So., 27.05.12

Anne Will 09.07.2011 Auf Wiedersehen, Millionen

Anne Will (Foto)
Anne Will freut sich auf entspanntere Wochenenden. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger

Abschied aus der besten Lage: Anne Will räumt den deutschen Talkshow-Olymp für einen gewissen Günther Jauch. Nach der Sommerpause wartet ein schwerer Job im Quassel-Quintett der ARD auf sie.

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Ein Hauch von Wehmut wird sich am späten Sonntagabend im Berliner Osten breit machen. In ihrem Studio wird sich Anne Will von ihren fünf Gästen verabschieden und zugleich von vielen Zuschauern. Denn dass ihr die gut vier Millionen Menschen, die sie im Schnitt jeden Sonntag erreichte, ab Ende August auf ihren neuen Sendeplatz am Mittwochabend folgen, ist sehr unwahrscheinlich.

Etwa ein Jahr lang wurde die Vorzeige-Polittalkerin der ARD von den Programmverantwortlichen zur Platzhalterin für Günther Jauch degradiert. Nach vier Jahren wird sie nun den quotenträchtigen Sendeplatz kurz nach dem populären Sonntagskrimi im Ersten räumen müssen. Aber sie kann sich dabei erhobenen Hauptes aus der 1a-Lage des deutschen Fernsehens verabschieden. Vier Jahre lang hat Will gezeigt, dass sie eine Allrounderin mit Gespür für die Befindlichkeiten ihrer Gäste ist.

Dabei musste sie sich auch mit den typischen Hürden in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt auseinandersetzen. So wurde mehrfach versucht, das Thema des vorangegangenen Tatorts ín ihrer Sendung aufzugreifen, zuletzt ging das bei der Kinderarmut und beim Pflegenotstand auch mal gehörig daneben. Aber solange sich ihre Redaktion die Freiheit behielt, auch lang eingeplante Sendungen wie die zur ARD-Themenwoche Mobilität im Falle Strauss-Kahn auch mal um eine Woche zu verlegen, behielt man als Zuschauer das Gefühl, dass der Riecher von Wills Kollegen in der Redaktion noch intakt ist.

Mit dem neuen Sendeplatz ist Anne Will in ihrer Samstagabendgestaltung nun wieder etwas freier, wie Sie im Interview mit der Bunten verriet. Sie habe nur alkoholfreies Bier trinken können, weil der Sonntag nun mal Arbeitstag ist. Es könnte also sein, dass nun ihre Dienstagabende im Tausch etwas ruhiger werden, was sie allerdings verschmerzen dürfte.

Anne Will
Niederlage als Chance
Video: news.de

Mit viel Energie wird sie Ende August zurückkehren müssen, wenn sie auf dem wenig prominenten Mittwochabend erst nach den Tagesthemen auf Sendung geht. Das Ringen des Quassel-Quintetts um die Zuschauer wird sie am 31. August wieder aufnehmen.

Anne Will, Sonntag, 10. Juli 2011, 21.45 Uhr, Das Erste

news.de
Leserkommentare (28) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Regina Weis
  • Kommentar 28
  • 10.07.2011 22:26
 

.Antwort auf Kommentar 24 Ich stimme Ihnen zu. Dem ist nichts hinzuzufügen!!!!

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  • DRFXS
  • Kommentar 27
  • 10.07.2011 21:37
 Antwort auf Kommentar 24

Ich stimme Ihnen zu.

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  • DRFXS
  • Kommentar 26
  • 10.07.2011 21:34
 

Ein virtueller Hydepark-Platz, - nicht mehr! Diese Talkshows dienen der Illusion einer lebendigen Meinungsbildung und Demokratie. Sie haben Ventilfunktion. Das Wichtigste: Sie verändern nichts.

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  • Pelle1
  • Kommentar 25
  • 10.07.2011 18:20
 Antwort auf Kommentar 19

Jaja, die bøse Stasi,... Sie scheinen ja mindestens 50-60 Jahre unter der Stasi gelitten zu haben-bei dem Trauma und der (scheinbar) umfassenden Erfahrung! Es wære schon empfehlenswert ALLE auf Stasi-Vergangenheit zu "untersuchen"! AUCH z.B. die Abgeordneten in den alten Bundesländern- das Ergebnis wäre sicher interessant! Pelle 1

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  • Sophie
  • Kommentar 24
  • 10.07.2011 17:55
 

Nein um Anne Will ist keine Träne nachzuweinen. Gegenüber z.B. einer Maybrit Illner ist Sie einfach zu voreingenommen, zu Klientel bewußt, als Persönlichkeit zu wenig "echt", und das für mich Schlimmste, ein eigenes vertieftes Interesse an den jeweiligen Themen - Fehlanzeige (.. innerhalb der Möglichkeiten eines Sonntagstalks natürlich)! Eine typische FDP Frau eben! Nein es geht ihr nur um Sie selbst, Ihr Aussehen, Ihren Stand innerhalb der Runde, Ihre Presse, Ihre Selbstdarstellung. Da aber bleibt sich die ARD treu: Mit Gunther Jauch holt sich der Sender das exakte männliche Ebenbild dazu!!

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  • Jürgen Schreck
  • Kommentar 23
  • 10.07.2011 15:25
 Antwort auf Kommentar 12

Das Einschätzen von Dummheit ist doch sehr persönlich.Hätten wir alle die gleiche Meinung, das wäre dumm!

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  • Jürgen schreck
  • Kommentar 22
  • 10.07.2011 14:55
 

Für mich ein auf nimmer Wiedersehen!Ob ein Günter Jauch es gut, oder besser macht wird sich zeigen.Ich würde die Sendung vermissen, die Moderatorin eher nicht!

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  • christa Hammerstingl
  • Kommentar 21
  • 10.07.2011 14:15
 

Sie hat ihre Sendung immer besser gemacht, auch die schwierigen Themen gut gemeistert. Schade, das sie gehen muß. Aber alles verändert sich, nur Günther Jauch wird hochgelobt, doch auch er wird beweisen müssen, das er es kann. Viele Grüße Christa Hammerstingl

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  • PIT
  • Kommentar 20
  • 10.07.2011 14:04
 

Die Anne Will war immer die beliebteste Politiktalkerin und hat auch schwierige Themen super moderiert. Dem Dampfplauderer Günter Jauch kommt für mich ins stille Kämmerchen und soll bei RTL bleiben.

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  • Herbert Exner
  • Kommentar 19
  • 10.07.2011 13:54
 

Die ultimative Lobhudelei auf Anne Will durch die alten Leipziger SED/Stasi Kader, die den jüngeren Redakteuren von news.de den Griffel führen und dabei gleich dem G.Jauch ohne jede Vorkenntnis eins reinwürgen und verumglimpfen, ist beste SED Tradition. Klar bedauern die Linken aller Schattierungen das Ende der ARD Politmanipulation durch eine ahnsehnliche Frau. So eine darf auch bei deviaten Äußerungen den so Vorgeführten gleich ins Wort fallen, damit nur nicht die Tendenz verwischt wird. Peinliche Umfrageveröffentlichung zeigen, daß über 50% aller Journalisten hedo-sozialistisch gepolt sind.

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  • Justitia Pluto
  • Kommentar 18
  • 10.07.2011 12:10
 

Ja, Volksverarschung so gemacht, dass es keiner merken soll, das ist ein komplizierter Job, der zunehmend zum Scheitern verurteilt ist, weil das Volk schlauer ist, als manche Großkotze, Macht- u. Geldprotze annehmen. Zum Schluss kommt keiner um Fontanes "Rangstreitigkeiten in einem Lumpensack" herum. Auch f. d. gierigsten Schwachmaten reichen zum Schluss sechs Fuß Tief, sechs Fuß lang u. zwei Fuß breit, in einer Urne oder z. See ist es noch preiswerter u. sparsamer. Das ist Gerechtigkeit! Oben hält derweil im Wachsfigurenkabinett die jeweilige Nachbildung die Totenwache, Adolf H. im Keller.

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  • madnitrox
  • Kommentar 17
  • 09.07.2011 23:23
 

Na endlich, es ist überwunden. Die Hochklänge zum Abschied sind schräg. Ich finde seit Jahren dass die will abgesetzt gehört, denn kein Ppolittalker hat je diese anmaßende Art an den Tag gelegt ihre Gäste zu dirigieren. Was Will nett will wird nett getalkt. Ich hoffe nur, dass jetzt nicht der Friedmann folgt, aber schlimmer geht ja bekanntlich immer!

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  • Hans Haller
  • Kommentar 16
  • 09.07.2011 18:29
 

Wieso nicht die Sendung durch eine Kochsendung ersetzen? Dann käme am Schluss wenigstens etwas Geniessbares heraus.

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  • Hans Haller
  • Kommentar 15
  • 09.07.2011 18:24
 

Dem Himmel sei Dank, jetzt ist sie weg. Ich wohne in Thailand. Wir müssen uns dieses Gequassel immer zur besten Sendezeit auf DW-TV ansehen. Was da Frau Will (nicht immer) aber meistens abgeliefert hat war und ist für einigermassen interessierte Leute eine Zumutung. Dass sie in allen Sendungen immer und immer wieder den Gästen ins Wort fällt, dazwischen redet und unterbricht ist schlicht eine Frechheit und zeigt, wie sehr sie sich an vorgegebenen Schemas klammert. Ein Votum eines Gastes mit mehr als 4 Sätzen bringt Frau Will schon aus dem Konzept und sie klammert sich an ihre Karten.

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  • fried
  • Kommentar 14
  • 09.07.2011 18:14
 

frau will verliert ja nicht ihren job wie viele menschen, die in ihren sendungen thema waren. der wechesel gehört zu den zeichen der neuen zeit und wnn man dir rücktritte von politikern durch volkshetze betreibt (guttberg u.a) schadet diese erfahrung nicht. die dame ist schlau genug, ihre vorzüge ins rechte (kamera)licht zu rücken.

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  • Heinz Schlegel
  • Kommentar 13
  • 09.07.2011 18:01
 

Ich weine Frau Will keine Träne nach. Insbesondere hat mich gestört, dass sie immer wieder Ihren Gästen ins Wort fiel und dadurch keine vernünftige Diskussion aufkommen ließ. Mit Günter Jauch (und auch mit jeder anderen Person) kann es nur besser werden. Ich wünsche einen schönen Sonntag. Heinz Nordsaarland

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  • Bernhard Pelkmann
  • Kommentar 12
  • 09.07.2011 16:52
 Antwort auf Kommentar 9

ein äußerst dummer Kommentar! Mit freundl.Grüßen Bernhard Pelkmann

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  • Bernhard Pelkmann
  • Kommentar 11
  • 09.07.2011 16:49
 Antwort auf Kommentar 9

Guten Tag, ich bedauere es sehr, dass Anne Will ihren Platz für Herrn Jauch räumen muss. Ein dickes Lob für Frau will, die Ihre Sendungen stets mit viel Fingerspitzengefühl und Können gebracht hat. Herr Jauch solll bei seinen Ratespielen bleiben. Er ist für mich kein ernsthafter Journalist. Mit freundlichen Grüßen Bernhard Pelkmann

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  • Buntstift
  • Kommentar 10
  • 09.07.2011 16:39
 

Hat diesen "Nachruf" die Redaktion von Anne Will geschrieben? Verzeihlich, wenn der news.de-Redakteur sonntags schreibt und keine Zeit für einen scheuen Blick auf die Allerweltstalkshow von Will hatte. Immer mehr Gäste aus der B- und C-Linie des Geschehens, immer häufiger die gleichen Gesichter, immer mehr der fehlende Biss nachzuhaken. Im Schnitt haben sich mehr als 85% der Zuschauer Anne Will nicht angetan. Eine nicht einmal durschnittliche Quote, bedenkt man, welche Millionenzahlen die ARD -konkurrenzlos- sonntags um 20:15 an den Bildschirm fesselt. Der Abgesang ist in Hörweite.

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  • breitengrad50
  • Kommentar 9
  • 09.07.2011 16:08
 

Bei einem Abschied "ohne Wiederkehr, also endgültig" kann der Große Zapfenstreich zum Geleit gespielt werden. Ich wäre bereit, die Pauken zu schlagen und die Kommandos in den Fackelabend zu posaunen. Neben den festen Teilen (Pflicht) des erhabenen Werkes gibt es die Möglichkeit, zwei Lieblingsstücke der Kandidatin elegant einzubauen.Infrage kämen = "Ach , diese Beine..." und "Loreley". Anne W. war etliche Male keck,clever,mutig, souverän,bissig, genial daneben, peinlich desinformiert... und frech; Letzteres verwechselte sie mit Power. Und davon wird kein Abschied genommen.

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  • krombach
  • Kommentar 8
  • 09.07.2011 15:22
 

Ich frage mich, wieviel Günter Jauch verträgt das Fernsehen noch. Anne Will war hervorragend. Sehr Schade.

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  • doberlinchen
  • Kommentar 7
  • 09.07.2011 15:17
 

Ob Will, Illner oder Plasberg, sie alle haben eines gemeinsam, sie alle waten mindestens knietief in staatstragender Sauce. Frau Will als "Allrounderin" zu bezeichnen, die sich auf den Riecher für wirklich anstehende Themen versteht, ist ein inhaltsloses Kompliment. Als Tagesthemen-Sprecherin war z.B. Frau Will eine kritische Hinterfragerin, die unbequeme Fragen stellte und an einer Sache dran blieb, diese Eigenschaften hat sie leider von Anfang an in ihrer eigenen Sendung nicht hinüber retten können, nun kommt die Quittung. Nicht wirklich schade darum.

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  • Klaus Will
  • Kommentar 6
  • 09.07.2011 15:04
 

Hahaha, sind Sie das im Video, Herr Rüdiger? Was ist mit Ihren Händen los???

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  • Peter Hermann Kern
  • Kommentar 5
  • 09.07.2011 13:51
 

Als Österreicher ist für mich dieser Wechsel vollkommen überraschend. Außerdem nicht richtig. Frau Will hat ihre Sache doch ausgezeichnet gemacht. Sonntag Abend war für mich das ein Fixtermin, obwohl wir in Österreich auch zur selben Zeit unsere Talkshow hatten(Im Zentrum). Schade!

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  • gehtnicht
  • Kommentar 4
  • 09.07.2011 13:10
 

SCHADE DAS SIE AUFHÖRT,OB JAUCH AUCH SO KRITSCHE SENDUNG BRINGT GLAUB ICH NICHT,ER IST JA .ZU ALLEN LIEB!

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  • Michael Delcker Luckenwalde
  • Kommentar 3
  • 09.07.2011 12:52
 

Schade, Frau Will hat den Bogen raus, höflich und bestimmend eine Menge von Gästen in Route zu halten. Eine clevere Lady , die uns zeigt , wie Frau einen guten Job macht.

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  • Alfred Hopfinger
  • Kommentar 2
  • 09.07.2011 12:39
 

Schade, schade, Anne Will war meiner Meinung nach am richtigen Platz. Ich bedauere es sehr. Alfred Hopfinger Konstanz

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  • Becher
  • Kommentar 1
  • 09.07.2011 12:08
 

Alles Geschwätz, Ändern tut sich dabei nichts!

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