Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Das Leben von Hannelore Kohl soll verfilmt werden. Aber wer spielt die Hauptrolle? Im Gespräch sind Katja Riemann, Ann-Kathrin Kramer und Annette Frier. Wer hat die besten Karten? Und wer hat sonst noch das Zeug zur Kanzlergattin?
Vor zehn Jahren beging Hannelore Kohl Selbstmord. Jetzt wird das Schicksal der Frau, die fast 42 Jahre mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl verheiratet war, verfilmt. Nico Hofmann (Die Grenze, Der kalte Himmel), einer der wichtigsten deutschen Produzenten von großen TV-Spielfilmen, ist «fest entschlossen», das Leben der Kanzlergattin in einem «zweiteiligem TV-Event» zu erzählen. Grundlage für die Verfilmung sind nicht etwa die Bücher von Heribert Schwan und Walter Kohl, die zuletzt für Furore sorgten, sondern die bereits 2002 erschienene Biographie (Hannelore Kohl. Ihr Leben) von Dona Kujacinski und dem jüngsten Kohl-Sohn Peter.
«Ich hatte das Privileg, Hannelore Kohl persönlich zu kennen - als ungemein kluge, dynamische und zutiefst einfühlsame Persönlichkeit», sagt Hofmann. Ihr Leben sei in mehrfacher Hinsicht spannend und interessant, erklärt er in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung. Da sei die historische Dimension; ihr Leben spanne sich vom Krieg über die Nachkriegsjahre bis zum Fall der Mauer und der Wiedervereinigung. Und da sei auch die private Seite der Familie Kohl. «Das bietet viel an emotionalem Stoff», so Hofmann.
Drei heiße Kandidatinnen
Auf die Hauptrolle können drei Schauspielerinnen hoffen: Katja Riemann, Annette Frier und Ann-Kathrin Kramer sind für Hofmann heiße Kandidatinnen für die Rolle, wie er der Bild am Sonntag sagte. Riemann, die in Hofmanns Film Die Grenze die Kanzlerin spielte, besitze «die erforderliche schauspielerische Potenz». Frier, bekannt aus der Sat.1-Comedy Danni Lowinski, habe schon viele Charakterrollen am Theater gespielt und zeige eine verblüffende Ähnlichkeit mit der jungen Hannelore Kohl. Und auch Kramer sei «absolut denkbar».
Laut Hofmann gibt es keine Tabus. «Dazu wurde zu viel über Hannelore Kohl geschrieben, dazu ist jetzt auch zu viel bekannt», wird er von der Abendzeitung zitiert. Der Film könne hier nicht zurückbleiben, das sei auch im Sinne der beiden Kohl-Söhne Walter und Peter, «die selbst sehr offen und ehrlich mit ihrer Familiengeschichte umgehen».
Wie reagiert der Altkanzler?
Buchautorin Kujacinski rechnet nicht damit, dass der Altkanzler auf den Film verstimmt reagieren könnte. «Unser Buch wurde damals von Herrn Dr. Kohl autorisiert. Er ist mit allem, was darin steht, einverstanden», sagt sie der Bild am Sonntag. Kohl ist laut Hofmann in das Filmprojekt über seine Ehefrau «gar nicht» involviert. «Er wird in dem Film natürlich vorkommen, aber der Fokus liegt nicht auf ihm, sondern auf Hannelore Kohl.» Es werde keine einzige Szene geben, die eine würdelose Darstellung enthält. Kohls jetzige Frau, Maike Richter-Kohl, spiele dagegen keine Rolle in dem Film.
Der Drehbuchentwurf könnte laut Hofmann bis Ende des Jahres fertig sein, die Endfassung bis März oder April 2012. Dann könne von Sommer bis Dezember gedreht werden. Ausgestrahlt werden könne der Film 2013. Die Produktionskosten belaufen sich auf fünf bis sieben Millionen Euro. Unklar ist laut Hofmanns Firma Teamworx bislang, welcher Sender den Film zeigt. Es würden Gespräche mit ARD, ZDF und mit Sat.1 geführt.
Noch ist nicht entschieden, wer Hannelore Kohl spielt - weshalb news.de noch ein paar weitere Vorschläge für mögliche Besetzungen hat. Wen würden Sie gerne als Hannelore Kohl sehen? Klicken Sie sich durch unsere Foto-Show und machen Sie im Kommentarfeld unter diesem Artikel eigene Vorschläge.
zij/news.de
Die Darstellerin sollte auch wie eine Barbie aussehen. Die vorgestellten passen alle nicht. Weder von der Gesichtsform noch vom Alter her. Höchstens für die junge Hannelore. Mein Vorschlag wäre Alexa Maria Surholt aus "In aller Freundschaft".
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