So., 27.05.12

Frauen-WM 18.07.2011 Falsche Euphorie

Japan - USA (Foto)
Auch Angela Merkel und Christian Wulff waren im WM-Fieber. Bild: dapd

Von news.de-Volontär Ayke Süthoff

Die Fifa-Frauen-WM ist vorbei und kann eine positive Bilanz vorweisen: so viele Zuschauer wie noch nie, in den Stadien und vor den Fernsehern. Quotenrekorde für die deutschen Frauen und 15 Millionen TV-Zuschauer beim Finale. Doch die Euphorie ist gekünstelt.

Nun ist sie vorbei, die Weltmeisterschaft der Fußballfrauen. Sie kann eine äußerst positive Bilanz vorweisen - ein Quotenrekord jagte den nächsten. Nicht nur die Spiele der Deutschen erreichten ein Millionenpublikum, auch die anderen Begegnungen wurden von Millionen geschaut.

Allerdings war bei wenigen dieser Zuschauer so viel Elan dabei, wie zum Beispiel bei einer Männer-WM. Die Spiele der Frauen wurden zwar geguckt, aber mitgerissen haben sie kaum jemanden.

Das ist auch nicht überraschend. Der Frauenfußball ist hierzulande einfach nicht sehr etabliert, die meisten Mannschaften der Bundesliga sind kaum bekannt. Und auch die Spielerinnen selbst kannten vor dem Turnier nur die wenigsten. Ganz anders als bei den Männern, wo man geradewegs mit Spielern aufwächst, sie von der Jugendnationalmannschaft bis hin zu WM-Finals begleitet, wo man gute und schlechte Zeiten durchmacht.

Gerade vor diesem Hintergrund muss man sich fragen, warum trotzdem so viele Zuschauer die WM-Spiele sehen wollten. Und was von der Euphorie nach der WM bleiben wird. Sehen Sie zu diesem Thema unseren Videokommentar.

Frauen-WM
Die Euphorie war künstlich
Video: news.de

rut/news.de
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