlen ihrer beiden Alben Frank und Back To Black in die Höhe. Die Anzahl aller ihrer Download-Produkte stieg laut Media Control von Samstag bis Sonntag um das 21-fache. Auch beim Internethändler Amazon belegte Winehouse am Montag die vorderen Plätze.
Ob posthum noch eine dritte Platte veröffentlicht wird, ist noch nicht klar. Während der Daily Mirror berichtet, dass es genug Material dafür gebe, das auch bald veröffentlicht werden könnte, hieß es im Telegraph, dass die Aufnahmen nur die Qualität von Demo-Tapes hätten. Die Entscheidung über eine Veröffentlichung liegt den Berichten zufolge vor allem bei ihren Eltern.
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cvd/car/news.de/dapd
Amy Winehouse ist kein Einzelfall. Michael Jackson, Elvis Presley und einige andere sind an den Folgen übermässigen Drogen , Alkohol oder Medikamentenkonsums gestorbeen. Es ist der permanente Stress , welchem die Stars unterliegen. Jeder möchte an ihnen verdienen. Plattenindustrie,Manager, Veranstalter usw. Die Stars müssen immer top sein, das verlangt auch das Publikum. Alles in Allem, können die Stars nur das leisten, wenn sie irgendwann anfangen sich den Stress mit Hilfsmitteln abzubauen. Wo das dann endet, zeigt als neuestes Beispiel Amy Winehouse.
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