So., 27.05.12

Google plus 25.07.2011 Sorry, Ihr Profil wurde gelöscht

Google (Foto)
Im Netzwerk Google+ gibt es Nutzerärger: Weil sie nicht mit ihrem richtigen Namen angemeldet waren, wurden ihre Profile gelöscht. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz

Ärger im Google-versum: Weil sie nicht mit ihrem richtigen Namen angemeldet waren, wurden Nutzer aus Googles neuem Netzwerk Google+ rausgeworfen. Fantasienamen verstoßen gegen die Nutzerregeln, so die Begründung.

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Erst seit wenigen Wochen ist Google mit seinem eigenen Netzwerk Google+ online, nun gibt es die ersten größeren Probleme. Medienberichten zufolge hat Google die Profile von Nutzern, die nicht mit ihrem Klarnamen, sondern mit Fantasienamen oder Pseudonymen angemeldet waren, ohne Vorwarnung gelöscht. Will der Betroffene seinen Account aufrufen, liest er: «Ihr Profil ist gesperrt. Wir haben bei der Prüfung Ihres Profils festgestellt, dass der von Ihnen festgelegte Name gegen unsere Community-Richtlinien verstößt.»

In ebendiesen Benutzer-Regeln heißt es, Nutzer sollten sich nur mit dem Namen im Netzwerk anmelden, unter dem sie Freunden, Mitarbeitern und der Familie bekannt sind. Dies diene der Bekämpfung von Spam und beuge gefälschten Profilen vor. Allerdings erklärt Google: «Wenn Ihr vollständiger Name zum Beispiel Michael Sebastian Müller ist, Sie normalerweise aber Michi Müller oder Bastian Müller verwenden, ist dies auch in Ordnung.»

Bisher nicht bekannt ist, wie Google beim Löschen der Profile vorgeht. Möglicherweise scannt ein Algorithmus verdächtige Accounts und löscht diese dann automatisch. Das dadurch auch zu Unrecht Nutzer aus dem Netzwerk fliegen, scheint Google hinzunehmen. Betroffene User können sich über ein besonderes Formular dann wieder neu anmelden.

Bei Twitter ist derweil eine ziemlich empörte Diskussion über das Vorgehen von Google in Gange. In einigen Fälle habe Google nicht nur einzelne Profile stillgelegt, sondern den gesamten Account samt Kalender und Mails gelöscht. User @mountainprophet beispielsweise reagiert verärgert und konsequent: «Die Datenkrake hat den Bogen überspannt. Andere Mütter haben auch schöne Clouds.»  Allerdings raten einige Netzwerknutzer auch zur Ruhe, schließlich könne Google selbst die Regeln für sein Netzwerk festlegen. Daran sei nichts Schlimmes.

Wie der Medieninformationsdienst Meedia berichtet, hat Google auch zahlreiche Markenprofile wie DerWesten und Berliner Morgenpost gelöscht. Auch Welt Online ist betroffen. Der stellvertretende Chefredakteur der Welt-Gruppe, Oliver Michalsky, meldete sich über sein Profil zu Wort. Bei Welt Online habe man bereits damit gerechnet, dass der Google+-Account gelöscht wird, aber: «Wir jammern keineswegs darüber, sondern freuen uns, in den vergangenen drei Wochen hier eine Menge getestet und viele interessante Leute kennen gelernt zu haben.»

ruk/news.de
Leserkommentare (2) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Hummel990
  • Kommentar 2
  • 26.07.2011 12:37
 

schon wieder ein Grund für mich bei Facebook auf keinen Fall einen Account anzulegen.Da artet immer gleich alles ins Unermessliche aus.Jedes soziale Netzwerk hat seine Regeln.Akzeptiere sie oder lass es bleiben.Ich finde es bedenklich wenn immer gleich zum Boykott,Zerstörung und dergleichen aufgerufen wird ,nur weil einem etwas nicht passt. Ich persönlich finde es gut wenn mit diesen Regeln Fakes /Spaßprofilen vorgebeugt wird.Keiner mag es wenn er verarscht. wird.

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  • Geisepeter
  • Kommentar 1
  • 26.07.2011 09:10
 

Google sollte nicht vergessen, das Sie es sind die unter enormen Druck stehen? wer will da was von wem? Google von uns oder wir von Google? Wir können auch eine Facebook Gruppe aufrufen um alle Google Accounts Massenweise abzumelden. Mal sehen wer den kürzen zieht?

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