So., 27.05.12

Das Bo 28.07.2011 X Factor? Türlich, Türlich!

X Factor (Foto)
Guckt im Gegensatz zu Sarah Connor und Till Brönner (links) noch ein bisschen erschrocken: Rapper Das Bo ist neues Jurymitglied bei X Factor. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Ines Weißbach, Hamburg

Die Frage «Das Bo, wer oder was ist das?» wird sich bei vielen Fernsehzuschauern bald in «Na klar, Das Bo!» umwandeln. Der Hamburger Rapper ist neues Jurymitglied bei X Factor - endlich eine Castingshow mit echtem Coolness-Faktor.

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Das Bo in einer Castingshow-Jury - wie passt das zusammen?

Das Bo:
Zuerst muss man natürlich gucken, ob man das mit sich vereinbaren kann. Als ich von der Möglichkeit gehört hatte, bei X Factor mitzumachen, habe ich mir Gedanken gemacht. Und in diesem ganzen Prozess habe ich nicht eine Sache gefunden, weswegen ich das nicht machen sollte.

Vielleicht weil die Homies das uncool finden?


Das Bo: Nicht einer. Alle freuen sich für mich und sind gespannt. Von allen Leuten, denen ich das gesagt habe, haben 85 Prozent entweder gesagt: «Geil, dann guck ich mir das an» oder: «Scheiße, da muss ich das ja gucken». Mein Umfeld ist auch breit gefächert. Das sind nicht nur die Straßenjungs und Hip-Hop-Kollegen.

Beim Anschauen des Trailers hat man das Gefühl, dass Sie zum ersten Mal eine neue Farbe in eine Casting-Jury bringen können und deshalb sehr gut passen.

Das Bo:
Das freut mich. Die Dreier-Konstellation ist besonders spannend, weil wir sehr unterschiedlich sind. Till ist der Musikprofessor, der Studierte, Sarah, das Kleinstadtmädchen, das es ganz nach oben geschafft hat. Sie kriegt ihr drittes Kind und hat all ihre Träume erfüllt. Und ich bin der Selfmade-Man, der Entertainer. Wir haben uns gefunden.

Und wie kommen Sie im Fernsehen rüber?


Das Bo: Ja, manchmal habe ich ein bisschen komisch geguckt, mit offenem Mund, wenn ich überrascht beziehungsweise entsetzt war. (lacht)

Sie müssen dann auch Mentor für die Kandidaten sein. Hatten Sie selbst einen?

Das Bo: Nein, überhaupt nicht. Nicht mal ein Idol. Ganz früher vielleicht noch Michael Jackson. Ich habe die Leute immer schon nicht nur als das, was sie dargestellt haben gesehen. Bei Künstlern gibt es immer zwei Seiten. Und diese Sicht möchte ich mir bewahren. Ich habe mit vielen Leuten zusammengearbeitet. Eigentlich komme ich ja vom Scheißelabern. Ich kann kein Instrument spielen und keine Noten lesen. Alles, was ich jetzt kann oder weiß, war learning by doing.

Auf Ihrer Homepage gibt es ein Interview, in dem Sie sagen, kein musikalischer Mensch zu sein. Das stimmt dann ja nicht.


Das Bo: Das auf keinen Fall. Was ich dort sicherlich meinte war, dass ich nicht in der Lage bin Noten zu schreiben und auf einem Instrument zu spielen. Bei Musik geht es ja sehr viel um Gefühl und das ist dann auch eher mein Ding. Denn jemand, der die Noten so spielen kann, wie sie dastehen, hat noch lange kein Gefühl in die Musik gebracht.

Haben auch Rapper am
X-Factor-Casting teilgenommen?

Das Bo:
Ja, die gab es. Das war natürlich meine Kernkompetenz. Gute Ansätze waren da, aber ich war auch knallhart, weil man bei X Factor mit einem Rapper nur schwer gewinnen kann. Das Format ist nicht darauf zugeschnitten. Und irgendwie habe ich schon auf dem Zettel, dass ich gerne gewinnen würde. Bei manchen ist es im Superbootcamp gescheitert, weil die die Aufgabe bekommen haben, Take That zu singen. Das ist für einen Rapper nicht unbedingt möglich.

Wie können Sie als Rapper den Sängern Tipps geben?


Das Bo: Wir haben ein Team mit zwei Vocalcoaches, mit denen ich mich besprechen kann. Aber ich habe das letzte Wort. Also, die Experten geben die Tipps und ich lehne mich zurück. (lacht) Nein, natürlich nicht, ich weiß, was ich da tue.

Hätten Sie mit Der Tobi & das Bo früher auch bei so einer Castingshow mitgemacht?


Das Bo:
Nein, aber damals war das alles noch anders und ich selbst auch unsicherer. Ich komme tatsächlich aus einer Zeit, in der es das alles noch gar nicht gab. Da hat sich so ein kleiner Kreis von Leuten immer Freitag nach der Schule ins Auto gesetzt und ist hin zu einem Jugendhaus gefahren und abends war Auftritt. Ich hab diese ganze Entwicklung gemacht. Das hat was Geerdetes. Ich habe aber keinerlei Vorbehalte gegenüber dem Castingformat. Ich denke, gerade da muss man sein Bestes geben und Präsenz zeigen. Bei den Jungs zuhause oder im Jugendclub kennen dich alle und wissen, was du machst. Klar, dass die das cool finden.

Das Bo heißt eigentlich Mirko Bogojevic und kommt aus Hamburg. Der Rapper wurde in den 1990er Jahren mit dem Duo Der Tobi & das Bo bekannt. Als Teil der Fünf Sterne Deluxe landet er mit den Singles Willst Du Mit Mir Gehn und Die Leude in den deutschen Charts. So richtig erfolgreich, mit über 200.000 verkauften Singles wird's mit dem Solodebüt Türlich, Türlich (Sicher Dicker). Er geht mit Deichkind auf Tour, teilt sich mit Jan Delay die Bühnen. Seit dem Frühjahr 2011 sitzt er in der X-Factor-Jury als Nachfolger von George Glueck.

news.de
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Horat
  • Kommentar 1
  • 09.11.2011 20:28
 

Ich weis nicht was das soll wer ist Bo ein Rapper von 2000.000 einer position auf Platz 199.999 und so ein winzling eigentlich einganz normaler Mensch eingebildet meint er sei ein Frauenschwarm am Anfang waren alle Kandidaten sehr gut und nun ?es ist doch kein X Factor mehr hier wird nur noch für sich selber blöd daher geredet und einer wie der andere sind blöder als blöd so geht keine normale Castingshow nein wirklich nicht Ihr Herren Bo und Brünner wie seit Ihr bekannt geworden was trällert Ihr denn so aber eigenruhm stinkt stinkt Ihr ich Denke schon,also mehr Respekt vor den Mitmenschen ode

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