So., 27.05.12

«Einsatz in 4 Wänden» 26.07.2011 Angriff auf die Müllhölle

Tine Wittler (Foto)
Einrichtungsexpertin Tine Wittler ist wieder voll in ihrem Element. Bild: RTL

Von news.de-Volontär Ayke Süthoff

Für die Einrichtungsexpertin Tine Wittler und ihre neue Staffel von Einsatz in 4 Wänden ging es gestern in die zweite Runde. Das Grauen war wieder groß, vor allem bei Messie-Königin Angelina. Aber Tine griff wie immer beherzt durch und rettete nebenbei das Familienglück.

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Tine Wittlers neue Staffel von Einsatz in 4 Wänden - Spezial begann in der vergangenen Woche furios, zumindest, was die Titel der Doppelfolge anging. Erst lief vergangenen Montag Die Gruselgruft der Messie-Mutter, gefolgt von Folge zwei, Die Höllen-Hütte des Bastel-Opas. Ob das noch zu toppen ist?

Oh ja, es ist. Folge drei führt Tine Wittler am Montagabend in Das Müllhaus. Zugegeben, der Titel ist etwas langweilig geraten, der Rest umso aufregender: Von außen ist das Haus der 46-jährigen Steuerfachangestellten Angelina noch ganz ansehnlich, innen ist es die Müllhölle.

Der Tod ihrer Mutter hat Angelina völlig aus der Bahn geworfen. Der Verlust führte dazu, dass Angelina nie wieder etwas verlieren wollte. Das war Ende der 1980er. In den mehr als 20 Jahren danach sammelte sie alles, was sie konnte: Messie-Syndrom. Daran scheiterte ihre Ehe und die Beziehung zu beiden Töchtern. Auch den Kontakt zu ihrem Bruder Heinz hat Angelina abgebrochen.

Allein im meterhohen Müll

Sie lebt allein im Müll, isst kaum, versteckt sich vor den Nachbarn und wirkt höchst depressiv. Das Leben von Angelina ist an Trostlosigkeit nicht zu überbieten. Am schwersten lastet auf ihr, dass Tochter Alexandra vor zwei Jahren ausgezogen ist. So kann es nicht weitergehen. Angelina beschließt, etwas zu ändern und sucht deshalb Kontakt zu ihrem Bruder Heinz - zusammen wenden sie sich an Tine Wittler. «Es ist ganz wichtig für Angelina, sich jetzt zu outen», sagt Heinz.

Auch Heinz war schon fünf bis zehn Jahre nicht mehr im Haus. «Wir schaffen das mit vereinten Kräften», sagt Tine zum ihm und los geht's «in die Höhle des Löwen». Da macht Tine Augen. Die Couch liegt unter einem Müllberg begraben, ist nicht mehr zu sehen. Das Gleiche gilt für den Esstisch, mitsamt Stühlen. Die Treppe ist voller Müll, selbst das Bad quillt über vor Dreck und Unrat. Angelina sammelt hier sogar ihr eigenes Haar.

«Das ist eine der größten Müllhalden, die ich je gesehen habe», sagt Tine Wittler und auch die Männer des Aufräumtrupps sind schockiert: «Ach du Scheiße», rufen sie, «Alter Schwede!» Der Unrat von zwei Jahrzehnten ergibt den höchsten Müllberg der Einsatzgeschichte, 1500 Säcke.

Auch das Familienleben will aufgeräumt sein

Genauso wichtig wie die Aufräumarbeiten im Haus: Angelinas Familienleben wird wieder in Ordnung gebracht. Mit Bruder Heinz lebt sie in der Renovierungszeit zusammen und auch die verlorene Tochter Alexandra kehrt zurück. Tine Wittler rettet die Familie, während ihr Team das Haus von Grund auf renoviert. Ein bisschen Werbung für praktische Tapeten, Möbel und schicke Fliesen im orientalischen Look ist da auch noch dabei. Irgendwer muss denn Umbau ja finanzieren.

Am Ende schlägt dann Tines große Stunde, sie darf dekorieren. Hier kommen Bilder an die Wand, dorthin ein paar Blumen, Kissen aufs Sofa, Deckchen, Geschirr, Kerzen. Allerlei Nippes und Tinnef. Als wollte Tine Wittler den Sammeltrieb in Ex-Messie Angelina wieder wecken. Hoffentlich geht das nicht nach hinten los.

Es wäre wirklich interessant, die bei Einsatz in 4 Wänden renovierten Wohnungen ein paar Monate nach den Renovierungsarbeiten noch einmal zu sehen. Einen solchen Blick wagt ja zum Beispiel Restaurant-Tester und RTL-Kollege Christian Rach. Tine Wittler will sich das erst ganz am Ende der Staffel antun. Die Gefahr ist groß, dass all die Arbeit umsonst war und die frisch umgebauten Wohnungen schon wieder völlig verwohnt sind. Wer will das in nach jeder Folge sehen?

Lieber zum Abschied noch einmal mit der Kamera durch die wunderschön eingerichtete, saubere Wohnung schwenken und dann weg. Der nächste Fall ruft. Im zweiten Teil der Doppelfolge baut Tine Wittler Familie Zipkas Haus zu Ende - Mutter, Vater und Sohn lebten jahrelang in einem Rohbau. Auch hier ist am Ende die Welt wieder in Ordnung und Wittlers Mission erfüllt.

Bestes Zitat: «Wie bewegst du dich hier?» (Tine Wittler zu Angelina angesichts der Müllberge in der ganzen Wohnung) - «Ich hab kleine Füße und bin schmal.» (Angelinas Antwort)

mik/news.de
Leserkommentare (6) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Martina Ulz
  • Kommentar 6
  • 08.08.2011 20:55
 

Hallo, ich bin Fan von Tine und finde es gut das Sie Menschen hilft die in Not geraten sind.Doch wenn Dummheit unterstützt wird,dann verliere ich jede Freude Einsatz in vier Wänden zu gucken.Vor Kranheit oder Todesfälle,plötzliche Arbeitslosigkeit ist niemand sicher.Aber wenn man keine Versicherung hat oder man nicht richtig versichert ist und einem das Haus abfackelt,da habe ich kein Mitleid.Wenn kein Geld für eine Versicherung da ist,dann sollte man sich reichlich überlegen ob man nicht doch in einer Mietwohnung bleibt.Wenn es auch klein ist.So etwas sollte nicht noch unterstützt werden.

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  • ilsemaria
  • Kommentar 5
  • 26.07.2011 15:05
 

Leute was schaut ihr euch diese Lügen eigentlich an

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  • Scampolo
  • Kommentar 4
  • 26.07.2011 13:01
 Antwort auf Kommentar 2

Recht habt Ihr alle, braucht die Kohle für Leute die wircklich in Not sind und es verdient haben. Sollen ihren Dreck selber wegräumen haben ihn auch gemacht. Tine Wittler mag ich, aber das sie sich für eine solche Sendung hingibt verstehe ich nicht.........

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  • Scampolo
  • Kommentar 3
  • 26.07.2011 12:57
 

Ich finde es total daneben das solchen Leuten die das ganze Haus oder Wohnung zur Müllhalde verdrecken lassen dann mit fremder Kohle alles neu renoviert wird. Wenn Leute ohne eigene Schuld in Not geraten wie durch eine Baufirma oder Tod eines Ehegatten ist das in Ordnung, aber nicht weil man zu faul und liederlich ist. Ich würde mich schämen mich dann noch im Fernsehen zu präsentieren als ob nichts gewesen wäre. Zudem war gibt Garantie das es in einem Jahr nicht wieder gleich aussieht. Es gäbe genug andere Menschen die in Not geraten bei denen die Kohle besser investiert wäre.

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  • eumelpaul
  • Kommentar 2
  • 26.07.2011 12:33
 

Das soviel arbeit für solche Leute betrieben wird und in 1-2 Monaten sieht es wieder so aus,ist wie Perlen vor die Säue werfen.Lasst Sie doch in Ihren Dreck sitzen den haben Sie ja selber gemacht. Anderen geht es ungewollt schlecht,da wird nichts gemacht.

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  • Gisa 1955
  • Kommentar 1
  • 26.07.2011 12:14
 

Das so ein Dreck überhaupt im Fernsehen gezeigt wird, ist für mich eine Schande hoch 3. Diese Messis sollte man den Hintern versohlen und in die Wüste schicken. Die machen Dreck und Unrat, andere kommen und räumen den Dreck weg und die Verursacher verdienen auch noch Geld dabei. Solche Sendungen, die so einen Mist ausstrahlen, die sollte man überhaupt nicht mehr anschauen. Sage nur: Pfui Teufel!

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